The Game Extreme – Spielkritik

the-game-extremeIhr meint, The Game ist zu einfach? Ihr glaubt, ihr habt alles schon gesehen und zählt auswendig auf 100 und wieder zurück? Tja, dann kennt ihr The Game Extreme noch nicht. Denn da zählt man manchmal leise weiter. Von den restlichen Extremitäten reden wir mal gar nicht…

Die Grundregeln bleiben gegenüber dem Original erhalten. Bei The Game Extreme ist alles enthalten. Man bekommt ein komplettes Spiel, das ohne die Karten der Grundvariante auskommt. Wer sich die Spielregeln noch einmal ansehen möchte, kann das HIER gerne tun. Wieder spielen alle gegen das Spiel, doch diesmal befinden sich einige Sonderkarten im Stapel. Sie bringen entweder sofortige Aktionen (Blitz) oder ewige Besonderheiten (Unendlich-Zeichen), zumindest so lange, bis die entsprechende Karte wieder verdeckt wird.
Und das sind die 7 Spezialkarten, die neu im Spiel sind:

Blitzaktionen:
Stop: Der Zug endet. Der Spieler darf keine weitere Karte mehr spielen.
3!: Der Spieler muss exakt drei Karten in seinem Zug legen.
Totenkopf: Die Karte darf nie offen ausliegen und muss im gleichen Spielzug vom aktiven Spieler überdeckt werden.

Unendliche Aktionen (bis Karte verdeckt wird):
Keine Gespräche mehr: Es darf nicht mehr kommuniziert werden.
Nur ein Kartenstapel: Der aktive Spieler muss seine Karten auf EINEN beliebigen Stapel ablegen.
Kein Zurück: Der Rückwärtstrick ist nicht mehr gültig.
Kartenmangel: Es darf nur noch eine Karte nachgezogen werden, egal wie viele davor gelegt wurden.

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Sobald die Aktionskarten nicht mehr sichtbar sind, fällt das Spiel auf die ursprünglichen Regeln zurück. In einem nächsten Spielzug kann so die Kartenhand wieder komplett aufgefüllt werden. Gespielt wird auch bei The Game Extreme bis zum bitteren Ende. Entweder man schafft es als Gruppe, sämtliche Karten auf die Stapel zu legen oder man verliert mit möglichst wenigen Restkarten.

Fazit:
The Game Extreme richtet sich an Fans des „sanften“ Kartenspiels, die nun eine neue Herausforderung erhalten. Eine wirkliche Herausforderung! Ist das Spiel überhaupt zu gewinnen? Wer The Game bisher noch nicht kennt, kann nun auch mit der extremen Variante einsteigen. Was hat man schon zu verlieren? Die grundsätzlichen Mechanismen bleiben gleich. Kommunikation und passende Karten führen auch bei The Game Extreme zum Erfolgserlebnis. Für das grosse Ganze muss man aber hart arbeiten. Da die Sonderkarten irgendwann gelegt werden müssen, nimmt man hin und wieder spielerische Einschränkungen in Kauf. Doch die Kartenauslage bleibt eine Gratwanderung, die sich mit den neuen Aktionen noch zuspitzt. Wer nimmt die Challenge an?

The Game Extreme | Autoren: Steffen Benndorf, Reinhard Staupe | Verlag: CH: Game Factory / D: Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Kartenspiel für 1-5 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Kommunikative Karten-Aktionitis | Wiederspielreiz: sehr gross

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Red7 – Spielkritik

Red7 – Ein Kartenspiel mit einfachen Regeln, das trotzdem knifflig zu spielen ist. Denn wer nach dem eigenen Spielzug nicht gewinnt, ist draussen. Daher sollte man bei Red7 die Karten schleunigst so hinbiegen, dass die Welt wieder in Ordnung ist. Denn hier wird nach Zahl und Farbe abgerechnet – nach jedem einzelnen Spielzug.

red7Mit Karten in den 7 Regenbogenfarben und den Werten von 1 bis 7 startet man in bunte Abenteuer. Thematisch darf man nicht zu tief stochern, hier geht es um knallharte Fakten: Bleibt man nach dem eigenen Spielzug drin oder fliegt man raus? Hier zählen Werte, und zwar eher die äusseren. Obwohl die Spielregeln äusserst simpel sind, ist Red7 für einige Spieler gewöhnungsbedürftig. Das hat aber vor allem mit der Wertung zu tun. Da die nach jedem Spielzug überprüft werden muss, bleibt der Knackpunkt natürlich zentral.
Doch der Reihe nach: Mit 7 Handkarten startet jeder Spieler ins Spiel. Zusätzlich erhält man noch eine zufällige Startkarte in die eigene Auslage. Die Karten haben alle einen doppelten Nutzen. Als Wert liegen sie in den Auslagen der Spieler, als Farbe geben sie die aktuelle Siegbedingungen vor. Das Ziel ist klar: Bleibe länger im Spiel als alle anderen Mitspieler. Dazu muss man „nur“ nach jedem eigenen Spielzug als Sieger unter den aktuellen Bedingungen dastehen. Eine lösbare Aufgabe, oder etwa nicht?

Bevor man abrechnet, darf man mit seinen Karten eine Aktion durchführen. Dazu hat man vier Möglichkeiten: Eine Karte in die eigene Auslage, eine Karte in die Mitte und damit neue Siegbedingungen erstellen, eine Karte in die Auslage UND eine Karte in die Mitte, oder man macht nix und fliegt raus. Da die letzte Möglichkeit möglichst vermieden werden soll, holt man aus seinen Handkarten das Beste raus. Es hilft ein wenig Weitsicht: Was kann ich mit meinen Karten noch erreichen? Was werfe ich ab? Aber nicht zuletzt spielt es auch eine Rolle, welche Ziele die Mitspieler verfolgen. Kann man eventuell in ihrem Sog mitziehen und Karten einsparen. Wer den längeren Atem haben muss, ist froh, nicht zwei Karten gleichzeitig legen zu müssen.
Die Siegbedingungen sind total unterschiedlich: Höchste Karte, meiste Karten einer Zahl, meiste Karten einer Farbe, meiste gerade Zahlen, meiste unterschiedlichen Farben, meiste Karten einer Reihe, meiste Karten unter 4.

Schnell können während einer Partie Unentschieden auftreten: Gleich zwei Spieler besitzen 2 gerade Zahlen. In diesem Fall entscheidet zuerst der Wert der höchsten geraden Karte. Ist der bei beiden Spielern immer noch gleich, kürt die Farbe den Sieger. Die Reihenfolge geht entlang des Regenbogens von rot bis violett.

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Im Grundspiel gewinnt, wer als Letzter übrig bleibt. Das kann man ein paar Mal spielen, bis man das Red7 kennt. Danach sind die mitgelieferten Varianten viel unterhaltsamer.
Erweitertes Red7: Nur zwei Regeln bringen schon viel mehr Schwung ins Spiel. Legt man eine Karte auf die Siegbedingungen, die einen höheren Wert hat als die Anzahl Karten in der eigenen Auslage, zieht man eine Karte vom Nachziehstapel nach. Das erweitert das Angebot und verlängert eventuell die eigene Spielzeit. Gespielt wird zudem auf Punkte. Wer zuletzt übrig bleibt, nimmt die Karten der aktuellen Siegbedingung aus dem Spiel. Sie zählen als Punkte. So dauert Red7 mehrere Runden.
Red7 für Experten: Beim Ausspielen von ungeraden Zahlen in die eigene Auslage muss man eine Aktion durchführen: Eine Karte von der eigenen Auslage nehmen und verschieben, eine weitere Handkarte in die Auslage legen, eine Karte nachziehen oder eine Karte aus der Auslage eines anderen Spielers nehmen und auf den Nachziehstapel legen. Aktionen, die das Spiel ganz schön durcheinander wirbeln können und für ein wenig Interaktion sorgen.

Übersichtskarten unterstützen das Kartenspiel perfekt. Wer übrig bleibt, gewinnt!

Fazit:
Red7 hat einfachste Regeln, trotzdem verlangt das Spiel einiges an Kopfarbeit ab. Das ständige Vergleichen der Auslagen, Handkarten und den veränderbaren Siegbedingungen ist mitunter recht anstrengend. Dazu kommen die regelmässigen Vergleiche zwischen Zahlen und Farben – das verwirrt in den ersten Partien ein wenig. Wer sich aber darauf einlässt, erhält ein Spiel, in dem mehr steckt, als man meint. Das Manipulieren der eigenen Auslage und der Siegbedingungen macht Spass. Die eigene Startkarte gibt eine gewisse Spielrichtung vor. Doch das Beobachten der gegnerischen Auslagen gehört ebenso zu den wichtigen Grundlagen der Spielstrategie. Möglich ist fast alles bei Red7: Ein schnelles Ausscheiden, als auch eine unerwartete Verlängerung der eigenen Spielzeit, wenn die Mitspieler ungewollt helfen. So sucht man nach der perfekten Auslage für die eigenen Karten und wird doch immer wieder von den Mitspielern überrascht. Red7 sorgt mit seinen 3 Schwierigkeitsstufen für bunte Unterhaltung.

Red7 | Autoren: Carl Chudyk & Chris Cieslik | Verlag: Lucrum Games
Kartenspiel für 2-4 Spieler | Spieldauer: 15-30 Minuten | Ab 9 Jahren | Benötigt: 7 Zahlen, 7 Farben, 7 Regeln und Köpfchen | Wiederspielreiz: gross

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Leo muss zum Friseur – Spielkritik

„Mann, hast du wieder eine Mähne. Ab mit dir zum Friseur!“ So was hört sich der Löwe Leo täglich an. Also macht er sich auf den Weg, auf dem er immer wieder andere Tiere trifft und die Zeit vergisst. Schafft er es trotzdem bis zu Bobos Salon? Denn eins ist klar: Leo muss zum Friseur.

leo-muss-zum-friseurDer Weg durch den Dschungel führt über 30 Wegplättchen. Sie liegen verdeckt. Alle Spieler versuchen gemeinsam, Leo zum Friseur zu bringen. Sie spielen Bewegungskarten, die Leo mal schneller, mal langsamer durch den Dschungel führen. Doch bei jedem Wegplättchen trifft Leo ein befreundetes Tier. Stimmt die Farbe der Bewegungskarte mit dem Wegplättchen überein, marschiert Leo schnell weiter und verliert keine Zeit. Sind die Farben unterschiedlich, verplappert sich Leo mühsam und die Zeit auf der Uhr muss gleich um Stunden vorgestellt werden. Glück hat Leo, wenn er bei einem Wegweiser landet. Kein Tier, kein Geschwätz – und weiter geht die Reise. Nicht bei jedem Tier verbringt Leo gleich viel Zeit. Logisch, dass die Löwin am meisten zu einem Schwätzchen lockt und gleich 5 Stunden in Anspruch nimmt.

Leo hat genau 12 Stunden Zeit, dann schliesst der Friseursalon. Leo darf wieder nach Hause und versucht es am nächsten Tag erneut. Die Spieler haben genau 5 Tage Zeit, um mit Leo Bobos Salon zu erreichen. Mit jedem Tag gewinnen sie aber hilfreiche Erkenntnisse dazu. Sie merken sich die Farben der aufgedeckten Wegplättchen. Am nächsten Tag sind sie zwar wieder verdeckt, doch man versucht sie mit der richtigen Farbe zu erreichen.
Das funktioniert tatsächlich gut. Meistens zumindest. Mit jedem Tag kommt Leo dem Friseursalon näher. Und mit gutem Teamwork trägt Leo seine Mähne wieder modern und kurz, bevor der 5. Tag zu Ende geht.

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Leo muss zum Friseur lässt sich mit einfachen Mitteln schwieriger oder auch leichter gestalten. In der schwierigen Variante darf erst geredet werden, wenn der erste Papagei auftaucht oder es wir ein Halt vor Bobos Friseurstuhl eingelegt. Einfacher wird das Spiel mit offenen Handkarten. Damit variiert man, bevor Leos Mähne bis zum Boden reicht.

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Fazit:
Leo muss zum Friseur ist ein Wettlauf mit Memory-Effekt. Nach dem ersten Tag meint man oft, den Friseurstuhl nie aus der Nähe zu sehen. Doch nach und nach lüften sich die Geheimnisse des Dschungels. Das Wissen wird von Runde zu Runde erweitert. Mit den passenden Handkarten könnte das ein Spaziergang werden. Leo durch den Dschungel zu begleiten macht einfach grossen Spass. Leo ist ein Wohlfühl-Löwe, man nimmt ihm seine Mähne nicht übel. 2016 erhielt das Spiel eine Nomination zum Kinderspiel des Jahres – zu Recht! Leo unterhält aber die ganze Familie und rückt, wie so oft bei Memory-Spielen, die Kinder sogar in den spielerischen Vordergrund. Ein klare Empfehlung für ein wunderschönes Spiel!

Leo muss zum Friseur | Autor: Leo Colovini | Verlag: CH: Game Factory / D: Abacusspiele
Teamspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Informationen über Farbe und Zeit im Dschungel | Wiederspielreiz: sehr gross

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Kneipenquiz – Das Original – Spielkritik

Den Ursprung hat das Kneipenquiz, wer hätte das gedacht, in Grossbritannien und Irland. Wahrscheinlich war es denen beim Bier einfach zu langweilig, da haben die eben ein paar Fragen beantwortet. Weil das so gut lief, gibt es nun Kneipenquiz – Das Original. Für alle, die nicht gern in die Kneipe gehen und lieber zu Hause spielen wollen. So entstehen Spiele.

kneipenquiz-das-originalDie Spielschachtel ist einfach klasse. In zwei eingebauten Schubladen verstaut man das gesamte Material, der Spielplan lässt sich aufklappen, auf dem transportablen Tresen findet alles seinen Platz. Kneipenquiz – Das Original macht am meisten Spass, wenn sich mehrere Leute am Spiel beteiligen. Es ist nämlich kooperativ. Alle spielen gegen Bierflaschen, die es in unterschiedlichen Farben gibt. Je nachdem, welchen Schwierigkeitsgrad man wählt, befinden sich die entsprechenden Flaschen im Spiel.
Gespielt wird über 5 Runden, mit je 5 Fragen und 5 Minuten Spielzeit. Während diesen 5 Minuten hat man einiges zu tun. Auf der Quizkarte liest man die Fragen, beantwortet sie auf einen Zettel und sortiert die Wertungs-Plättchen. Die Wertung kann man selber ein wenig manipulieren, indem man die eigenen Antworten einschätzt.

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5 Wertungs-Plättchen zieht man zufällig in jeder Quizrunde vom Stapel. Auf ihnen sind Bierflaschen abgebildet, sowie eine rote und eine grüne Punktzahl. Das Prinzip ist ganz einfach: Beantwortet man eine Frage richtig, zieht die entsprechende Flasche die kleinere, grüne Zahl auf der Punktetafel vorwärts. Beantwortet man die Frage falsch, wandert die Bierflasche die höhere, rote Zahl weiter. Durch geschicktes Setzen der Plättchen, verteilt man die Punkte so, dass man am Ende die Nase vorn hat. Die eigene Spielfigur erhält für jede richtig beantwortete Frage einen Punkt. Bei einigen Bonus-Plättchen liegen weitere Punkte drin – wenn sie bei der richtigen Frage platziert wurde.

Hat man nach der 5. Runde sämtliche Bierflaschen hinter sich gelassen, gewinnt man das Spiel.

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Ganz wichtig bei einem Quiz: Wie sind denn die Fragen? Knifflig! Die Themengebiete sind weit abgesteckt. Es wird auch Fragen geben, die man schnell beantworten kann. Spezialisten gibt es schliesslich in jeder Gruppe. Es bleiben trotzdem noch viele Fragen, an die man sich herantastet oder die man erraten muss. Die Altersangabe ab 16 Jahren ist der benötigten Allgemeinbildung geschuldet und passt so.
Für Schweizer Quizfreunde muss man sagen, dass es einige Fragen gibt, die sehr auf Deutschland bezogen sind. Wirklich störend war das in den Testrunden aber nicht. Oft kommt man mit Kenntnissen in Geographie oder allgemeinem Zeitungswissen weiter.

Fazit:
Schon in der ersten Partie weiss man, weshalb Kneipenquiz – Das Original im Pub so erfolgreich ist. Das gemeinsame Tüfteln an schwierigen Quizfragen diverser Themen ist reizvoll und spannend. Mit den Wertungs-Plättchen meint man zumindest, einen strategischen Vorteil zu haben. Das klappt jedoch nur, wenn die Fragen auch richtig beantwortet werden. Eine Spielgruppe mit breit aufgestellten Themengebieten wird bessere Chancen auf den Sieg haben – logisch. Mit den drei Schwierigkeitsgraden dosiert man das Voranschreiten der Bierflaschen ein wenig, die Fragen bleiben gleich. Die höchste Stufe verzeiht allerdings kaum Fehler. Die Herausforderung steht. Mit 750 Quizfragen lassen sich einige Runden absolvieren. Das Quiz lebt. In allen Testrunden blieb es nämlich NIE bei nur einer Partie. Also ran an die Fragen!

Kneipenquiz – Das Original | Autoren: Tom Zimmermann, Darren Grundorf, Marco Teubner, Heinrich Glumpler | Verlag: moses.
Quiz für 3-6 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Ab 16 Jahren | Benötigt: Breites Allgemeinwissen durch alle Jahrzehnte | Wiederspielreiz: gross

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Tripolo – Spielkritik

Mit Tripolo mal schnell eine Dose aufmachen, ein schnelles Spiel starten, schnell kombinieren und reagieren. Exakt – Tripolo ist ein hektisches Spiel. Auge, Hirn und Hand sollten eine Einheit bilden. Ganz einfach!

tripoloDa Tripolo aus der Dose kommt, sind auch die Karten rund. Sie unterscheiden sich in Buchstaben, Farben oder Gegenstand, der darauf abgebildet ist. Neun Karten werden im Quadrat (3×3) ausgelegt, die restlichen gleichmässig an die Spieler verteilt. Vier Karten des eigenen Stapel darf man in der Hand halten. Auf „Los“ geht’s los!

Mit den Handkarten versucht man, Tripolos zu bilden. Das erledigt man, indem in einer Reihe (gerade oder diagonal) drei gleiche Merkmale liegen. Ein Tripolo muss vom Spieler selber vervollständigt werden. Ob man nun den letzten Buchstaben, die fehlende Farbe oder das gesuchte Motiv legt, spielt keine Rolle. Das Merkmal des eben gebildeten Tripolos nennt man laut, dadurch findet gleichzeitig eine Kontrolle statt. Falsch gelegte Karten muss man nämlich wieder auf die Hand nehmen. Ein Tripolo muss immer neu gebildet werden. Auf eine Reihe mit dem Buchstaben B darf also nicht ein weiterer Buchstabe B gelegt werden.

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Wer zuerst seinen Kartenstapel weggespielt hat, gewinnt. Kann kein Spieler mehr eine Karte spielen, gewinnt derjenige mit den wenigsten Karten.

Fazit:
Tripolo ist ein schnelles Reaktionsspiel. Damit ist das Spiel klar deklariert. Wer das nicht mag, sollte Tripolo gar nicht beachten. Hier benötigt man ein schnelles Auge. Die Reihen müssen pausenlos abgecheckt werden, damit man sie mit einer eigenen Karte komplettieren kann. Das muss schnell gehen, sonst haben die Mitspieler die Bedingungen bereits verändert. Die ganze Hektik sorgt durchaus für Unterhaltung. Mit der kleinen Dose packt man das Spieler überall rein und trägt den Spielspass immer mit. Einfache Regeln und, in doppelter Hinsicht, schneller Spielspass – Tripolo.

Tripolo | Autorin: Maureen Hiron | Verlag: Game Factory
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 10 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Eine rasante Auslage | Wiederspielreiz: gross   

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