Adlung-Spiele hat viele kleine, meist einfache Kartenspiele veröffentlicht, darunter auch 1995 Speed. Nachdem das Spiel auf der Nominierungsliste für das Spiel des Jahres stand, war es über Jahre äusserst erfolgreich. Nun gibt es eine Neuauflage in einer etwas grösseren Schachtel.

Grund für die Neuauflage ist die Nachfrage und auch das Verändern der Schachtelgrösse. Die ganz kleinen Formate im Streichholzschachtel-Format wurden in den Regalen der Geschäfte schlecht gefunden. Mit Carletto hat der Verlag nun aber einen Partner, der das ändert. Nach Angaben auf der Webseite von Adlung sollen noch weitere Spiele eine neue Schachtelgrösse.
Und so wird gespielt:
Speed ist ein reines 2 Personen-Spiel. Ob es das schnellste Kartenspiel für 2 Spieler ist, wie es auf der Schachtel steht, weiss ich nicht. Zumindest damals war das gut möglich. Mit Reinhard Staupe zeichnet sich auch ein bekannter Autor für das Spiel verantwortlich, der mittlerweile schon viele andere Ideen verwirklicht hat. Auf den vielen Karten des Spiels findet man jeweils ein Motiv in variabler Anzahl und einer Farbe.

Die 60 Karten werden gemischt und gleichmässig an die Duellanten verteilt. Eine Karte legt man verdeckt in die Mitte, die restlichen Karten legt man als persönlichen Nachziehstapel vor sich aus. Vom eigenen Stapel nimmt man drei Karten in die Hand. Während der ganzen Partie sind immer drei Karten in der Hand. Wer eine spielt, darf sofort eine Karte nachziehen.
Auf ein Kommando wenden beide Personen ihre verdeckte Karte auf dem Tisch. Die beiden Karten bilden nun die Ablagestapel, auf die man möglichst schnell seine Handkarten spielen soll. Beide Stapel dürfen jederzeit verwendet werden. Für das Ablegen gibt es natürlich ein paar wenige Regeln: gleiches Motiv, gleiche Farbe oder gleiche Anzahl! Stimmt nur ein Kriterium überein, legt man seine Karte schnellstmöglich auf den passenden Stapel.

Nun kommt sehr viel Schwung in die Sache. Karte nachziehen, Karte ablegen, Situation abchecken – die Hirn-Hand-Koordination läuft auf Hochtouren und die Karten wirbeln nur so über den Tisch. Wer seinen Kartenstapel zuerst weggespielt hat, gewinnt. Das dauert meist nicht sehr lange und hat sehr oft weitere Partien zur Folge.
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Fazit zu Speed
Ich habe Speed in einer mittlerweile total abgegriffenen Version bei mir in der Schule im Einsatz. Das Spiel fördert die Konzentration, man behält während der gesamten Spielzeit den Fokus auf die Karten und sucht nach der besten Ablage für seine Karten. Fortschritte sind mit jeder Partie erkennbar. Das Ganze funktioniert zudem nach kürzester Einführung, denn die Legeregeln erkennt man sofort, wenn man einen Blick auf die Karten wirft. Der Rest ist eine Frage der eigenen Geschwindigkeit – rein gedanklich und mit den Händen. Der schnörkellose Temporausch gelingt auch heute noch und punktet durch seine Einfachheit. Neue Schachtel – altes und gutes Spiel!
Fakten zu Speed
Autor: Reinhard Staupe
Illustrationen: Dennis Lohausen
Verlag: Adlung Spiele
Spielerzahl: 2 Personen
Spieldauer: 3 – 5 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Motive, Farben, Mengen
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie




