Four Planets – Spielkritik

Im Weltall suchen wir nach Spezialisten, die unserem Heimatplaneten frischen Schwung verleihen. Bei Four Planets senden wir unsere Raumschiffe aus und suchen nach den besten Weltraumforschern. Das Kartensammelspiel ist für 2 Personen.

Four Planets

Auf dem Tisch legen wir den Spielplan mit den vier Planeten aus, die wir erreichen wollen. Auf jedem Planeten gibt es zwei Spezialisten, die wir zufällig mit Karten dort auslegen. Vier Raumschiffe besitzen wir zu Beginn. Im Laufe der Partie können wir uns weitere Raumschiffe, aber auch Boost-Plättchen und Geld verdienen. Über 5 Runden schicken wir im direkten Duell unsere Raumschiffe los und sammeln unser Spezialisten-Team ein. Welche Themen besonders gefragt sind, müssen wir ebenfalls erst herausfinden. Von 4 Erkundungskarten kennen wir bei Beginn der Partie erst eine.

Und so wird gespielt:

In einer ersten Phase entsenden wir unsere Raumschiffe. Abwechselnd legen wir eines oder mehrere Raumschiffteile unter die Planeten. Jeder Planet darf nur einmal angeflogen werden, ein Nachlegen ist also nicht möglich. Um in der nächsten Phase zuerst zum Zug zu kommen müssen wir das grösste Raumschiff besitzen oder zuerst den Flug unternommen haben. Das Legen der Raumschiffe ist also mit einem gewissen Taktieren verbunden. Schliesslich spielen wir um die ausliegenden Spezialisten.

Four Planets

In Phase 2 holen wir die Spezialisten zu uns auf die Hand. Von links nach rechts rekrutieren wir auf den vier Planeten. Das grössere Raumschiff startet, sonst das zuerst entsandte. Von den zwei Spezialisten wählt man einen aus und nimmt ihn auf die Hand. Die zweite Person muss nehmen, was übrig bleibt.

Bleiben Spezialisten übrig, entfernt man sie von den Planeten. Das kann durchaus vorkommen, da man unterschiedlich grosse Raumschiffe auf die Planeten schickt und nicht überall mitbietet. In der dritten Phase spielt man seine Spezialisten aus. Dadurch kommen sie in die eigene Sammlung, in der sie auch liegen bleiben. Spezialisten gibt es in fünf Farben, einige sind kostenlos, andere kosten 1 oder 2 Münzen. Bezahlen kann man mit den Karten selber, denn jede Karte hat auch noch einen Münzenwert. So sucht man sich eine gute Mischung zwischen Ausspielen und Bezahlen der Karten. Höchstens eine Karte darf man in die nächste Runde mitnehmen und auf der Hand behalten.

Four Planets

Mit den richtigen Spezialisten bringt man Schwung in seine Sammlung. Je 2 Spezialisten derselben Farbe ermöglichen sofort eine Bonus-Aktion: ein zusätzliches Raumschiff-Teil, eine Münze, eine verdeckte Karte in die Sammlung legen oder ein Boost-Plättchen schnappen für zusätzliche Punkte am Spielende.
Mit zwei blauen Spezialisten erwirbt man mehr Wissen. Man darf sich eine weitere Erkundungskarte anschauen. Die Erkundungskarten bringen am Ende einen Farbbonus, wenn man beim Sammeln auf die richtige Farbe gesetzt hat.

Über 5 Runden legt man neue Spezialisten aus, setzt seine Raumschiffe und sammelt Karten. Am Ende zählt man die Punkte auf seinen Karten, den Boost-Plättchen und den Farbbonus, der in jeder Partie anders ausfällt. Wer am meisten Punkte hat, gewinnt.
Mit Gebäudekarten kann man optional weitere kleine Effekte ins Spiel bringen. Vor Beginn wählen die Duellanten aus vier Karten zwei Gebäude aus, die sie während der Partie nutzen dürfen. Die 15 Gebäude bringen unterschiedliche, kleine Spielvorteile, die immer in einer Art hilfreich sind.


Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…


Fazit zu Four Planets

Thematisch ist Four Planets ziemlich aussergewöhnlich aufgestellt. Die Spezialisten sind allesamt Tiere und daher die Story auch nicht realistisch. Das Thema ist ganz einfach Mittel zum Zweck in diesem 2-Personen-Spiel. Doch wir haben hier ein sehr unterhaltsames Einsetz- und Sammelspiel, bei dem man sein eigenes Raumfahrprogramm durch die passenden Spezialisten stetig ausbaut. Gleich an mehreren Stellen schraubt man an Optimierungen. Das Kartenmanagement zwischen Geld und Punkte ist ebenso wichtig, wie der Zeitpunkt bei einer Spezialisten-Verpflichtung. Kennt man die Bonuspunkte-Vergabe frühzeitig, passt man seine Sammlung ebenfalls an.

Punkte holt man sich über verschiedene Wege. Manche Wege erschliessen sich allerdings erst im Laufe der Partie. Das verändert die Ausgangslage in jeder Partie und die Spannung bleibt erhalten. Thematisch habe ich von Four Planets erst nicht viel erwartet, spielerisch hat es mich aber überzeugt.


Fakten zu Four Planets

Autor: Piotr Dachtera
Illustrationen: Denis Martynets
Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 2 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Eine perfekte Spezialistengruppe
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert