Nach einem Einbruch in das Museum für Hamburgische Geschichte fehlt der Schädel des berüchtigten Kapitäns Klaus Störtebeker. Es beginnt eine wilde Spurensuche bei Crime Maps – Das goldene Vermächtnis, denn es könnte auch um den vermissten Goldschatz des Piraten gehen.

Bei diesem Krimirätsel folgt man den Spuren des Piratenkapitäns Störtebeker und verfolgt gleichzeitig einen Täter der Neuzeit. Karten führen die Rätselgruppe durch das Spiel. Es gibt verschiedene Kartenpakete in der Spieleschachtel. Fallkarten erzählen die Geschichte, Landkarten und Rätselkarten sorgen für die Aufgaben während des Spiels. Mit einer Navigatorkarte schliesst man ein Kapitel ab, um ins nächste zu wechseln. Für den Fall, dass man irgendwo hängen bleibt, erhält man Tipps oder gar die Lösung auf den entsprechenden Karten.
Und so wird gespielt:
Eben hat man die Mitteilung über den Einbruch erhalten, schon steckt man mitten im Fall. Mit der ersten Fallkarte erhält man die ersten Hinweise und Zeugenaussagen. Zudem bekommt man drei Fragen, die man beantworten muss, um auf der richtigen Spur zu bleiben und die nächste Fallkarte zu bekommen. Ohne lange Vorbereitungszeit startet man also in Hamburg mit der Spurensuche.

Mit der ersten Fallkarten erhält man auch noch eine Rätselkarte und eine passende Landkarte. Nun heisst es: Augen und Ohren auf! Hinweise befinden sich überall – im Text, auf der Karte, zwischen den Zeilen. Kann man die drei Fragen zur Fallkarte lösen, findet man Antworten auf der Landkarte. Die Punkte von der Landkarte überträgt man auf die Navigatorkarte und erhält damit drei Zahlen, die man nun addiert. Die Summe liefert die Zahl der nächsten Fallkarte und schon geht die Story weiter.
Ein bunter Mix aus Kombinationsrätseln, Wortspielen und Beobachtungsaufgaben erwartet die Ermittelnden. Steht man einmal auf dem Schlauch, holt man sich mit der entsprechenden Karte einen Tipp. Vielleicht hilft das weiter? In den meisten Fällen genügen die Hinweise aus der Geschichte oder ein genauer Blick auf die Karten. Man sollte sich alles gut ansehen.

So spielt man sich langsam von Fallkarte zu Fallkarte und erfährt nebenbei noch einiges aus dem Leben des Piratenkapitäns. Wie eine kleine Schnitzeljagd führen die Spuren von Nord- zu Ostsee und wieder zurück. Ob es den vermuteten Schatz wirklich gibt und weshalb es zum Diebstahl im Museum kam, wird man bis zum Ende erfahren.
Mit den gesammelten Fallkarten erhält man am Ende Punkte. Tipps oder gar Lösungen bringen Minuspunkte. Mit den erhaltenen Punkten wird die Ermittlungsleistung bewertet. Doch das ist gar nicht so massgebend. Das gemeinsame Ermitteln und Rätseln steht bei dieser Story eindeutig im Vordergrund.
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Fazit zu Crime Maps – Das goldene Vermächtnis
Erst einmal ist das Krimirätsel eine total runde Sache. Der Fahrplan ist klar, man erhält eine Storykarte und setzt die Geschichte fort, danach sucht man nach den passenden Hinweisen auf den Rätsel- und Landkarten. Das spielt sich ziemlich flott runter, die Leseteile sind auch nicht zu lang, so dass man ständig bei der Sache ist. Der Mix aus historischem Hintergrund und erfundenem Kriminalfall ist gelungen. Ganz nebenbei erfährt man einiges über Klaus Störtebeker und seine Geschichte.
Die Rätsel sind bunt zusammengestellt. Erfahrene Krimirätsler werden wohl eher schneller durch die Fallkarten kommen. Man trifft natürlich immer mal wieder auf bekannte Kombinationsaufgaben oder findet den Einstieg einfach schneller – die Erfahrung macht’s. Die Ermittlungen fordern aber auch ein wenig Wortwitz ein, und ein Blick auf alle Hinweiskarten zahlt sich immer aus, denn einige Lösungen muss man einfach suchen und finden. Die Spielzeit vergeht wie im Flug und ist am Ende hoffentlich erfolgreich. Das Prinzip der Crime Maps kann ich mir durchaus auch auf andere Geschichten vorstellen. Es ist unterhaltsam, ohne zu überfordern.
Fakten zu Crime Maps – Das goldene Vermächtnis
Autorin: Sonja Klein
Illustrationen: Gmeiner Verlag
Verlag: Gmeiner Verlag
Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer: 90 – 120 Minuten
Altersangabe: ab 14 Jahren
Benötigt: Neue Landkarten für den Schatz
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




