Die verrückten Kreaturen, die Gardlings, suchen sich einen Platz im Garten. Nur vor den Gnomen muss man sich bei diesem Puzzlespiel in Acht nehmen. Zu viele schaden dem Garten. Also Vorsicht beim Ziehen von neuen Plättchen.

Alle erhalten einen Beutel mit einigen Startplättchen für das spätere Garten-Puzzeln. Da sind vor allem Gnome und Doppel-Gnome im Beutel, aber auch zwei Glücksschweinchen. Auf dem Tisch platziert man das Markttableau mit Plättchen von weiteren Garten-Kreaturen. Auch einige Münzen legt man dort aus. Zum Marktplatz geht man aber erst nach Ablauf der ersten Runde.
Und so wird gespielt:
Der Mechanismus „Bag Building“ ist seit Die Quacksalber von Quedlinburg bestens bekannt. Aus einem Beutel zieht man Plättchen um Plättchen und riskiert so lange, bis man hoffentlich rechtzeitig aussteigt. Ein Scheitern würde bedeutend weniger Ertrag bringen. Bei Gardlings ziehen wir Gartenplättchen aus dem Beutel, die an den Rändern halbe Edelsteinformen besitzen. Fügt man diese Plättchen mit den Edelsteinen passend zusammen, kann man sich später ein neues Gartenplättchen kaufen.

In der ersten Phase spielen alle gemeinsam. Alle ziehen Plättchen um Plättchen aus dem eigenen Beutel und puzzeln die Teile bestmöglich zusammen. Edelsteine müssen passend aneinander gelegt werden, auch leere Verbindungen müssen passen. Nach jedem Plättchen entscheidet man, ob man noch ein weiteres zieht oder stoppt. 6 oder mehr Gnome im Garten lösen einen Gnomalarm aus und die aktuelle Gartenmission scheitert. Da man zu Beginn 8 Gnome im Beutel hat, sollte man vorsichtig sein.
Für die Anzahl der kompletten Edelsteine im Garten darf man sich auf dem Markt ein neues Plättchen kaufen. Ein Gnomalarm mindert die Summe um 3 Edelsteine. Je teurer ein neues Plättchen ist, desto mehr Vorteile bietet es an. Die Anzahl kombinierbarer Edelsteine steigt und im Beutel verringert sich die Wahrscheinlichkeit mit jedem Plättchen, um an die Gnome zu gelangen.

Auf den Plättchen findet man aber auch neue Gardlings, die Garten-Kreaturen. Da gibt es Gärtner mit Triple-Edelsteinen oder Glücksschweine, die Geld bringen. Da sind Einhörner, die ihre Position wechseln können oder Paradiesvögel mit Joker-Edelsteinen. Runde für Runde baut man im Beutel seine Sammlung aus. Münzen holt man sich über die Kreaturen oder auf dem Markt. Man darf sie ebenfalls für den Kauf eines neuen Plättchen nutzen. Hat man einmal zu wenig Edelsteine für einen Kauf, darf man sich wenigstens ein Glücksschweinchen vom Markt nehmen.
Nach jeder Runde sammelt man seine Plättchen wieder im Beutel und startet mit der ersten Phase. Mit 17 (oder wahlweise 20) Edelsteinen am Ende einer Runde endet die Partie sofort. Die Siegeszahl muss ohne Münzen erreicht werden.
Mit einer etwas härteren Profi-Variante (grösserer Verlust bei Gnomalarm, Lücken bilden, veränderter Glücksschweinchen-Effekt) gibt es eine knackigere Version im Angebot. Und mit Missionsplättchen kann man in jeder Runde ein zusätzliches Ziel einbauen, das beim Erreichen einen Bonus bringt.
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Fazit zu Gardlings
Das Gartenbauspiel ist eine grosse Puzzle-Aufgabe, die mit jedem Plättchen wächst. Der Griff in den Beutel bringt neue Plättchen und hoffentlich nicht zu viele Gnome. Denn sonst sollte man das Risiko gut abwägen. Zu viele Gnome minimieren den Einkauf auf dem Markt doch empfindlich. Dort entscheidet man sich, neben dem Plättchen mit den Edelsteinen auch für eine Kreatur, die sehr hilfreich sein kann. Ob man in der nächsten Runde die Plättchen in der gewünschten Reihenfolge zieht, ist wieder ein anderes Thema. Man weiss eben nie, was aus dem Beutel kommt. Mit jedem zusätzlichen Plättchen arbeitet man aber an der Wahrscheinlichkeit.
Das Puzzeln macht Spass, man erkennt die Entwicklung, die das Spiel nimmt und bestimmt das eigene Risiko selber. Die Abläufe sind allerdings ein wenig repetitiv. Man baut doch einige Male seinen Garten zusammen und sammelt die Plättchen wieder ein. Auch die Profi-Variante und die kleine Erweiterung ändern am ewig gleichen Ablauf wenig. Sie steigern dafür die Anforderungen minim.
Fazit zu Gardlings
Autor: Kristian A. Ostby, Maria Ostby
Illustrationen: Gjermund Morkved Bohne, Daniel Müller
Verlag: Schmidt Spiele
Spielerzahl: 1 – 5 Personen
Spieldauer: 30 – 45 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Edelsteine im Garten
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie




