Picky – Spielkritik

In der Ferne hören wir schon das Geräusch der Strassenkehrmaschine, da sammeln die Eichhörnchen noch flink die letzten Gegenstände von der Strasse. Picky ist ein kurzweiliges Merk- und Sammelspiel, bei dem man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen darf.

Picky

Der Parkplan ist eine lange Strasse, an dessen Ende die Kehrmaschine heranrauscht. 5 zufällige Karten legt man auf der Strasse aus. Die restlichen Karten, auf denen sich 5 unterschiedliche Nahrungsarten befinden können, legt man als verdeckten Stapel neben der Strasse aus. Eine vorgegebene Anzahl an Eicheln platziert man neben dem Spielplan. Alle erhalten eine Startkarte mit einer ersten Nahrungsart drauf. Die Karte schaut man sich an, merkt sich das kleine Goodie und legt sie verdeckt auf das eigene Sammel-Tableau.

Und so wird gespielt:

Der Reihe nach entscheiden sich alle für eine von zwei Aktionen. Als erste Möglichkeit nimmt man alle Nahrungskarten einer Art von der Strasse und legt sie verdeckt auf den eigenen Wertungsstapel. Dabei sollte man sich erneut gut merken, was man sich da gerade von der Strasse genommen hat. Denn die wichtigste Regel im Spiel heisst: Stapel dürfen nie angeschaut werden.

Picky

Als zweite Aktionsmöglichkeit, darf man alle Karten einer Nahrungsart von der Strasse nehmen und abwerfen. Wählt man diese Aktion, muss man allerdings eine Eichel zu sich nehmen. Bei beiden Aktionen füllt man die Karten auf der Strasse wieder auf. So schrumpft der Nachziehstapel stetig.
Irgendwann erscheinen Jahreszeiten-Karten, die man sofort auf der Strasse platziert. Sie verkleinern die Auswahl der Karten in den nächsten Runden. Mit dem Erscheinen der Winter-Karte endet die Partie sofort.

Clou des Spiels ist das Sammeln der Karten in der passenden Anzahl. 2, 3 oder 4 Karten einer Art bringen Pluspunkte. Zu viele oder zu wenige Karten sorgen für Minuspunkte. Gewertet wird am Ende jede der 5 Nahrungsarten. Die genommenen Eicheln muss man gleichmässig unter den Nahrungsarten aufteilen. Sie beeinflussen das Ergebnis.

Picky

In einer Spielvariante pickt man die Dinge noch spezieller von der Strasse weg. Erst einmal ist die Wertung strenger und bestraft knapp verpasste Ziele mit noch mehr Minuspunkten. Dafür lässt sich das Spielziel drehen. Sind im Ablagestapel bei zwei oder mehr Nahrungsarten mehr Karten vertreten als Personen am Spiel teilnehmen, gewinnt plötzlich die Person mit den wenigsten Punkten. Spielt man mit dieser Variante, muss man sich also auch noch die Karten im Ablagestapel merken.


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Fazit zu Picky

In jedem der bisher erschienen Spiele in den Midi-Schachteln von Game Factory ist die Gestaltung einfach grandios. Und auch diesmal fehlt der kleine, tierische Comic nicht, der schon in den Schachteln von Alpaka, Birdie und Foxy zu finden war. Bei Picky übernehmen nun die süssen Eichhörnchen, die sich einfach alles von der Strasse klauben, was sie so finden. Zu viel wäre allerdings schlecht für den Magen, also schön merken, wie viel man von was eingepackt hat. Mit dem Ablegen von Karten besitzt man einen kleinen Ausweg, damit man nicht zu viele Minuspunkte einfängt. Irgendwie muss man beim Sammeln aber einen guten Mittelweg finden, um die richtigen Portionen zu erwischen.

Mit der Variante erhält der Ablagestapel ebenfalls eine Hauptrolle. Ein Spiel lässt sich total drehen, wenn man es schafft, genügend gleiche Karten abzulegen. Noch mehr Aufmerksamkeit ist gefragt. Picky ist ein flottes Merk- und Sammelspiel für die ganze Familie. Die Überraschungen erscheinen ganz am Ende beim Kontrollieren der Kartenstapel.


Fakten zu Picky

Autor: David Spada
Illustrationen: Stefano Tartarotti
Verlag: Game Factory

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Nahrung, aber nicht zu viel
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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