Mehr über Die Siedler von Catan

Wenn man Spieler fragt, wie sie den Zugang zur Spielewelt gefunden haben, so bekommt man oft zur Antwort: Die Siedler von Catan. Klaus Teuber hat mit seinem taktischen Handelsspiel eine neue Generation von Brettspielen eingeläutet, die bis heute fortgeführt wird. Und… die Siedler von Catan haben eine grosse Menge neuer Spieler zurück ans Brett gebracht. Ältere, verstaubte Gesellschaftsspiele verschwanden im Schrank. Es war Zeit für etwas Neues.

Die Reihe der Catan-Spiele ist sicher eine der erfolgreichsten und meistverkauftesten auf der ganzen Welt. Und noch ist kein Ende abzusehen.

Für Fans des Spieles gibt es auf  den folgenden Internet-Seiten einiges nachzulesen. So findet man dort neben Informationen auch Tipps und Tricks. Und wer einmal etwas Neues ausprobieren möchte, kann verschiedene Varianten testen, die wieder neuen Spielspass bringen.

www.catan.de
Offizielle Seite der Siedler. Hier finden sich sämtliche Informationen zu allen erschienenen Teilen, egal ob Brett-, Karten- oder Würfelspiel.

www.siedeln.de
Grösste Fan-Seite mit Forum, Informationen von Spielern und Varianten zum Spiel.

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Alhambra – Spielkritik

2003 gewann Alhambra den Titel „Spiel des Jahres“. Und seither ist es ein Spiel, das bei uns immer wieder auf den Tisch kommt. Der Palast von Alhambra muss erstellt werden. Einiges hat Platz in seinem Garten und manches passt eben so gar nicht rein.

Mittels Geldkarten in 4 verschiedenen Währungen kaufen sich die Spieler Teile für ihre Alhambra. Jeweils 4 Bausteine liegen offen, die ersteigert werden können. Aber aufgepasst! Nicht jedes Bauteil passt in die Alhambra, denn die Teile sind mit mehr oder weniger Mauern eingeengt. Und das muss passen.

Wer einen Kauf mit dem richtigen Preis abwickelt, darf weiter kaufen oder sich eine neue Geldkarte nehmen. Auch davon liegen immer 4 offen zur Auswahl. Zweimal während des Spiels ist eine Zwischenwertung eingeplant. Je nach Anzahl der gebauten Alhambra-Elemente gibt es Punkte. Aber auch für eine lange Gartenmauer kann man sein Punktekonto erhöhen. Wer nach der Schlusswertung am meisten Punkte hat, gewinnt.

  
Alhambra
ist ein kurzweiliges Spiel, bei dem man den richtigen Zeitpunkt für einen Kauf erwischen muss. Und vielleicht auch einmal verzichtet, wenn ein Bauelement nicht in die Alhambra passt. Auch das passende Kleingeld sollte man immer in der Hand haben, nur so bleibt man handlungsfähig.

Fazit:
Alhambra ist ein Spiel, das oft gespielt wird. Es spricht irgendwie eine grosse Zielgruppe an. Auch Wenigspieler finden einen Gefallen daran, die Einstiegshürde ist klein. Es ist schnell erlernt. Perfektionisten feilen dafür am perfekten Alhambra-Garten und versuchen so, das Möglichste rauszuholen. Alhambra – ein tolles Spiel.

Alhambra | Autor: Dirk Henn | Verlag: Queen Games
Brettspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: ca. 50 Minuten | Benötigt: Taktisches Geschick für den schönen Garten | Wiederspielreiz: gross

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Kakerlakenpoker – Spielkritik

Es gibt Karten, die will man eigentlich gar nicht in der Hand halten. Die Tiere aus Kakerlakenpoker gehören allesamt dazu: Ratten, Fliegen, Stinkwanze, Spinne etc. Da das Ganze aber in einem Bluff endet, hält man sie dann doch.

Kakerlakenpoker ist einfach und schnell erklärt. Man gibt seine Handkarten verdeckt in die Runde ein und stellt eine Behauptung auf, um welches süsse Tierchen es sich denn handelt. Der Abnehmer der Karte glaubt die Geschichte oder eben nicht. Er kann aufdecken oder schiebt die Karte mit einer neuen Behauptung fein säuberlich zu einem weiteren Mitspieler weiter.

So werden immer neue Karten weiter gegeben oder aufgedeckt. Wer falsch tippt oder auf einen Bluff reinfällt, muss die Karte behalten. Bei der vierten Karte der gleichen Tierart ist das Spiel verloren.

Kakerlakenpoker spielt sich schnell und macht auch in einer grossen Runde Spass. Die Karten sind wunderbar schrecklich gezeichnet und passen ausgezeichnet zu den Tierarten.

Fazit: 
Kakerlakenpoker ist ein schnelles Kartenspiel mit dem grossen Blufffaktor. Ein unterhaltsames Spiel für zwischendurch. Wenn man es allerdings immer in der gleichen Spielrunde spielt, verliert es ein wenig seinen Reiz, da man seine Mitspieler einschätzen kann.

Kakerlakenpoker | Auto: Jacques Zeimet | Verlag: Drei Magier Spiele
Kartenspiel für 2 – 6 Personen | Spieldauer: ca. 20 Minuten | Benötigt: Den grossen Bluff und den Durchblick | Wiederspielreiz: immer mal wieder 

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

TransAmerica – Spielkritik

TransAmerica ist ein Eisenbahnspiel aus dem Jahr 2002.  Damals stand es auch auf der Auswahlliste für das Spiel des Jahres. Mit Schienen sollen die eigenen Städte in Nordamerika miteinander verbunden werden. Wem dies am schnellsten gelingt, der gewinnt die Partie.

Ich kann vorweg nehmen, dass beim Spielen von TransAmerica der Pioniergeist der damaligen Zeit irgendwie zu kurz kommt. Das Spiel hat dafür andere Qualitäten. Dazu aber später mehr.

Das Spielprinzip ist einfach: Nach dem Ziehen seiner Städte versucht  man sie so schnell wie möglich mit Schienen zu verbinden. Zwei Geleise darf man pro Zug verlegen. Schwierige Streckenteile zählen doppelt. Es ist erlaubt, sich an das Netz eines Mitspielers anzuhängen. Das kann aber auch für den Gegner von Nutzen sein. Ist das Schienennetz komplett, hat man eine Runde gewonnen. Für jede noch fehlende Schiene fährt die Lok der Gegenspieler ein wenig näher zum Abgrund. Wenn die erste Lok den Abgrund vor Augen hat, gewinnt der Schienenbauer mit der noch höchsten Punktzahl.

TransAmerica ist schnell erlernt und ein Familienspiel. Die Spieldauer ist angenehm kurz und man ist schnell wieder an der Reihe. Viel Strategie und grosser Handlungsspielraum bleibt aber nicht. Der Glücksfaktor ist relativ hoch – das Ziehen seiner 5 Städte schon vorentscheidend.

Fazit:
TransAmerica spielt sich leicht und schnell. Wenn man keine hohen Erwartungen an ein Spiel stellt, ist es ok. Wer gerne mehr Spieltiefe in einem Legespiel sucht, soll beispielsweise zu Metro greifen. TransAmerica wird zu sehr vom Glück dominiert. Das reicht noch als „Spiel zum Schluss“, mehr aber nicht.

Link zu: Trans Europa

TransAmerica | Autor: Franz-Benno Delonge | Verlag: Winning Moves
Legespiel für 2 – 6 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Ein glückliches Händchen beim Schienenbau | Wiederspielreiz: mittel

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Metro – Spielkritik

Metro ist ein Spiel, das bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist. Im Jahr 2000 war es nominiert für das Spiel des Jahres. Metro zeichnet sich aus durch seine kurzen, klaren Spielregeln. Schnell hat man sich eingelesen und kann bereits starten mit dem Spiel. Aufgabe: Für die Weltausstellung 1900 soll die Pariser Metro gebaut werden.

Zuerst fällt der schön gestaltete Spielplan auf mit seinen vielen farbigen Metro-Wagen aus Holz. Sie markieren für jeden Spieler die Startpositionen am Rand. Metro ist ein Legespiel und nun gilt es, mit den vielen Schienenkärtchen ein möglichst lange Metrostrecke zu bauen, denn das gibt Punkte. Und die sind spielentscheidend.

Der Reihe nach darf jeder ein Kärtchen legen. Entweder eines aus seiner Hand oder ein „blindes“ vom Stapel. Dabei hat man bei jedem Zug die Auswahl, ob man seine eigene Linie vorantreiben will oder der Strecke seiner Gegner schaden möchte. Gegen Schluss werden die Varianten weniger. Und wer nicht aufpasst, büsst dann gerne den erarbeiteten Vorsprung des Anfangs wieder ein.

Fazit:
Metro ist ein sehr kurzweiliges Spiel, dauert nicht zu lange und ist auch für die ganze Familie geeignet. Das schnell erlernte und einfache Spielsystem bietet trotzdem eine planerische Spieltiefe und macht auch langfristig immer wieder Spass. Und wer wie ich, im Ausverkauf zufällig an das Spiel ranläuft, sollte zugreifen.

Metro | Autor: Dirk Henn | Verlag: Queen Games
Brettspiel für 2 – 6 Personen | Spieldauer: ca. 40 Minuten | Benötigt: Planerisches Denken und den Schienenblick | Wiederspielreiz: gross

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!