Im Sommer sind alle gerne in ihren Hütten auf dem Land. Doch auch dort gibt es bessere und schlechtere Orte. Bei Stuglandet platziert man seine Hütten bestmöglich und sorgt für Mehrheiten, nachdem man mit ihnen gewürfelt hat.

Die Spielschachtel ist eine Hütte, in der man zahlreiche Landschaftsplättchen findet. Je nach Anzahl mitspielender Personen legt man mit den Plättchen ein Raster auf dem Tisch aus. Die Stadt und die Insel müssen immer vorhanden sein. Dann nimmt man sich alle Holzhütten einer Farbe. Eine Hütte platziert man vor dem Start auf einem Grundstück in der Stadt.
Und so wird gespielt:
Die Landschaft besteht aus kleinen Grundstücken, auf denen man Hütten platzieren darf. Es gibt aber auch Seen, Wälder oder Müllhalden – das sind alles keine Bauplätze. Baut man angrenzend an diese Zonen, hat das unterschiedliche Auswirkungen. Gespielt wird reihum. Wer am Zug ist, nimmt drei Häuser aus dem eigenen Vorrat und würfelt mit ihnen. Die grosse Besonderheit von Stuglandet ist es, dass man Häuser wirft. Man kennt das eventuell aus dem Klassiker Schweinerei, in dem man Schweine würfelt. Je nachdem, wie sie landen, bringen sie Punkte. Bei den Häusern erhält man unterschiedliche Aktionen für ihre Landung.

Steht ein Haus aufrecht, darf man es auf ein beliebiges, freies Grundstück platzieren. Liegt ein Haus auf der langen Seite, verschiebt man eine bereits gebaute Hütte auf dem Spielfeld auf eine andere, freie Position. Dabei ist es egal, ob es eine eigene oder eine fremde Hütte ist. Liegt ein Haus auf der kurzen Seite, tauscht man es mit einem bereits gebauten Haus auf dem Spielfeld. Einzig ein Haus auf dem Dach bringt keine Aktionsmöglichkeit. Bis zu dreimal darf man mit den Hütten würfeln. Entscheidet man sich für einen neuen Wurf, muss man immer alle Häuser neu werfen. Man hat jederzeit die Möglichkeit, aufzuhören.
Mit diesem Verdrängungsspielchen geht es nun hin und her. Je nachdem, wie die Hütten fallen, gibt es ständig neue Grundstückbesitzer. Sind einmal alle Grundstücke eines Plättchens besetzt, ist es blockiert. Dann darf dort nichts mehr bewegt werden. Sobald jemand alle 12 Häuser seiner Farbe in die Landschaft setzen konnte, endet das Spiel sofort.

Und so ist die Wertung beinahe das komplexeste an diesem Spiel. Jede Hütte auf einem Plättchen bringt einen Punkt. Einen zusätzlichen Punkt gibt es, wenn ein See an eine eigene Hütte angrenzt oder für jede Hütte in der Stadt. Grenzt ein Haus an eine Müllhalde, bringt das einen Minuspunkt. 2 Punkte gibt es für eine Mehrheit auf jedem der Landschaftsplättchen, in der Stadt sind es sogar 3 Punkte. Und wer die grösste, zusammenhängende Gruppe an Häusern besitzt, bekommt 6 Punkte. Gleichstände bringen keine Punkte. Wer in der Summe die meisten Punkte hat, gewinnt.
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Fazit zu Stuglandet
Das Spiel aus der Hütte ist eine Mischung aus unkonventionellem Würfelspiel und Gebietsbesitz. Um erfolgreich zu sein, braucht man beim Würfeln ein wenig Glück. Natürlich setzt man gern eine neue Hütte, man manipuliert aber ebenso gern an den Hütten der Mitspielenden. Hier noch schnell eine fremde Hütte an die Müllhalde verschoben, dort noch ein Haus ersetzt. Es geht ziemlich fies zu und her, und man darf auch niemanden verschonen, wenn man erfolgreich sein will. Nur so sichert man sich die Mehrheiten und füllt ein Plättchen. Etwas stark bewertet ist die grösste Gruppe. Man sollte diese 6 Punkte, wenn möglich, anvisieren.
Stuglandet sieht sehr idyllisch aus, spielt sich aber knallhart mit ein wenig Würfelglück. Diese Kombination gefällt mir sehr gut. Da steckt mehr drin, als auf den ersten Blick erwartet.
Fakten zu Stuglandet
Autoren: Erik und Acke Ambring
Illustrationen: Fabian Göranson
Verlag: HABA
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Grundstücke
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




