Gleich vier Fraktionen kämpfen bei Duell um Cardia um die Macht. Mit einem identischen Kartendeck starten die Duellanten ins Spiel. Wer holt sich die begehrten Siegelringe und entscheidet das 2 Personen-Spiel für sich?

Je 16 Charakterkarten erhalten die duellierenden Personen. Für das Grundspiel benötigt man lediglich eine Schauplatzkarte für die Spielrichtung der Karten. Zudem legt man einige Siegel, Modifikatoren und Dauermarker griffbereit. Die je 16 Charaktere auf den Karten sind bei beiden Personen identisch. Den Kartenstapel mischt man gut durch und zieht 5 Karten auf die Hand. Damit ist das Duell bereit.
Und so wird gespielt:
Werfen wir zuerst noch einen Blick auf die Karten. Es gibt insgesamt vier Fraktionen, erkennbar an den Farben. Zudem besitzt jede Karte einen Einflusswert von 1 bis 16. Jeder Charakter hat eine gewisse Eigenschaft, die allerdings nicht in jedem Fall zum Einsatz kommt. In einer Runde spielt man Karte gegen Karte, man nennt es eine Begegnung. Gespielte Karten legt man einander gegenüber. Sie bleiben liegen und können allenfalls durch Fähigkeiten später noch beeinflusst werden. Entscheidet man eine Begegnung für sich, erhält man ein Siegel. Mit 5 Siegeln gewinnt man die Partie.

So eine Begegnung spielt sich ganz simpel. Beide Parteien wählen eine Karte und legen sie verdeckt vor sich aus. Die Karten deckt man gleichzeitig auf. Wer den höheren Einfluss gewählt hat, gewinnt die Runde und damit ein Siegel, das man auf die Karte legt. Bei einem Gleichstand geschieht nichts. Die Person, die in der Begegnung unterliegt, darf dafür die Fähigkeit ihrer Karte aktivieren. Und diese Fähigkeiten haben es in sich. Da lassen sich Karten auf oder abwerten, sicher geglaubte Begegnungen gehen verloren, Gleichstände lösen sich in Luft auf, etc. Im besten Fall kann man die Partie auch direkt gewinnen.
Da beide Seiten dieselben Karten in ihrem Deck haben, kann man sich ausrechnen, was noch alles kommt. Es ist eher die Frage, wann die Karten auftauchen und ob sie ihre Fähigkeiten dann auch nutzen dürfen. Durch nachträgliche Veränderungen des Einflusses lassen sich auch die Siegel noch einmal verschieben.
Nach dem Legen und Abhandeln einer Karte zieht man wieder eine nach. Das Spiel endet, wenn jemand 5 Siegel hat oder eine Person keine Karte mehr spielen kann. Wer es schafft, die Sieg-Fähigkeiten einer Karte zu aktivieren, gewinnt sofort.

Duell um Cardia ist ein sehr gutes Beispiel für ein leicht veränderbares Spiel. So gibt es ein zweites Kartendeck mit weiteren Fähigkeiten, das man nutzen kann. Einzelne Schauplätze bringen leicht veränderte Regeln, mit denen man sein eigenes Spiel wieder anpassen muss. Und wer das Spiel schon gut kennt, kann die Decks auch kombinieren. Man sollte jedoch immer mit identischen Decks antreten.
Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
Fazit zu Duell um Cardia
Die Art dieses Kartenduells ist nicht neu. Zwei Personen spielen eine Karte und vergleichen ihren Einfluss. Speziell ist bei Duell um Cardia, dass nur die Verliererkarte ihre Fähigkeit nutzen darf. Je höher der Kartenwert ist, desto besser scheint auch die Fähigkeit zu sein. Will man die Fähigkeit der Erfinderin mit der 15 nutzen, muss man gegen die 16 verlieren. Da braucht es schon ein gutes Einfühlungsvermögen, um zu erkennen, wann die 16 auf der gegenüberliegenden Seite eingesetzt wird. Da ist der Einsatz des Saboteurs mit der 5 schon eher möglich.
Und schliesslich muss man mit allem rechnen. Der genannte Saboteur vernichtet beispielsweise zwei Karten vom gegnerischen Kartendeck. Es ist also möglich, dass nicht sämtliche Karten auch im Spiel erscheinen. Nach einigen Partien erkennt man kleine Winkelzüge und die Möglichkeiten aller Karten. Ob man das Spiel mit Siegeln mutig vorantreiben will oder auf einzelne Fähigkeiten setzt, ist aber auch eine Frage des Timings. Es ist in jeder Partie spannend, wie die Entwicklung verläuft. Mit dem zweiten Kartendeck und den verschiedenen Schauplätzen variiert man die Bedingungen. Das Spiel hat eine schöne Spieltiefe, aber einen einfachen Ablauf.
Fakten zu Duell um Cardia
Autoren: Mathieu Rivero, Faouzi Boughida
Illustrationen: Dominik Mayer, jonas Schmutzler, Ingram Schell, Qistina Khalidah, Florian Herold
Verlag: Hans im Glück
Spielerzahl: 2 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 9 Jahren
Benötigt: Siegel zum Sieg
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Kenner




