Oh my Socks! – Spielkritik

Wir kennen alle das Problem mit der Waschmaschine. Irgendwie scheint sie das Bermudadreieck für Socken zu sein und lässt sie permanent verschwinden. Doch diesem Mythos gehen wir auf die Spur. Wir sammeln und sortieren bei Oh my Socks! die Socken, die am Ende nämlich nur paarweise Punkte bringen.

Oh my Socks!

Das längliche Kartenformat des Schweizer Verlags Helvetiq ist mittlerweile bekannt. Diesmal finden wir Socken auf den Karten, in der Häufigkeit ihres Zahlenwerts. Von den Socken mit der 7 gibt es also beispielsweise exakt 7 Exemplare im Spiel. So füllen wir zuerst unsere Waschmaschine mit allen Sockenkarten und stapeln sie auf dem Tisch. Unter den letzten 10 Karten befindet sich die Waschmaschinenkarte, die das Spielende ausruft.

Und so wird gespielt:

Nach der kurzen Vorbereitung schauen wir uns die Bescherung in der Waschmaschine an. Der Reihe nach führen alle einen Spielzug durch, bis die Waschmaschinenkarte erscheint. Dann ist sofort Schluss und es geht an die Wertung. Wer am Zug ist, deckt zwei Karten vom Stapel der Waschmaschinenkarten auf und sieht sich seine Beute an.

Oh my Socks!

Eine der Sockenkarten behält man bei sich in der Sammlung, die andere gibt man jemandem weiter. Ein Pfeil auf jeder Sockenkarte zeigt an, in welche Richtung man verschmähte Socken schieben muss. Die eigene Socke legt man offen vor sich aus. Gibt es bereits mehrere Socken derselben Art, stapelt man sie halb übereinander, um die Anzahl der Karten immer gut zu erkennen. Wer eine Socke geschenkt bekommt, muss sie ebenfalls bei sich ablegen. Ein Geschenk darf nie abgelehnt werden. Wir wollen ja höflich bleiben beim Spielen.

So füllen sich langsam die Sammelbereiche und der Waschmaschinenkartenstapel leert sich. Unter den Karten gibt es einige Spezialkarten, erkennbar an einem Symbol am unteren Ende. Die Effekte dieser Karten treten nur in Kraft, wenn man sie selber bei sich auslegt. Mit einem Geschenk zieht man die oberste Karte des Nachziehstapels und legt sie verdeckt zu jemandem hin. Verdeckte Geschenke deckt man erst am Ende der Partie auf.
Mit einem Rettungsring rettet man eine einzelne Socke aus der Sammlung einer anderen Person. Nur Einzelsocken kann man auf diese Weise zu sich in die Sammlung holen. Einmalig ist die Supersocke. Erwischt man sie, kann man sie einem beliebigen Kartenwert zuordnen. Eine Supersocke kann man mit jedem anderen Motiv tragen.

Oh my Socks!

Die Waschmaschine beendet das gemütliche Socken sammeln sofort. Die verdeckten Geschenke zeigen nun ihren Inhalt. Die während der Partie erhaltenen Geschenk-Karten muss man nun seiner Sammlung hinzufügen. Danach geht es zur Wertung, in der nur Sockenpaare zugelassen sind. Besitzt man also Sockenmotive in ungerader Anzahl, entfernt man sie vom Tisch. Sockenmotive in gerader Anzahl bringen Punkte in der Anzahl ihrer aufgedruckten Sterne. Wer die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt den Kampf gegen die Waschmaschine.

Im Spiel zu zweit bleiben die Regeln unverändert. Man spielt die Socken allerdings auf einer Seite beim Weiterreichen aus dem Spiel und wirft sie ab. So bleiben nicht alle Socken bis zum Ende in der Partie.


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Fazit zu Oh my Socks!

Das kleine Kartenspiel ist ein richtiges Wohlfühlspiel, das sich endlich der Problematik der verschwundenen Socken annimmt. Nach jedem Waschgang steigt die Spannung, ob sich genügend Paare bilden lassen. Und so ist das hier auch spielerisch. Jeder Spielzug ist nur eine kleine Entscheidung, manchmal für und manchmal gegen eine Socke. Es braucht ganz wenig, um eine Spielsituation zu verändern. In diesem Fall betrifft es meistens die Wertung, die mit der Anzahl gelingt oder misslingt. Und das Dilemma kann ganz unterschiedlicher Natur sein. Mal muss man aus zwei gleichartigen Socken wählen, mal will man eine bestimmte Socke nicht nach links oder rechts weiterreichen und mal ist der Effekt wichtiger als die Socke selber. Natürlich sind einige Dinge dem Zufall überlassen, doch das Sammeln der bunten Sockenmotive macht enorm Spass und entscheidet sich erst mit den geschenkten Socken am Ende der Partie.


Fakten zu Oh my Socks!

Autoren: Antoine Bauza, Théo Rivière
Illustrationen: Camille Chaussy
Verlag: Helvetiq

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Socken in Paaren
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

sehr gutes Spiel

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