Heckmeck für unterwegs

Heckmeck am Bratwurmeck – das Würfelspiel von Reiner Knizia gibt es jetzt auch in der handlichen Dose für unterwegs. Nachdem das Spiel auch in der Originalfassung schon nicht zu den grössten gehörte, konnte das Spiel tatsächlich noch mehr verkleinert werden. Die Spielplättchen und die 8 Würfel finden nun in einer kleinen Dose mit etwa 5 cm Durchmesser Platz.

Ab sofort gibt es keine Ausreden mehr, um das Spiel zu Hause zu lassen. Denn selbst in der bestsortiertesten Damenhandtasche findet sich bestimmt noch eine Ecke für Heckmeck. Und so lässt sich auch auf kleinstem Raum um Bratwürmer streiten.

Spielkritik: Heckmeck am Bratwurmeck

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Finale – Spielkritik

Schon seit langer Zeit verbirgt sich in meinem Spieleschrank ein Kartenspiel aus dem Jahr 1998 – Finale. Dabei handelt es sich um ein Kartenspiel für 2 Personen. Nach mehreren Jahren wurde es als eines meiner Ferienspiele nominiert, damit es noch einmal gründlich geprüft werden konnte. Das Finale sozusagen.

Mit seinen Karten kann man seine Fussballmannschaft zusammen stellen, oder eine Vorgabe benutzen. Die witzig gezeichneten Spieler mit lustigen Namen werden während des Spieles laufend gedreht und verändern so die Spielstärke. Mittels Taktikkarten bestimmt man den Spielrhythmus und die am Spielzug aktiv beteiligten Kicker. Ein Spielzug ist immer in den Spielaufbau und den Angriff aufgeteilt. Mittels Würfel muss jeder Spielzug noch abgeschlossen werden.

Es können Verletzungen auftreten und natürlich auch gelbe und rote Karten. Für die normalen Vergehen stehen 4 Ersatzspieler einsatzbereit. Finale geht über 6 Runden, sofern keine Verlängerung oder gar ein Elfmeterschiessen notwendig ist.

Finale will eigentlich möglichst authentisch daherkommen. Mit diesem Willen und dem Abdecken aller möglichen Sonderfälle wird das Spiel allerdings komplex und es braucht lange, bis man sämtliche Abläufe kennt. So habe ich noch nichts über die Konter geschrieben oder das Punktesystem oder die Anzahl der Angriffe und, und, und… Zudem möchte es ein Taktikspiel sein, das aber zu einem grossen Teil vom Würfel abhängig ist.

Fazit:
Finale will mehr als es eigentlich kann. Weniger ist oft mehr. Und damit genügen die Floskeln auch schon. 2005 ist eine verbesserte Version erschienen mit dem Titel „Tooor!“.  Eine Version reicht mir. Das Spiel verschwindet wieder in meinem Schrank. Und vor dem nächsten Spiel lese ich vorher meine Kritik hier durch.

Finale | Autor: Oliver Abendroth | Verlag: Kosmos
Kartenspiel für 2 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Benötigt: Viel Glück und eine immense Regelkenntnis | Wiederspielreiz: gering

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Die Speicherstadt – Spielkritik

Nicht nur für Hamburg-Fans bietet sich das Spiel Die Speicherstadt an. Das Brettspiel ist  im bekannten Handelsquartier von Hamburg mit Lagerhausatmosphäre und Backsteingotik angesiedelt. Und vor diesem Hintergrund kommt das Spiel bestens zur Geltung.

Auffallend bei der Speicherstadt ist sicher das schöne Spielmaterial. Das Spiel- und Handelsbrett ist sehr schön gezeichnet. Die Karten und Münzen passen zum Spiel. Die Figuren sind aus Holz. Leider sind (bis auf die Startspielermünze) sämtliche Münzen aus Karton. Das soll eigentlich nicht so geplant gewesen sein und hätte sicher dem Spiel noch eine Krone aufgesetzt. Aber es ist bereits eine Erweiterung in Aussicht gestellt, wo dieser kleine Fehler in irgend einer Form behoben werden soll. Ich bin gespannt…

Zum Spiel: Die Speicherstadt ist in 4 Jahreszeiten aufgeteilt. Es müssen in jeder Runde zuerst Karten ersteigert werden. Das geschieht mit einem spannenden System mittels Spielfiguren, die gesetzt werden. Je nach Anzahl der Figuren verteuert sich ein Handel. Es bieten sich verschiedenste Karten an: Schiffe, Händler, Aufträge, Kontore, Feuerwehrleute und Extrakarten. Alle verfolgen verschiedene Ziele: Geld verdienen, Feuerschutz, Siegpunkte etc.


Und um Siegpunkte geht es in Die Speicherstadt schlussendlich auch. Das macht die Sache nicht ganz einfach, denn ohne Geld ist kein Handel möglich. So gilt es permanent zu entscheiden, worauf man sich gerade einlassen möchte. Und auch die Feuersbrünste sollte man nicht ausser acht lassen. Sie führen schnell zu Minus- oder auch Pluspunkten, die ein Spiel entscheiden können.

Fazit:
Ein wirklich sehr gelungenes Brettspiel mit überraschendem Handelsmechanismus, das auch nach mehreren Spielen immer noch Spielspass bietet. Die Spielregeln sind einfach und machen Die Speicherstadt auch für Gelegenheitsspieler attraktiv. Zudem lässt sich Die Speicherstadt auch zu Zweit sehr gut spielen.

Die Speicherstadt | Autor: Stefan Feld | Verlag: eggertspiele
Brettspiel für 2 – 5 Personen | Spieldauer: 45 Minuten | Benötigt: Taktisches Handelsgeschick | Wiederspielreiz: gross

» Die Erweiterung zur Speicherstadt: Kaispeicher

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Die Siedler von Catan – Spielkritik

Das Spiel der Spiele. Die Mutter aller Spiele. Oder einfach vom Pioniergeist vergangener Tage befallen. Die Siedler von Catan läutete auf dem Spielemarkt wohl ein neues Zeitalter ein. Klaus Teuber hat mit den Siedlern ein Spiel für die Ewigkeit erfunden, das sich weltweit millionenfach verkaufte.

Zwei seiner Siedlungen darf man zu Spielbeginn setzen. Die besten Plätze auf dem Spielbrett sind relativ. Entweder oft richtig oder oft falsch. Durch Würfeln wird zu Beginn einer Spielrunde die Ernte eingefahren. Man erhält sie nur, wenn die eigene Siedlung auch an ein passendes Erntefeld steht. Mit der 7 wird der Räuber in Szene gesetzt. Er kann Mitspieler ausbremsen – durch Diebstahl einer Karte oder Ertragsausfall auf den Feldern.
Nach dem Würfeln beginnt der Handel. Waren können mit dem Mitspieler, der am Zug ist,  getauscht werden. Am Ende der Handelsphase darf gebaut werden. Unter Bau versteht man auch den Bezug einer Aktionskarte.

Siedlungen, Städte und Karten geben Siegpunkte. bei genügender Anzahl gewinnt man Die Siedler von Catan.

Das Spiel lebt von den Ernte- und Handelsphasen. Die Mitspieler sind dauernd aktiv ins Spielgeschehen eingebunden. Die Spannung bleibt oft bis ganz am Schluss. Oft können auch sicher geglaubte Verlierer das Blatt noch wenden.

Empfehlenswert ist die Die Seefahrer-Erweiterung. Wir spielen Die Siedler von Catan nur noch mit dieser Erweiterung. Sie öffnet das Spielfeld und die Möglichkeiten auf hoher See.

Wer sich besonders glücklich schätzen kann, besitzt noch ein Spiel der ersten Generation. Sämtliche Spielfiguren sind aus Holz. In den Neuauflagen sind die Spielfiguren leider aus Plastik. Und welcher Pionier hat die neuen Welten schon in Plastik entdeckt?

Die Siedler von Catan | Autor: Klaus Teuber | Verlag: Kosmos
Brettspiel für 3-4 Personen (erweiterbar) | Spieldauer: ca.75 Minuten | Benötigt: Verhandlungsgeschick und eine gute Taktik | Wiederspielreiz: sehr gross

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Bohnanza – Spielkritik

Es ist doch schon einige Jahre her, seit Uwe Rosenberg sein Kartenspiel Bohnanza auf den Markt geworfen hat. Und doch landet Bohnanza immer wieder auf dem Spieltisch und sorgt für Spannung und Heiterkeit. Ein gutes Zeichen für ein Spiel.

Bei Bohnanza handelt man mit verschiedenen Bohnensorten, die je nach Häufigkeit zu mehr oder weniger Geld verkauft werden können. Die Handkarten dürfen in der Reihenfolge nicht verändert werden. So ist man manchmal gezwungen, unpassende Arten abzubauen, zu handeln oder sogar zu verschenken. Bohnanza ist darum auch ein Spiel mit viel Interaktion. Wer gut handelt, kann seinen Garten ausbauen. Aber Vorsicht: Bei einem guten Handel sollte nicht der Gegner gestärkt werden. Es gewinnt, wer seine Bohnen zum besten Preis verkaufen kann.

Bohnanza punktet auch mit seinen lustig gestalteten Bohnenkarten, den treffenden Bohnennamen und dem Spielfluss. Alle Mitspieler nehmen jederzeit am Spielgeschehen teil. Man muss sich in eine gute Position handeln für den nächsten Spielzug. Daher muss man auch taktisch immer mitdenken.

Bohnanza macht auch in grösseren Spielrunden Spass. Das Grundspiel ist für 3 – 5 Personen, doch schon mit einer kleinen Erweiterung und noch mehr Bohnen, kann der Spielerkreis auf 7 Personen erhöht werden. Das lohnt sich. Auch mit 7 Spielern bleibt Bohnanza kurzweilig.

Apropos Erweiterungen: Zahlreiche Erweiterungen mit witzigen Namen sind zu Bohnanza erschienen. Und noch immer ist kein Ende abzusehen. Zwei der Erweiterungen liegen auch in meinem Schrank. Nur eben… da liegen sie und werden nicht gespielt. Ich kann sie nicht empfehlen und alle Zusätze sollten mit einer gewissen Vorsicht ausgewählt werden. Ein gutes Spiel lässt sich eben nicht beliebig verändern.

Bohnanza – Ich glaub es hackt | Autor: Uwe Rosenberg | Verlag: Amigo
Kartenspiel für 3 – 5 Personen | Spieldauer: 45 Minuten | Benötigt: Verhandlungsgeschick und gärtnerische Weitsicht | Wiederspielreiz: hoch

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