Gleich drei Mini-Spiele hat der Schweizer Verlag Kampfhummel Spiele veröffentlicht. Wie gewohnt geht es bei Analphabet Bünzli Cervelat wenig zimperlich zur Sache. Das Prinzip Stadt Land Fluss erhält Auftrieb mit ausserordentlichen Kategorien, die für Unterhaltung am Tisch sorgen.

Eine kleine Schachtel gefüllt mit Karten. Mit den weissen Kategorienkarten bildet man einen verdeckten Stapel auf dem Tisch. Die schwarzen Buchstabenkarten mischt man gut durch und legt sie ebenfalls bereit. Alle erhalten eine gut sichtbare, rote Veto-Karte in die Hand.
Und so wird gespielt:
Die Startperson nennt eine Zahl zwischen 1 und 5 und deckt danach die oberste Kategorienkarte auf. Auf jeder Kategorienkarte findet man nämlich eine kleine Auswahl. Mit der genannten Zahl ist die Kategorie damit für die aktuelle Spielrunde vorgegeben.
Nun deckt die Startperson noch schwarze Buchstabenkarten auf, exakt in der Anzahl der Spielenden am Tisch.

Jetzt geht es rund, oder zumindest rundherum. Die Startperson nennt einen zur Kategorie passenden Begriff mit einem der ausliegenden Anfangsbuchstaben. Passt der Begriff zur Kategorie, erhält die Person die Buchstabenkarte. Ähnlich wie beim Scrabble besitzt jeder Buchstabe eine Punktzahl, die man als Siegpunkte erhält.
Unter Umständen findet man aber keine Einigung unter den Mitspielenden. Bei den aussergewöhnlichen Kategorien ist das gut möglich. Wer mit einem Begriff nicht einverstanden ist, zückt die rote Veto-Karte. Erreicht man eine Veto-Mehrheit am Spieltisch, bleibt die Buchstabenkarte liegen.
Im Uhrzeigersinn dürfen alle einen Versuch unternehmen, eine Buchstabenkarte zu sich zu holen. Solange es Buchstaben gibt, geht es weiter. Dauert es irgendwann zu lange, kann man mit einem Timer etwas Druck erzeugen. Der Timer muss angekündigt werden und wird von 10 auf 0 runtergezählt.

Hat man keinen guten Einfall, darf man passen. Es werden entweder alle Buchstaben weggespielt oder eine Runde endet frühzeitig nach drei aufeinander folgende Vetos, oder wenn die ganze Spielrunde gepasst hat. Mit neuen Buchstaben und einer neuen Kategorie geht es danach weiter.
Das Spielende ist flexibel anwendbar. Man kann bis zu einer bestimmten Anzahl an Kategorienkarten spielen. Alternativ spielt man sämtliche Buchstabenkarten durch. Wer am Ende die meisten Siegpunkte auf seinen Buchstabenkarten hat, gewinnt.
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Fazit zu Analphabet Bünzli Cervelat
Ganz klar: Das Spiel aus der kleinen Schachtel nimmt Anleihen bei Stadt Land Fluss und fügt ein wenig das Punktesystem von Scrabble dazu. Noch mehr Anleihen holt es sich aber vom Kampf gegen das Bünzlitum. Von dort zieht es den schwarzen Humor und den Faible für aussergewöhnliche Kategorien. Die sind nicht alle unter der Gürtellinie, aber eben auch dort zu finden. Kreative Wortakrobaten finden in diesem Spiel eine herrliche Spielwiese, die auch mit angenehmen, witzigen Kategorien gefüllt ist: „Wird bei RTL gezeigt“, „Schönheitsoperation“ oder „Fluchwort“ lassen die Veto-Karte des Öfteren zucken. Manchmal geht es turbulent zu und her. Analphabet Bünzli Cervelat ist ein kreativer Spielspass auf wackligem Untergrund. Wie immer sollte man solche Partyspiele nicht so ernst nehmen. Dann funktionieren sie nämlich am besten, so wie dieses kleine Kartenspiel mit den völlig bescheuerten Kategorien (nach Schachteltext).
Fakten zu Analphabet Bünzli Cervelat
Autoren: Angela Vögtli, Damian Wyssen
Illustrationen: Angela Vögtli
Verlag: Kampfhummel Spiele
Spielerzahl: 3 – 8 Personen
Spieldauer: 30 – 60 Minuten
Altersangabe: ab 16 Jahren
Benötigt: Den passenden Wortschatz
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: ab 4 Personen
Richtet sich an: Familie




