Wer sich das Legespiel My Seven ansieht, denkt zwangsläufig an Rummykub oder Scrabble. Die Spielsteine auf kleinen Bänken warten auf ihre Auslage auf dem Tisch. Mit den tierischen Motiven setzt man zu einem klassischen Familienspiel an.

Auf den Spielsteinen findet man 8 Tierfamilien mit je 11 Tieren. Darunter mischen sich noch ein paar Kleeblätter als Joker-Steine. Sämtliche Steine legt man verdeckt auf den Tisch. Als Startkapital nehmen sich alle drei Spielsteine und setzen sie auf ihre Bänke. Neben den verdeckten Steinen legt man die Sieben-Marker bereit, inklusive des Doppel-Sieben-Markers. Damit ist alles angerichtet.
Und so wird gespielt:
Gespielt wird klassisch reihum. Jeder Spielzug beginnt mit einem Blick auf die verdeckten Spielsteine auf dem Tisch. Liegt dort kein offener Stein aus, darf man einen beliebigen Stein wenden. Danach nimmt man sich zwei Steine aus der Auslage. Ob offen oder verdeckt, ist frei wählbar. Besitzt man eine leere Bank, darf man sich sogar drei Steine nehmen.

Damit hat man seinen Vorrat aufgefüllt und geht zu den Aktionen über. Die Aktionen sind beliebig oft und in beliebiger Reihenfolge durchführbar. Hat man mindestens 2 Tiere der gleichen Familie auf der Bank, darf man sie auf dem Tisch vor sich auslegen. Eine bereits vor sich liegende Tierfamilie kann nicht erneut ausgelegt werden.
Dafür darf man einzelne Steine an seine Tierfamilien auslegen. Das gilt übrigens auch für Joker-Steine. Man legt die Kleeblätter einfach zur gewünschten Tierfamilie.
Tierfamilien mit gleich vielen Steinen darf man mit anderen Personen tauschen. So lassen sich beispielsweise vier Igel mit vier Schmetterlingen tauschen. Nach einem Tausch ist es möglich, zwei Igelfamilien vor sich liegen zu haben. Das ist erlaubt, die Familien dürfen allerdings nicht zusammengefügt werden.
Ein Mal während der Aktionsphase darf man 2 Spielsteine offen auf den Tisch legen und dafür einen anderen Spielstein von dort nehmen.

Und nicht zuletzt darf man Kleeblätter auslösen, wenn man sie durch einen korrekten Stein ersetzen kann. In bunter Mischung der Aktionen ergeben sich manchmal kleine Kettenreaktionen, bei denen man Tierfamilien tauscht und weiter vergrössert. Das ist wichtig, denn ergänzt man eine Familie mit dem 7. Mitglied, nimmt man sich einen Sieben-Marker. Schnappt man sich zu einem späteren Zeitpunkt gar einen zweiten Sieben-Marker, erhält man auch noch den Doppel-Sieben-Marker und läutet das Spielende ein. Dann sind alle anderen Personen noch genau einmal an der Reihe. Es folgt die Wertung.
Jeder Spielstein in der eigenen Auslage ist einen Punkt wert. Dazu addiert man allenfalls noch einen Punkt für jeden Sieben-Marker und 2 Punkte für den Doppel-Sieben-Marker. Mit der höchsten Summe gewinnt man das Spiel.
Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
Fazit zu My Seven
Das Aussehen, die Spielsteine, die Bänke – alles erinnert bei My Seven an ein klassisches Brettspiel. Das Spielgefühl während der Partie ändert wenig daran, obwohl das Legespiel mit kleinen modernen Kniffen überrascht, ohne komplex zu werden. Durch das Tauschen der Tierfamilien holt man sich allenfalls gewünschte Tierarten, die man mit eigenen Steinen ergänzen kann. Gegenseitig schaukelt man die Grösse der einzelnen Reihen in die Höhe, denn am Ende zählt jeder Stein. DIE Strategie gibt es beim Sammeln der Tiersteine nicht. Die Sieben-Marker bringen zu wenige Punkt, um die Partie schnell zu entscheiden. Oft sind lange Tierreihen erfolgreicher. Daher lohnt es sich einfach, möglichst effizient seine Sammlung voranzutreiben und vielseitig aufgestellt zu sein.
My Seven ist ein klassisches Sammel- und Legespiel, bei dem man generationenübergreifend schnell den Einstieg findet. Trotz einiger Aktionen spielt es sich flüssig. Das Sammeln ist einfach und macht in einem einfachen Setting Spass.
Fakten zu My Seven
Autor: Michael Schacht
Illustrationen: Christin Alcouffe, Leon Schiffer
Verlag: Schmidt Spiele
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Tierisch lange Reihen
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




