Torjäger – Spiel mit Lukas

Ein Brettspiel über Fussball scheint mir immer ein schwieriges Thema. Wie will man ein sonst schon spannendes Thema attraktiv aufs Brett bringen. Torjäger ist so ein Versuch. Und kein geringerer als Deutschlands Nationalspieler Lukas Podolski gibt dem Spiel seinen Namen. „Fussball ist wie Schach – nur ohne Würfel“. Wenn Podolski damit seinen Spielsinn erklärt, ist es mit Torjäger wohl nicht so weit her. Trotzdem hat Queen Games sich getraut und das Spiel veröffentlicht. Kein geringerer als Dirk Henn ist für Torjäger verantwortlich. Das sollte eigentlich wieder für Qualität bürgen.

Lukas Podolski selber soll das Spiel getestet und so ist ein einfaches Spiel rund um den Fussball entstanden, das aus nur vier Seiten Spielregeln besteht.

Wer gerne Näheres über Torjäger erfahren will, kann das bei den Kollegen von SPIELKULT.de. Sie erklären zwar den Fussball nicht neu, aber zumindest, was einem bei Torjäger nebst den vielen Poldi-Karten noch alles erwartet.

Bleibt zuletzt noch nur noch ein taktischer Spieltipp von Lukas Podolski persönlich: „Doppelpass alleine? Vergiss es!“

Link: Torjäger bei SPIELKULT.de

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Und Tschüss – Spielkritik

Es ist das erste Spiel von Martin Wallace, das von einem grösseren Verlag veröffentlicht wurde. Und Tschüss! sollte aber keine dunkle Vorahnung sein, denn verabschiedet hat sich der Spieleautor mit diesem Kartenspiel nicht – im Gegenteil. 1997 kam Und Tschüss! auf den Markt.

Das Spiel ist schlicht und einfach gestaltet. 104 Zahlenkarten, die ganz einfach mit Werten von 1 bis 15 beschriftet sind. Dazu kommen noch einige Minuskarten (5er und 10er) – fertig. Schlicht und einfach auch das Spielprinzip. Alle Mitspieler erhalten Handkarten und einige Karten liegen zur Versteigerung offen auf dem Tisch. Die genaue Anzahl verändert sich je nach Mitspielerzahl. In der offenen Auswahl liegt immer eine Karte weniger, wie Spieler teilnehmen.

Verdeckt legt nun jeder Spieler einen Zahlenwert vor sich auf den Tisch. Wer den geringsten Wert legt, sticht die kleinste Karte in der Tischmitte – im schlimmsten Fall eine Minuskarte. Alle anderen Spieler legen eine zweite Karte aus. Die Punkte addieren sich und wieder steigt der kleinste Wert aus. Das wiederholt sich bis zur letzten Karte. Und die kriegt man nur mit dem höchsten Wert.

So erklärt sich auch der Untertitel des Spieles – Schlechte Zeiten für die Zweiten! Denn der Zweite geht leer aus und kann keine Karte an Land ziehen. Am Ende einer Runde werden die Handkarten wieder aufgefüllt. Wer zuerst rausgeflogen ist, darf sogar beliebig viele Handkarten bereinigen, in der Hoffnung, dass sie auch besser werden. Mit neuen offenen Karten beginnt die nächste Spielrunde.
Am Schluss des Spieles zählen die Werte aller gestochenen Karten (auch Minuskarten). Der Sieger gewinnt nach Punkten.

Fazit:
Und Tschüss! spielt sich mit etwas Kartenglück, aber auch mit der nötigen Taktik. Es lässt sich nicht immer volles Risiko spielen. Fast alles ist besser, wie als Zweiter leer auszugehen. Und Tschüss! wird bei uns sehr gerne gespielt. Es eignet sich sehr gut als letztes Spiel des Abend. Durch die Minuskarten bleibt das Spiel auch bis am Schluss offen. Oft sind es die einfachen Spiele, die grosse Freude bereiten. Und vielleicht ist Und Tschüss! auch wieder einmal im Handel erhältlich. Ich wüsste bereits einige Abnehmer.

Und Tschüss! | Autor: Martin Wallace | Verlag: Goldsieber
Kartenspiel für 4-6 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Strategie und Glück in ausgewogenem Verhältnis | Wiederspielreiz: gross

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Trans Europa – Spielkritik

Was die Eisenbahn in Amerika kann, kann sie in Europa schon lange. So erschien nach TransAmerica das Schienenbauspiel Trans Europa. Was ist der Unterschied der beiden Spiele. Nun, da gibt es eigentlich nur einen – den Spielplan. Während man sich im ersten Teil durch Amerika baut, macht man das im zweiten durch Europa.

Daher will ich hier gar nicht genauer auf das Spielsystem eingehen. Das bleibt unverändert zu TransAmerica.  Bleibt die Frage, warum man dann zu Trans Europa greifen soll? Ich weiss es nicht. In unseren Spielrunden kommt der europäische Spielplan nicht gut an. Muss man mit etwas Pech in gewissen Städten starten, ist man ziemlich benachteiligt. Zudem ist der Plan auch noch schlecht gezeichnet, Städtenamen werden durchkreuzt mit Schienenlinien. Bleibt nur noch der Griff zum Original, denn da war die Welt noch in Ordnung.

Fazit:
Trans Europa spielt sich gleich wie TransAmerica. Der Spielplan ist allerdings unattraktiver und irgendwie hingepfuscht. Es empfiehlt sich also ein Kauf des Originals. Das eigentlich gute Spiel hat keine solche Erweiterung verdient. Europa hin oder her.

Trans Europa | Autor: Franz-Benno Delonge | Verlag: Winning Moves
Legespiel für 2 – 6 Personen | Spieldauer ca. 30 Minuten | Benötigt: Ein glückliches Händchen beim Schienenbau | Wiederspielreiz: Auf der Europakarte nicht vorhanden

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First Train to Nürnberg

Neue Spiele braucht das Land. Warum dann nicht mit dem ersten Zug nach Nürnberg? Der kleine Argentum Verlag aus Köln bringt das Eisenbahn-Spiel First Train to Nürnberg auf den Markt. Was in der Schweiz die „Spanisch-Brötli-Bahn“ ist, fuhr in Deutschland zwischen Nürnberg und Fürth. Die erste deutsche Eisenbahnstrecke ist Thema dieses Spieles.

In der Rolle eines Eisenbahnmäzens muss man Strecken bauen, die durch Passagier- und Warentransporte rentabel sind. Der Weg dahin ist aber nicht ganz so einfach. Es gilt, viele Einflüsse von aussen zu überwinden und ins Spiel einzuplanen.

First Train to Nürnberg ist ein Strategiespiel von Martin Wallace für 2 – 4 Personen. Es ist eine Neuauflage des Spieles Last Train to Wensleydale. Der alte Spielplan befindet sich auf der Rückseite des Spiels und ist ebenfalls spielbar.

First Train to Nürnberg ist eben erst erschienen und nun auch in der Schweiz erhältlich.
Link: Argentum Verlag

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Showmanager – Spielkritik

Es gibt Spiele, die lagern so lange, bis sie wieder aktuell werden. Showmanager ist so eines. 1997 ist es zum ersten Mal erschienen und 2010 feiert es ein überraschendes Comeback.

Vier Musicals muss jeder Spieler bei Showmanager auf die Beine stellen. Dazu hat er jede Menge Schauspieler zur Verfügung. Aber nicht jeder Schauspieler kann in jede beliebige Rolle schlüpfen. So ist klar, dass ein Musical mit grösserem Erfolg aufgeführt werden kann, wenn die Rollen auch richtig zugeteilt sind.

In der Künstler-Agentur liegen immer 4 Schauspieler bereit. Sie können verpflichtet werden, kosten aber je nach Liegeplatz zwischen 0 und 3000 Mark. Mark, richtig. Denn der Euro war zu Showmanager-Zeiten noch nicht erfunden. Das Startkapital ist je nach Spielerzahl unterschiedlich. Aber es gilt auf jeden Fall zu sparen. Denn sonst muss man im Laufe des Spieles eines seiner bereits aufgeführten Musicals abwerten, indem man einen Kredit aufnimmt.

So verpflichtet reihum jeder Spieler immer wieder einen Schauspieler oder er führt ein Musical auf und fährt Punkte ein. Wer zuerst aufführt, kann die Stadt wählen, wo sein Musical stattfindet. Nicht jede Stadt bietet gleich viele Punkte. Es gewinnt, wer mit allen 4 Musicals am meisten punktet.

Fazit:
Showmanager ist kein Spiel mit grossem Tiefgang. Zu sehr ist man auch dem Zufall unterworfen. Stehen gerade die Schauspieler zur Verfügung, die ich brauche? Aber alleine für die Karten mit den Schauspielern lohnt sich das Spiel. Die sind wunderbar im Karrikatur-Stil gezeichnet und tragen allesamt passende Namen. Showmanager hat eine sehr gute Spielanleitung und ist schnell erlernt. Und trotz alledem schafft es Showmanager immer wieder auf unseren Spieltisch. Das könnte auch ein Grund sein für die Neuauflage des Spiels 2010.

Showmanager | Autor: Dirk Henn | Verlag: Queen Games
Brettspiel für 2 – 6 Spieler | Spieldauer: ca. 45 Minuten | Benötigt: Kartenglück im Musicalbusiness | Wiederspielreiz: immer mal wieder

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