Im beschaulichen Schalottenburg steht der jährliche Gemüseschaukampf bevor, bei dem das Gemüse im Beet hin- und hergeschoben wird. Das Hochbeet von Schalottenburg ist ein Schiebespiel, bei dem man das Gemüse optimal in Gruppen platzieren muss.

Zentral ist der Spielplan mit dem Hochbeet. Dort setzt man in einem 6×6 – Raster die Gemüseplättchen beliebig hinein. Die mittleren Plättchen bleiben verdeckt, nur die äusseren Reihen liegen zu Beginn offen. Alle erhalten ein Gemüseplättchen, eine Wertungstafel und einen abwischbaren Stift. Mit 2 oder 3 Holzmarkern in der eigenen Spielfarbe startet man in die Partie.
Und so wird gespielt:
Der Reihe nach führen nun alle einen Spielzug durch, bis sämtliche Holzmarker im Hochbeet liegen. Wer an der Reihe ist, schiebt sein Gemüseplättchen in eine Reihe des Beetes und nimmt sich das Plättchen, das auf der anderen Seite herausfällt. Das funktioniert exakt so, wie man es von Das verrückte Labyrinth kennt. Das eben eingeschobene Gemüse markiert man mit einem Marker in der eigenen Farbe.
Gemüseplättchen mit einem Marker dürfen nicht mehr hinausgeschoben werden. So schränken sich die Spielmöglichkeiten mit jedem Spielzug ein wenig ein.

Mit der Zeit purzeln auch verdeckte Gemüseplättchen vom Beet. Dann zeigen sie ihre Identität und liegen ab sofort offen aus. Für die weiteren Spielzüge ist es wichtig, auf das Gemüse zu achten, das man rausschiebt. Mit diesem Gemüse bestreitet man nämlich den nächsten Spielzug.
Sind alle Marker im Beet, folgt eine Wertung. Alle notieren die Grösse der Gruppen ihres markierten Gemüses im Beet. Als Gruppe gelten alle gleichen Plättchen, die benachbart nebeneinander liegen. Auf der Wertungstafel notiert man mit den Stiften die Gruppengrösse in einer Tabelle, beispielsweise 3 Tomaten, 4 Kartoffeln und 2 Karotten. Danach sammeln alle ihre Marker wieder ein. Mit einer neuen Startperson geht es sofort in eine weitere Schieberunde. In den nächsten Runden darf man nur noch Wertungen durchführen, wenn man den eigenen Höchstwert einer Gemüseart überbietet. 3 Kartoffeln können nicht mehr geschrieben werden, 5 hingegen schon.

Gibt es nur noch drei oder weniger verdeckte Gemüseplättchen im Beet, endet das Spiel nach der aktuellen Runde. Jede Gemüseart bringt Punkte für die Anzahl ihrer grössten Gruppe, gezählt über die gesamte Partie. Wer in der Summe die meisten Punkte erreicht, gewinnt.
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Fazit zu Das Hochbeet von Schalottenburg
Es gibt nur wenige Regeln und Aktionen in diesem Schiebespiel. So ist jeder Spielzug ziemlich schnell ausgeführt. Man sucht sich eine passende Reihe aus und schiebt sein Gemüseplättchen dort hinein. Das Ziel sind grössere Gruppierungen, die man natürlich erst nach dem letzten Einschub überprüfen kann. Mal deckt sich die Sammelleidenschaft einiger Personen, mal bewegt man sich in eine andere Richtung. In jeder Runde hofft man auf einen oder mehrere Höchstwerte einer Gemüsesorte, die man in die Wertung eintragen kann. So sollte man auch keine der 7 Gemüsesorten vernachlässigen und jede sicher einmal berücksichtigen, um am Ende zu punkten. Dazu benötigt man aber das passende Gemüseplättchen für die nächste Runde.
Mit dem Hinausschieben von verdeckten Plättchen beschleunigt man das Spiel. Die Spielrundenanzahl lässt sich somit nicht exakt beziffern. Es sind auf jeden Fall kurze und knackige Entscheidungen, die man bei Das Hochbeet von Schalottenburg trifft. Ein klassisches Schiebespiel mit einfachen Regeln, trotzdem nicht banal. Ein sehr schönes Familienspiel eben.
Fakten zu Das Hochbeet von Schalottenburg
Autor: Dirk Barsuhn
Illustrationen: Lars Besten
Verlag: Piatnik
Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Grosse Gemüsegruppen
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie




