So viele Stoffe hängen an den Wäscheleinen zum Trocknen, um die Aufträge zu erfüllen. Mit kleinen Klammern gibt man sich gegenseitig Tipps, damit bei Clips am Ende die richtigen Karten auf dem Tisch liegen. Denn die eigenen Karten sieht man nicht.

Das Kartenspiel absolviert man in verschiedenen Level. Für jedes Level gibt es eine Übersichtskarte, auf der man das Spielmaterial findet, das man bereitlegen muss. Da gibt es bunte Klammern oder bestimmte Stoffkarten, aber auch Auftragskarten, die an bunten Luftballonen erkennbar sind. Mit dem richtigen Material ist man schnell für eine neue Runde bereit. Auftragskarten legt man, allenfalls überlappend, in der Tischmitte aus. Die Stoffkarten verteilt man unter den Mitspielenden. Ein Nachziehstapel bleibt übrig.
Und so wird gespielt:
Die Stoffkarten nimmt man in die Hand, so dass man die Vorderseiten nicht sehen kann. Man spielt sozusagen blind, zumindest was die eigenen Karten betrifft. Jemand deckt drei Karten vom Nachziehstapel auf. Eine Stoffkarte legt die Person unter einen der Aufträge, die zwei restlichen Karten kommen in den Gefahrenbereich am Rande der Auslage. Dort dürfen in der gesamten Partie höchstens Karten mit einem Gesamtwert von 16 liegen.

Während der Partie darf natürlich nie über Zahlen oder Farben der Karten geredet werden. Hinweise sind hingegen mit den Klammern erlaubt. Gespielt wird der Reihe nach. Die aktive Person muss eine ihrer Stoffkarten aus der Hand an eine Auftragskarte anlegen. Aufträge gibt es in drei Arten: Solche, die dieselbe Farbkombination benötigen, dieselben Zahlen oder eine auf- oder absteigende Reihenfolge. Danach darf man optional Hinweise geben mit den Klammern.
Entweder nimmt man alle Klammern einer Farbe vom Tisch und klammert sie an die Karten der Mitspielenden oder man nimmt 3 Klammern unterschiedlicher Farbe und verteilt sie. Die Farbe der Klammer muss zu einer Stofffarbe passen. Die Hinweise sind begrenzt. Eine Zahl auf den Karten zeigt an, wie viele Klammern man anhängen darf.

Erfüllt man einen Auftrag mit den richtigen Karten auf dem Tisch, erhält die Gruppe einen Bonus: neue Klammern, eine Karte weniger im Gefahrenbereich oder man legt eine Klammer zurück in den Vorrat.
Im Gefahrenbereich landen alle Stoffkarten, die einer falschen Aufgabe zugeordnet wurden. Nach dem Legen einer Stoffkarte zieht man wieder eine neue nach.
Ein Level ist geschafft, wenn man sämtliche Aufgaben erfüllt. Ist die Summe im Gefahrenbereich zu gross oder die Nachziehkarten gehen aus, verliert man die Partie.
Der Schwierigkeitsgrad steigert sich mit jedem Level, am Ende kommen noch Sonderaufträge dazu.
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Fazit zu Clips
Karten verkehrt herum in der Hand? Hinweise geben? Das kennen wir doch von Hanabi. Bei Clips wechselt die Aufgabenstellung, vor allem in der Anzahl und schliesslich in der Komplexität. Hier muss nicht alles perfekt sein, mit der Gefahrenzone darf man sich Fehler erlauben, am besten mit kleinen Zahlenwerten. Im kooperativen Spiel zählt vor allem die Vorbereitung. Man muss den Mitspielenden vorausschauend immer eine mögliche Antwort liefern, denn das Ausspielen einer Karte ist obligatorisch. Dieses Planen der nächsten Spielzüge ist nicht immer ganz einfach. Die kleinen Klammen sind toll, dadurch muss man sich die Hinweise nicht merken. Man hat sie jederzeit präsent auf der eigenen Hand angeklammert.
Die zahlreichen Level bieten gute Unterhaltung und fordern immer ein wenig mehr. Doch da ist dieser Vergleich zu Hanabi. Da spielt sich Clips doch ziemlich ähnlich, aber weniger geschmeidig. Durch die Klammern und die einzelnen Level ist der Verwaltungsaufwand grösser, als beim knackigen Spiel des Jahres 2013. Persönlich bräuchte ich nicht beide Spiele.
Fakten zu Clips
Autor: Emanuele Briano
Illustrationen: Christine Alcouffe
Verlag: Piatnik
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Erfüllte Aufträge
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: ok
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




