Blanco – Spielkritik

Zahlenkarten liegen in einem Raster aus und sollen möglichst schnell vom Tisch. Das geht bei Blanco nur mit perfekten Kombinationen in Reihen und Spalten. Das Kartenspiel bedient sich dabei an bekannten und bewährten Spielelementen.

Blanco

Insgesamt 120 Spielkarten gibt es. Alle besitzen mittig einen Blitz aus einer von 10 Farben. Die Zahlen von 1-12 kommen im Kartenset je 10 Mal vor. Blanco ist ein Wettrennen. Erst spielt man ein Raster aus 3×3 Karten weg, um danach noch ein etwas grösseres Raster aus 4×3 Karten abzuräumen. Alle erhalten zu Beginn also 9 Karten, die man verdeckt in einem 3×3 -Raster auslegt. Eine Karte davon deckt man auf, eine zweite darf man sich kurz ansehen, bevor man sie gleich wieder verdeckt auslegt. Vom grossen Nachziehstapel zieht man zwei Karten auf die Hand. Die oberste Karte des Nachziehstapels legt man offen neben den Stapel.

Und so wird gespielt:

Das Spielprinzip kennt man vielleicht von Skyjo. Die verdeckt ausliegenden Karten optimiert man auf dem Tisch, nachdem man sie gewendet hat. Diese Kartenoptimierung ist auch das grosse Ziel von Blanco. In den Reihen sollen gleiche Zahlen liegen, in den Spalten soll die gleiche Farbe zu sehen sein. Ist das der Fall, darf man die optimierte Reihe komplett abräumen und die übriggebliebenen Karten zusammenschieben. Nun muss man nur noch die richtigen Mittel wählen und ein wenig Kartenglück haben, um ans Ziel zu kommen.

Blanco

Der Reihe nach wählen alle ihre bevorzugte Aktion aus. In den meisten Fällen ist das: Karte ziehen und auf die Hand nehmen. Eine neue Karte nimmt man sich vom offenen Ablagestapel oder vom verdeckten Nachziehstapel. Damit hat man immer drei Karten in der Hand, von denen man eine aussucht. Diese Handkarte legt man nun entweder auf den Ablagestapel und deckt dafür eine seiner Karten im Raster auf. Oder man setzt die Handkarte irgendwo offen ins eigene Raster ein. Die dadurch verdrängte Karte (egal ob offen oder verdeckt) kommt nun auf den Ablagestapel.

Die zweite Aktionsmöglichkeit wird eher selten wahrgenommen. Mit ihr tauscht man zwei benachbarte Karten im Raster miteinander. Ist eine verdeckte Karte beim Tausch beteiligt, deckt man sie auf. Bei zwei verdeckten Tauschkarten entscheidet man sich für eine Karte, die man aufdeckt. So verbessert man die Ausgangslage seines Rasters. Schafft man es, eine Reihe oder Spalte abzuräumen, darf man sich als Belohnung eine verdeckte Karte ansehen, denn Wissen ist Macht.
Im besten Fall kann es zu kleinen Kettenreaktionen kommen. Räumt man eine Reihe ab, ergibt sich vielleicht gleich eine weitere, perfekte Kombination beim Zusammenschieben.

Blanco

Hat man sein 3×3 – Raster komplett weggespielt, erhält man 12 neue Karten, mit denen man ein 4×3 – Raster bildet. Danach geht es mit unveränderten Regeln in die zweite Runde des Wettrennens. Wer auch das zweite Raster komplett wegspielt, gewinnt die Partie.


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Fazit zu Blanco

Das Kartenspiel gehört eindeutig zur Kategorie der Golf-Familie. Dieses Prinzip des Kartentauschens und der Optimierung eines zu Beginn verdeckten Kartendecks hat sich schon in so manchen Spielen bewährt. Und noch immer erscheinen neue Varianten. Der Mechanismus lebt natürlich von der Spannung und der Frage: Welche Werte befinden sich unter meinen Karten? Nach der ersten Überraschung beginnt das Optimieren des Decks. Dazu benötigt man ein wenig Geschick und Voraussicht, aber auch etwas Kartenglück. Manchmal wirft jemand genau die gewünschte Karte auf den Ablagestapel, manchmal zieht man perfekt nach.

Noch grösser ist die Freude, wenn man kleine Kettenreaktionen kreiert. Dazu muss man, ähnlich wie bei Tetris, die Züge voraussehen können. Am Ende ist Blanco ein Wettlauf durch zwei Kartenraster. Wer zuerst seine Reihen und Spalten optimiert, gewinnt.


Fazit zu Blanco

Autor: Reinhard Staupe
Illustrationen: Oliver & Sandra Freudenreich
Verlag: KENDi Games

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Kombinationen in Reihen und Spalten
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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