In unserem Reservat sorgen wir für optimale Bedingungen, damit sich die Tierarten sicher und wohl fühlen. Runde für Runde wählen wir bei Kavango neue Karten und engagieren uns an unterschiedlichen Stellen zum Wohle der Tiere.

Kavango benötigt in erster Linie einmal viel Platz auf dem Tisch. Auf einem kleineren Spielplan in der Tischmitte zählen wir die Punkte und erhalten Forschungsaufgaben für die drei Durchgänge. Zudem setzen dort gemeinsam Geld für den Klimaschutz ein. Das eigene Tableau bietet Platz für 24 Tiere. Ergänzt wird es mit einem Tableau für den Habitatschutz und den Wildtierschutz. Die Tierkarten mischt man in drei Decks gut durch, dazu kommt ein Aktionskartendeck. Eine Spezialistenkarte sorgt für einen persönlichen, kleinen Spielvorteil. 2 Tiere erhält man vor Spielbeginn in die eigene Auffangstation. Und schliesslich erhalten alle von den unterschiedlichen Kartendecks eine bestimmte Anzahl an Karten in die Hand.
Und so wird gespielt:
Vier zufällige Forschungsaufgaben zeigen an, wie man während der Partie zu Punkten, aber vor allem zu Geld kommt. Die Karten liegen offen aus und gelten für alle.
Nun geht es Runde für Runde nach demselben Schema voran. Erst verschafft man sich einen Überblick über seine Handkarten. Eine Karte wählt man aus, die man gleich spielen will. Kavango ist ein Drafting-Spiel. Die Karten wandern reihum weiter und immer wieder wählt man eine neue Karte. 10 Spielrunden lang macht man das so, einige Karten bleiben übrig.

Im Spiel gibt es die Produzenten-Karten (Gras, Fisch, Bäume und Wirbellose), die man sammeln kann. Sie sind aber lediglich die Grundlage, um überhaupt Tiere anzusiedeln. Denn Tierkarten kann man erst ausspielen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Tiere fordern bestimmte Pflanzen, bestimmte Tierarten oder auch Schutz. Erfüllt man alle Vorgaben einer Tierkarte, holt man ein Tier in sein Reservat. Und schliesslich gibt es noch Aktionskarten, mit denen man Geld erhält, in den Klimaschutz investiert oder eine Umsiedlung macht. Eine gewählte Karte muss man sofort nutzen. Bei Aktionskarten und Produzenten ist das auch sofort möglich.
Hat eine Tierkarte nicht die geforderten Voraussetzungen, kann man sie in der Auffangstation zwischenlagern. Sobald man die Voraussetzungen erfüllt, kann man die Tiere von dort einsetzen. Der Platz in der Auffangstation ist allerdings auf drei Tiere begrenzt.
Nach dem Wählen und Spielen der Karte darf man in der dritten Phase Forschungsaufgaben erfüllen oder Geld investieren. Während man bei den Forschungsaufgaben wechselnde Ziele hat, mit denen man Geld und Punkte macht, schafft man mit den Investitionen wieder Voraussetzungen für grössere Tiere.

Abschliessend reicht man den Kartensatz nach links weiter und die Auswahl beginnt von vorne. So optimiert man sein Reservat ständig und schafft bessere Voraussetzungen, denn die Tiere fordern auch immer mehr. Mit den Aktionskarten kann man auch bereits abgelegte Karten zurückholen. Mit Renaturierungskarten holt man sich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch Produzenten. Das alles kostet Geld. Es gibt dafür immer einen spielerischen Notausgang.
Am Ende, nach drei Durchgängen mit neuen Karten, zählt man die Punkte aller untergebrachten Tiere. Dazu gibt es Punkte für eine grosse Biodiversität, einen grossen Einsatz im Klimaschutz (8 Mio.) und die höchste Stufe im Habitat- und Wildtierschutz. Wer die meisten Punkt hat, gewinnt Kavango.
Optional kann man noch mit persönlichen Zielkarten spielen, mit denen man Tiere mit bestimmten Eigenschaften (erkennbar an Symbolen auf den Karten) in sein Reservat locken muss.
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Fazit zu Kavango
Das Kartensammelspiel orientiert sich am Kavango-Zambesi-Schutzgebiet, das sich über 5 Länder Afrikas erstreckt und das grösste länderübergreifende Naturschutzgebiet der Welt ist. Dort versuchen wir, Runde für Runde die Voraussetzungen zu schaffen, um möglichst viele Tiere anzusiedeln. Mit einem klassischen Drafting-System holen wir uns Produzenten und Tiere in einer passenden Reihenfolge. Wir erkennen die Abhängigkeiten und planen voraus, soweit das möglich ist.
Nebenbei verbessern wir mit dem gewonnenen Geld aus den Forschungsaufgaben die Rahmenbedingungen, damit wir noch speziellere Tierarten ansiedeln können. Es ist ein schön verzahntes Spiel, das uns erwartet, bei dem wir immer neue, kleine Entscheidungen treffen, die am Ende zum grossen Ziel beitragen. Kavango ist auch ein belohnendes Spiel, weil man immer voran kommt und einen nächsten Schritt angehen kann. So hat man bis am Ende das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Das passt spielerisch und thematisch gut zusammen und macht Freude. Nur die Tableaus sind etwas gross geraten und benötigen sehr viel Platz auf dem Tisch.
Fakten zu Kavango
Autor: Matt Brown, Zara Reid
Illustrationen: Matt Brown
Verlag: Schmidt Spiele
Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Gute Tierkombinationen
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Kenner




