Spiel des Monats – Pergamon

Jeden Monat findet auf www.brettspielblog.ch ein Preisvergleich eines ausgewählten Spieles statt. Wo bekomme ich das Spiel am günstigsten? Aufgeführt werden ausschliesslich Schweizer Anbieter. Zum kleinen internationalen Vergleich ziehe ich jeweils Amazon.de bei.

Im März 2011 vergleiche ich die Preise von Pergamon (Verlag: eggertspiele). Autoren des Spieles sind Stefan Dorra und Ralf zur Linde.

Über das Spiel:

Bei Pergamon geht es um Ausgrabungen wertvoller Fundstücke, die im Museum, zu interessanten Sammlungen kombiniert, ausgestellt werden sollen. Ein interessantes Spiel mit einem spannenden Versteigerungsmechanismus um die Gunst der Museumsbesucher.

Preisvergleich Pergamon - 27. März 2011

AnbieterLadenpreisPreis inkl. Versandkosten
Book.ch38.90 Fr.38.90 Fr.
Bol.ch24.10 Fr.24.10 Fr.
Ex Libris / exlibris.ch37.90 Fr.37.90 Fr.
Spielbude.ch38.50 Fr.43.00 Fr.
Storyworld.ch23.75 Fr.23.75 Fr.
Weltbild.ch30.90 Fr.38.85 Fr.
Amazon.de---------------41.10 Fr.
Preisvergleich des Brettspiels Pergamon. Grün markiert: Der günstigste Preis mit und ohne Versandkosten.

Bei Pergamon ist die Preisspanne nicht so hoch, wie sie bei anderen Spielen auch schon war. Storyworld.ch und Bol.ch haben einen Abstand zur Konkurrenz. Nicht konkurrenzfähig ist diesmal Amazon.de. Das Problem tritt beim deutschen Internetriesen immer dann auf, wenn andere Händler für ihn die Waren anbieten. Dann sind derart hohe Versandkosten fällig, dass selbst ein tiefer Euro die Preisdifferenz nicht mehr wettmachen kann. (Umrechnungskurs 27.03.2011)
Und trotzdem gilt auch dieses Mal wieder: Ein Preisvergleich lohnt sich!

> Spiel des Monats Februar 2011: Safranito

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Neue Welten – Spielkritik

Neue Welten besteht in erster Linie aus ganz vielen Karten. Sie helfen, das eigene Weltbild ein wenig einzugrenzen. Denn in diesem Spiel ist es entscheidend, wie ich die Welt sehe. Und zudem auch ein wenig, wie sie von meinen Mitspielern gesehen wird.

Auf 275 ES-Kärtchen sind Wörter notiert. Jeder Spieler erhält 12 Kärtchen davon als Vorrat. Ein Spieler in der Runde wird zum Individuum, das erläutert, wie es die Welt sieht – das Idewedwes. Das Idewedwes zieht eine MeineWelt-Karte. Davon gibt es 55. Sie sind beidseitig mit unvollendeten Sätzen bedruckt. Das Idewedwes liest den Satz vor, die Mitspieler ziehen verdeckt ein passendes ihrer Es-Kärtchen dazu. Ergänzt mit einem ES-Kärtchen des Nachziehstapels werden sie gemischt und danach offen ausgelegt.

Nun wählt das Idewedwes das Kärtchen aus, das seiner Meinung am besten zum vorliegenden Satz passt. Die Wahl ist frei und unbeeinflussbar. Zieht es ein Kärtchen eines Mitspielers, so gewinnt der einen Punkt in Form der MeineWelt-Karte. Der Punktegewinner wird in der nächsten Runde zugleich zum neuen Idewedwes. Wird aber das ES-Kärtchen des Stapels gewählt, so muss es selber einen Gewinnpunkt abgeben – wenn es denn schon einen hat. Zudem bleibt es auch in der nächsten Runde das Idewedwes. Die verwendeten ES-Kärtchen werden nach jeder Runde ersetzt, ausser beim Punktegewinner. Er hat ab sofort ein Kärtchen weniger zur Auswahl.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler eine bestimmte Anzahl Gewinnpunkte eingefahren hat. Je nach Anzahl der Mitspieler ist das unterschiedlich oder kann sogar selber vorgängig bestimmt werden.

Neue Welten bietet auch Sätze mit zwei oder drei Leerstellen. Dann muss man eben auch zwei oder drei ES-Kärtchen auswählen. Einige ES-Kärtchen sind auch international ausgerichtet. Sie haben eine Variante für Deutschland, Österreich und die Schweiz aufgeführt. Das gibt manchmal sehr witzige Kombinationen, wenn man sie quer liest. Horst Schlämmer aus Deutschland, Kaiser Robert Heinrich I. aus Österreich und Mike Shiva aus der Schweiz werden im gleichen Atemzug genannt. Wer alle drei Figuren kennt, kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Fazit:
Neue Welten ist ein einfaches, tolles Spiel für eine lustige Spielrunde. Da werden Sätze gebildet, über die man sich manchmal sehr wundern muss. Das Idewedwes wählt so aus, wie es niemand erwartet hätte. Und mit der eingefügten Karte des Nachziehstapels erhält das Spiel eine zusätzliche Unberechenbarkeit. Kurz: Neue Welten macht Spass! Auf leeren Kärtchen ist der eigenen Kreativität noch freien Lauf gelassen – also nur zu!
Neue Welten ist ein eigenständiges Spiel, kann aber auch mit Wie ich die Welt sehe kombiniert werden und ist so in einer noch grösseren Spielrunde einsetzbar.

Neue Welten | Autor: Urs Hostettler | Verlag: Fata Morgana / Abacusspiele
Kartenspiel für 3-5 Spieler | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Weltkenntnis, Menschenkenntnis, Kärtchenkenntnis, Grammatikkenntnisse | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Fata Morgana für ein Rezensionsexemplar von Neue Welten!

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Pergamon – Spielkritik

Bei Pergamon geht es um Ausgrabungen. Mit gut eingesetzten Forschungsgeldern sollen möglichst wertvolle Fundstücke zu interessanten Sammlungen ins Museum befördert werden. Doch nur wer Geld hat und zuerst gräbt, findet in diesem Spiel die passenden Stücke.

Pergamon spielt sich eigentlich in verschiedenen Abschnitten. Auf dem Spielbrett sind sie wunderbar eingezeichnet und führen die Mitspieler durch die Ausgrabungen. Zu Beginn einer Runde werden die Stollen mit Fundstücken gefüllt. Je tiefer der Stollen, desto wertvoller das Fundstück. Nun kann jeder Spieler sein Forschungsgeld beantragen. Das geschieht auf einer Leiste am oberen Spielfeldrand. Mit seiner Spielfigur zeigt man an, wieviel Geld man erhalten will. Gleichzeitig trifft man auch seine Wahl, in welchen Stollen man später graben könnte. Nicht immer lassen sich beide Ziele gleich gut vereinbaren. Das Forschungsgeld wird mittels Karten bestimmt. Die Spieler bekommen auf dem Kartenrücken zwar erste Anzeichen über die Höhe der Gelder, erst wenn alle Spieler aber ihre Figur gesetzt haben, kommt die Wahrheit ans Licht. Die Forschungsgelder werden der Reihe nach verteilt. Der letzte Spieler in der Reihenfolge bekommt entweder das ganze restliche Geld oder im schlechtesten Fall gar nichts.

In der gleichen Reihe beginnen nun die Ausgrabungen. Jeder Spieler entscheidet sich für einen Stollen. Die Ausgrabungen kosten Geld – je tiefer, desto mehr. Dafür darf man sämtliche Fundstücke im Stollen zu sich nehmen. Die Fundstücke bestehen aus Hälften von Masken, Vasen oder Armreifen. Kann man sie erfolgreich zusammensetzen, so darf man sie im Museum ausstellen. Alle Fundstücke sind mit Jahreszahlen versehen. Sie bestimmen den Wert der Sammlung. Man darf sämtliche Sammlungen im Museum ausstellen, besonders wertvolle bringen aber mehr Siegpunkte. Eine Sammlung lässt sich (mit Geld) auch noch zusätzlich aufpolieren.


Pergamon
dauert genau 12 Spielrunden. Vier Mal findet eine Wertung statt, bei der die Siegpunkte in Form von Museumstickets ausbezahlt werden. Zusätzlich erhalten noch die ältesten Stücke eines Gegenstandes Extrapunkte. Die Sammlungen im Museum verlieren nach jeder Wertung an Wert. So können sie auch ganz aus dem Museum ausscheiden. Zudem kann jeder Spieler nur 3 Sammlungen veröffentlichen. Plant er eine vierte, so muss eine andere weichen.

Auch zu zweit lässt sich Pergamon sehr gut spielen. Dann kommt ein Grabräuber ins Spiel, der auch um Forschungsgelder mitbietet und sich Fundstücke aus den Stollen holt. Eine schöne Variante, das Spiel bleibt spannend.

Fazit:
Pergamon ist ein wunderschönes Spiel, das Thema ist ansprechend und der Ablauf über die 12 Runden sehr flüssig. Gerade das Bieten um die Forschungsgelder, bei dem man sich auch schon auf die entsprechenden Stollen festlegen muss, verspricht Spannung. Nicht immer lassen sich die eigenen Pläne verwirklichen. Manchmal geht man sogar leer aus, weil man sich verspekuliert hat und muss auf die nächste Runde hoffen. Pergamon bietet eine angenehme taktische Spieltiefe, wird aber nicht anspruchsvoll und macht daher in unterschiedlichen Spielrunden Spass. Wie oben erwähnt, spielt sich Pergamon auch zu zweit sehr gut.

Pergamon | Autoren: Stefan Dorra & Ralf zur Linde | Verlag: eggertspiele
Brettspiel für 2-4 Spieler | Spieldauer: 45 Minuten | Benötigt: Taktische Wühlhände bei den Ausgrabungen | Wiederspielreiz: sehr gross

Besten Dank an Carletto und eggertspiele für ein Rezensionsexemplar von Pergamon!

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Cluedo – Unter Verdacht – Spielkritik

Cluedo ist wohl eines der ersten Detektivspiele, das überhaupt veröffentlicht wurde. Die Suche nach dem Täter, dem Tatort und der Tatwaffe hat schon immer für Spannung gesorgt. Nun ist mit Cluedo – Unter Verdacht ein neues Kartenspiel der Cluedo-Reihe erschienen.

Jeder Spieler erhält Handkarten mit sämtlichen Tätern, Tatorten und Waffen. Diese Karten reduziert er im Verlaufe des Spiels. Nämlich immer dann, wenn er etwas ausschliessen kann.
Bei Spielbeginn werden aus den Tatkarten verdeckt drei gezogen. Sie bestimmen den Täter, die Waffe und den Tatort und werden verdeckt in der Tischmitte abgelegt. Die restliche Tatkarten werden an die Spieler verteilt und in die Hand genommen. Nun darf man jeweils 2 Spuren bei seinen Mitspielern abfragen. Hat der Mitspieler eine dieser Karten in der Hand, so muss er sie dem Befragenden zeigen. Hat er keine der Karten in der Hand, so geht die gleiche Frage an den nächsten Spieler weiter.

Die Verhörmethode ist denn auch das zentrale Element bei Cluedo – Unter Verdacht. Frage ich nach 2 unbekannten Karten? Frage ich nach einer unbekannten Karte und nach einer, die ich selber in der Hand halte, um einen Ausschluss zu erzwingen? Oder frage ich nach 2 mir bekannten Karten, um meine Mitspieler zu verwirren?
Wenn ich mir meiner Sache absolut sicher bin und den Fall lösen will, so kann ich Anklage erheben. Ich lege meine 3 Vermutungen auf den Tisch und kontrolliere beim Täter in der Tischmitte. Stimmen die Karten überein, so habe ich die Partie gewonnen. Stimmt etwas nicht, so muss ich als Antwortgeber weiter spielen, darf aber niemanden mehr anklagen. Also Detektive, wer kann den Fall zuerst lösen?


Der Schwierigkeitsgrad kann noch ein wenig angepasst werden mit dem Zuzug weiterer Räume und Tatwaffen. Für Vielspieler unter den Detektiven empfiehlt sich auch ein Blick auf das Spiel Mr. Jack – Pocket.

Fazit:
Cluedo – Unter Verdacht ist ein einfaches Detektivspiel für unterwegs. Die Karten lassen sich überall hin mitnehmen. Die kurze Spieldauer macht das Spiel zudem attraktiv. Die Verhörmethoden lassen eine gewisse taktische Spieltiefe zu. Cluedo – Unter Verdacht ist aber sicher kein Spiel für grosse Strategen – eher für Liebhaber von Fernsehkrimis, denn auch dort wird jeder Fall minutiös bis zum Serienschluss gelöst. Ein gutes Detektivspiel also für Gelegenheitsspieler und die Familie. Der Spielvariante für zwei Spieler kann ich nicht so viel abgewinnen. Zu Dritt oder zu Viert spielt es sich wesentlich spannender.

Cluedo – Unter Verdacht | Autor: Keine Angabe | Verlag: Hasbro
Detektivspiel für 3-4 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Benötigt: Die richtige Wahl der Verhörmethode | Wiederspielreiz: ok

Besten Dank an Hasbro für ein Rezensionsexemplar von Cluedo – Unter Verdacht

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Sobek – Spielkritik

Sobek spielt in Ägypten. Mit Handel und Bestechung müssen bei diesem Brettspiel möglichst viele Punkte erzielt werden. Auf dem Weg dazu warten aber einige Überraschungen.

Erstaunlich, was in so einer kleinen Schachtel alles Platz hat. Sobek ist wirklich bis zur Schachtel durchdacht. Auch das Material ist hervorragend und sehr ansprechend. Die Illustrationen erinnern ein wenig an Asterix, nur die Hinkelsteine fehlen.

Am Rande des Nils, vor der Punkteleiste, liegen 9 Waren- oder Figurenkarten. Mit diesen Karten wird gehandelt. Ziel ist es, mit seinen Handkarten möglichst viele Kartengruppen mit mindestens 3 gleichen Karten auszulegen. Das bringt Punkte. Wenn auch noch Skarabäen (kleine Käfer) auf den Waren sind, werden die Punkte multipliziert. Ein lohnendes Geschäft.
Aber da sind ja auch noch die Figurenkarten. Sie ermöglichen Sonderaktionen und können den Mitspielern auch die Strategie vermiesen. Zudem handelt man am Nil nur die vordersten vier Karten. Die erste gibt es umsonst, für alle anderen erhält man zudem Bestechungskarten unter seinen Topf, für die man am Ende der Runde unter Umständen ein teures Lehrgeld bezahlt.

So läuft ein Spielzug ziemlich flott ab: Eine Karte vom Markt nehmen, eine Figurenkarte einsetzen oder eine Warengruppe auslegen. Wähle ich die letzte Möglichkeit, so kann ich noch ein Aktionsplättchen auswählen und es umsetzen: Punktegewinn, noch ein Spielzug, Bestechungskarten auf die Hand nehmen etc.


Die Handelkarten am Nil werden einige Male aufgefüllt. Ist die letzte Karte vom Markt, darf jeder Spieler noch auslegen. Dann wir gerechnet. Skarabäen mal Anzahl Karten gibt die verdiente Punktzahl und darf sie auf der Punkteleiste fahren. Wer am meisten Bestechungskarten gesammelt hat, bekommt Minuspunkte und rutscht die Punkteleiste pro 10 erwirtschafteten Punkten auch wieder rückwärts.
Gespielt werden drei Runden. Danach steht der Sieger nach Punkten fest.

Fazit:
Sobek hat ein ansprechendes Thema, es spielt sich zügig und bietet einige taktische Spielmöglichkeiten. Neben seinen eigenen Auslagen sollte man die Mitspieler nie aus den Augen lassen. Mit diversen Aktionen kann man ihnen das Leben schwer machen. Die Illustrationen sind sehr witzig und treffen voll meinen Geschmack. So ist Sobek ein Spiel, das oft auf dem Spieltisch landet und immer wieder mit einer angenehmen Spieldauer interessant ist. Ein weiteres Plus: Sobek lässt sich auch zu zweit sehr gut spielen.

Sobek | Autor: Bruno Cathala | Verlag: Game Works
Spiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 40 Minuten | Benötigt: Strategie beim Handel am Nil | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Swissgames und Game Works für ein Rezensionsexemplar von Sobek!

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!