Spiel des Jahres 2010

Mit viel Spannung wird jährlich der Titel „Spiel des Jahres“ vergeben. Bereits die Nominierten werden genau begutachtet und es wird abgewogen, wer sich zu Recht auf der Liste befindet und wer nicht. Ein „Spiel des Jahres“-Stempel auf der Spieleschachtel kann sich schliesslich verkaufsfördernd auswirken.

Aber sind wir ehrlich. Nicht alle Preisträger der letzten Jahre lassen sich einfach so aus dem Kopf aufzählen. Nur selten erweist sich ein Preisträger auch Jahre später noch als würdig. Denn es entscheidet die Fachjury – und nicht die Spielerinnen und Spieler zu Hause. Denn dort würde der Entscheid mit Sicherheit nicht immer gleich ausfallen.

Trotzdem hier die Preisträger des Jahres 2010. Vielleicht hält sich der eine oder andere Titel ja länger als nur im Gewinnerjahr in den Verkaufsregalen…

Spiel des Jahres 2010: Dixit | Autor: Jean-Louis Roubira | Verlag: Libellud
Kinderspiel des Jahres 2010: Diego Drachenzahn | Autor: Manfred Ludwig | Verlag: Haba
Spiel des Jahres 2010 plus: Die Tore der Welt | Autoren: Michael Rieneck, Stefan Stadler | Verlag:Kosmos

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DOG – Ein Spiel für Schweizer

Ist es nun ein Brett- oder ein Kartenspiel? Nun ja, DOG ist wohl am ehesten ein Kartenspiel für das Brett. Über etliche Umwege kam DOG wohl vor einigen Jahren in die Schweiz, wo es über weitere Umwege den Weg in einige Arbeitsstätten für behinderte Menschen fand. Die dort produzierten Spielbretter nahmen schnell den Weg in die Spielerherzen der Schweizerinnen und Schweizer. So war es geboren – das neue Nationalspiel der Eidgenossen. Und es macht sich nun daran, dem Jassen den Rang abzulaufen.

Mittlerweile hat die Firma Schmidt DOG im ganzen deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Doch nirgends feiert es derartige Erfolge wie in der Schweiz. Spiel-Turniere schiessen wie Pilze aus dem Boden, der Bekanntheitsgrad steigt täglich.

Aber was macht wohl die Faszination des Dogspieles aus, das eine Mischung aus Eile mit Weile (Mensch ärgere dich nicht) und einem (Jass-)Kartenspiel ist?  Wohl auch das Gesellige, denn eine Partie lässt sich am besten zu viert oder sechst spielen. Und gewinnen lässt sich nur im Team. Es ist definitiv kein Spiel für Egoisten.

Wer sich selber ein Bild machen möchte:
Infos zum Spiel: www.dogspiel.info
Onlinespiel: www.brettspielwelt.de

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Lost Cities – Spielkritik

Lost Cities ist bereits 1999 erschienen, erlebte aber 2007 und 2010 bereits zwei Neuauflagen. Reiner Knizia hat mit diesem Kartenspiel für 2 Personen den Vorgänger von Keltis (Spiel des Jahres 2008) erschaffen.

Die Spielregeln sind schnell gelesen und für jedermann leicht verständlich. Zahlenkarten in 5 Farben mit Werten von 2-10 müssen aufsteigend abgelegt werden. Die Zahlensumme einer Farbe sollte bis zum Ende die 20 überschreiten, denn nur das bringt Pluspunkte. Vorgängig kann auch auf einzelne Farben gewettet werden, so kann man seinen Punkte-Gewinn entscheidend vermehren. Aus einem Stapel werden Handkarten nachgezogen. Nach der letzten Stapelkarte ist Schluss. Insgesamt werden 3 Runden gespielt.

Lost Cities landet bei uns seit Jahren immer wieder auf dem Spieltisch. Es spielt sich schnell und geschmeidig. Der Wiederspielfaktor ist gross, obwohl das Spiel auch oft vom Glück abhängt. Selten ist ersichtlich, mit welcher Farbe man ans Ziel gelangt. Zieht man weitere Zahlenkarten vom Stapel oder sind es nur noch Wettkarten? So kann man von einer guten Runde mit taktischem Geschick durch etwas Kartenpech schnell in eine schlechte fallen. Das macht aber auch den Spielreiz aus. Ein Spiel kann auch in der 3. Runde noch gedreht und erfolgreich abgeschlossen werden.

Zudem kann einem der Gegenspieler eine Partie tüchtig durcheinander bringen. Setzt er früh schon auf dieselben Farben? Hat er wohl noch weitere hohe Karten in der Hand oder blufft er nur?

Das Spiel besticht durch seine Einfachheit und die kurze Spieldauer. Eine Revanche ist schnell ausgemacht. Mir gefällt Lost Cities auch besser als das daraus entwickelte Keltis. Das scheint auch anderen Spielern so zu ergehen. Wohl nicht zuletzt darum existiert Lost Cities schon in der 3. Auflage und wird von Kosmos als Klassiker vertrieben.

Lost Cities | Autor: Reiner Knizia | Verlag: Kosmos
Kartenspiel für 2 Personen | Spieldauer: ca.20 Minuten | Benötigt: Planerisches Geschick aber auch Glück | Wiederspielreiz: gross

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