Mit jeder Karte wächst die Landschaft in diesem 2 Personen-Spiel von Board Game Circus. Auch die Ziele wählt man bei Confusing Lands selber, sollte es dabei aber nicht übertreiben. Ein einfaches Legespiel mit knackigen Entscheidungen.

Die 18 Spielkarten sind beidseitig bedruckt mit kleinen Landschaftsfeldern. Dort findet man Berge, Wälder, Kristalle, Tiere, Dörfer, Flüsse oder einfach nur Wiesen. Auf der Rückseite der Karten gibt es immer auch eine Wertungsbedingung neben den üblichen Feldern. Beim Legen einer Karte hat man die freie Seitenwahl.
Und so wird gespielt:
Sämtliche Karten mischt man gut durch, die Wertungen sind dabei nach unten gewendet. Eine erste Karte deckt man auf. Die nun sichtbare Wertungsbedingung ist eine gemeinsame Bedingung, beide Personen müssen sich daran orientieren. Nun ziehen sich alle zwei Karten vom Nachziehstapel und legen eine vor sich aus. Es ist der Start in eine neue Landschaft.

Die zweite Karte gibt man seinem Gegenüber weiter. Auch diese Karte muss in die Landschaft gelegt werden. Ab jetzt gelten aber gewisse Legeregeln. Wer Spiele wie Obsthain, Zitrushain oder Herbsthain aus demselben Verlag kennt, findet spielerisch sofort Anschluss. Neue Karten müssen mindestens ein Feld der bisherigen Landschaft abdecken, sie kommen immer oben auf bereits ausliegende Landschaftskarten. Eine Karte darf man, wie erwähnt, drehen und wenden, wie man will. Liegt eine Wertung oben aus, darf sie nicht überdeckt werden.
In der ersten Partie macht man Bekanntschaft mit den unterschiedlichen Wertungszielen. Durch die Symbolik ist aber schnell klar, was gemeint ist. Nun steckt man mit jeder Karte im Dilemma. Legt man sich ein neues Ziel oder baut man die bestehenden Zielvorgaben aus?
In dieser Art spielt man den Nachziehstapel durch. Man nimmt zwei Karten, wählt eine aus, gibt die zweite weiter. Alle Karten müssen irgendwo angelegt werden.

Am Ende bleibt eine Karte übrig. Es folgt die Wertung. Für die gemeinsame Wertungsbedingung erhalten beide Personen Punkte, danach zählt man die Punkte für die eigenen Bedingungen. Für jede Bedingung, die man in die eigene Landschaft gelegt hat, zählt man allerdings noch 10 Punkte ab. Man sollte seine Ziele also mit Bedacht auswählen. Wer die meisten Punkt macht, gewinnt das Spiel.
Im Solomodus spielt sich Confusing Lands übrigens genau gleich. Man wählt aus zwei Karten immer eine aus, die man in seine Landschaft legt. Auf einer Punktetabelle kann man die eigene Leistung bewerten lassen.
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Fazit zu Confusing Lands
Im Kern ganz simpel, in der Aufgabe knifflig – das umschreibt Confusing Lands wohl am besten. Aus ständig neuen Elementen baut man sich seine Landschaft zusammen und setzt sich auch die Ziele nebenbei selber. Das hat seine Vor- und Nachteile. Frühe Ziele lassen sich besser ausbauen, wenn man die passenden Symbole erhält und sie auch dementsprechend setzen kann. Späte Ziele reizen zu einem schnellen Punktegewinn, jede Wertungsbedingung sorgt aber am Ende für 10 Minuspunkte. Ein wenig Glück gehört dazu, weil man nie weiss, welche Karten man erhält. Das gilt für die einzelnen Symbole, als auch für die Bedingungen.
Das kleine Kartenspiel ist aber flott gelegt. Es sind kurze, knackige Entscheidungen, die man trifft. Man liebt es, wenn ein Plan aufgeht, kann sich aber auch das Leben selber schwer machen. Ein schöne Knobelaufgabe, bei der mir auch die einfache Illustration gut gefällt. Die kurze Spielzeit lockt zu einer schnellen Revanche.
Fakten zu Confusing Lands
Autor: Zak Eidsvoog
Illustrationen: Zak Eidsvoog
Verlag: Board Game Circus
Spielerzahl: 1 – 2 Personen
Spieldauer: 10 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Punktereiche Landschaften
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 2 Personen
Richtet sich an: Familie




