Die neue Krimispiel-Reihe aus dem Verlag Oetinger lässt die Ermittler erschaudern. Bei Crime Places – Bar der Dämonen begeben wir uns mit einem Täter in eine verlassene Bar mitten im Wald. Noch ist das Verbrechen nicht ganz aufgeklärt. Die Sache wird immer unheimlicher.

Nach dem Lesen einer Schnellstartkarte steigt man sofort in die Geschichte ein. Mit den ersten 9 Bilderkarten legt man die Bar der Dämonen mitten im Wald. Natürlich regnet es, wie es sich für ein düsteres Abenteuer gehört. Neben der Story erhält man viele Rätsel, die man lösen muss und trifft auf zahlreiche Hinweise, die man irgendwie verwerten muss. Immer wieder legt man sich neue Örtlichkeiten zurecht und erhält neue Aufgaben.
Und so wird gespielt:
Es beginnt mit 9 Bilderkarten, der Bar der Dämonen. Viele Karten darf man einfach wenden. Man erhält dadurch eine kleine Geschichte auf der Rückseite der Karten. Einige Karten besitzen in der linken, oberen Ecke ein Symbol. Diese Karten muss man sich erst freispielen, indem man das Symbol an einer anderen Stelle der Geschichte findet oder es sich verdient.

Die Aufgabe ist schon zu Beginn sehr heikel. Wir begleiten Thibault Simon zur Bar der Dämonen, einem mittlerweile verlassenen Platz im Wald. Es ist der Tatort, an dem sechs Morde gestanden wurden. Das Problem: Es gibt nur fünf bestätigte Leichenfunde. Als Spezialist für mythologische und innere Dämonen sollen wir Licht ins Dunkel bringen – und das kann man in diesem Fall beinahe wörtlich nehmen.
Hinter den Karten finden wir Informationen, Rätselaufgaben, Hinweise und immer wieder kleine Rückblenden. Die Gefühlswelt wechselt ständig zwischen spannend fasziniert und erschreckend blutrünstig. Man kann sich zwischen den Karten frei bewegen, muss sich die Bilder aber genau anschauen, um passende Hinweise zu erhalten. Gelingt es, ein Rätsel zu lösen kann man sich neue Räume freispielen, in denen man weiter ermittelt. Thibault Simon macht uns die Arbeit nicht einfacher, zudem hören wir schon bald Stimmen und Geräusche und sehen Dinge, von denen wir nicht sicher sind, ob sie wirklich existieren.

Die Karten bieten bei Gelegenheit auch eine Hilfestellung an. Muss man eine Rätselaufgabe lösen, kontrolliert man das Ergebnis ebenfalls mit der nächsten Karte. Man durchläuft insgesamt eine schöne Mischung aus aufmerksamem Lesen, Knobeln und versteckten Rätseln. Der Schwierigkeitsgrad wird als hoch eingestuft, das ist die Ermittlungsarbeit mit dem Massenmörder in einer verlassenen Bar mitten im Wald aber auch. Trotzdem erreichen wir nach vielen Überraschungsmomenten unser Ziel.
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Fazit zu Crime Places – Bar der Dämonen
Die Idee eines derartigen Krimispiels ist natürlich nicht neu. Doch Crime Places – Bar der Dämonen hat für mich schon einige Alleinstellungsmerkmale. Die düsteren Illustrationen passen wie die Faust aufs Auge zu diesem geheimnisvollen Abenteuer mit okkultem Beigeschmack. Allein die Bilder der unterschiedlichen Räume und Örtlichkeiten erzeugen ein Schaudern, das man möglichst schnell hinter sich lassen möchte. Die ganze Story ist toll geschrieben und trägt ebenfalls viel zur rätselhaften Atmosphäre bei. Egal wo man ansetzt, die einzelnen Teile passen einfach zusammen und lassen die Ermittler nie im Regen stehen.
Die Rätsel sind knackig, für aufmerksame Ermittler aber lösbar, auch wenn man wirklich an der einen oder anderen Stelle exakt vorgehen muss. Die Ermittlungszeit dauert so zwischen zwei und drei Stunden, in denen es nie langweilig wird. Man steckt schon nach dem ersten Bild mitten in der Geschichte und treibt die Ermittlungen voran, auch weil man diesen Lost Place schnell wieder verlassen möchte. Crime Places – Bar der Dämonen legt seinen Schwerpunkt also mehr auf die Story und die Kraft der Bilder beim Ermitteln. Das macht natürlich vor allem Bücherfreunden viel Spass. Das unheimliche und mitunter gefährliche Thema muss man allerdings ertragen können.
Fakten zu Crime Places – Bar der Dämonen
Autoren: Joel Müseler, Hans Pieper
Illustrationen: Tim Möller-Kaya
Verlag: Oetinger
Spielerzahl: 1+ Personen
Spieldauer: 120 – 180 Minuten
Altersangabe: ab 16 Jahren
Benötigt: Mutiges Rätselglück
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




