Fischfutter – Spielkritik

Lange sind die Piranhas ruhig. Doch ist ihre Gruppe zu gross, beissen sie sich durch und wir werden zu Fischfutter. Bei diesem Merkspiel muss man immer die passende Fischgruppe ausspielen, um nicht gebissen zu werden. Wie lange reichen die Pflaster?

Fischfutter

Die doppelseitigen Piranha-Karten führen durch das Spiel. Da sind gewisse Informationen hilfreich: Auf jeder Karte sind genau 7 Piranhas zu finden. Vorne und hinten gibt es immer unterschiedliche Fischfarben. Alle erhalten zu Beginn eine Piranha-Karte auf die Hand, zudem 5 Pflaster. Auf den Tisch kommt eine Karte vom gemischten Nachziehstapel. Diese Karte dreht man um, so dass alle beide Seiten mit den Piranhas kennen.

Und so wird gespielt:

Der Reihe nach legen alle eine neue Piranha-Karte auf den Tisch. Welche Seite man dabei legt, spielt keine Rolle. Man darf immer selber entscheiden und eine Handkarte jederzeit drehen. Legt man eine Karte mit gelben Piranhas muss man alle bereits ausliegenden, gelben Piranhas umdrehen. Die eben gelegte Karte bleibt gelb.

Fischfutter

Nun sieht man sich die möglichen Auswirkungen seines Spielzuges an. Liegen weniger als 10 Piranhas einer Farbe aus, geschieht nichts. Glück gehabt und die nächste Person muss nun eine weitere Fischkarte legen.
Sind es aber 10 oder mehr Piranhas einer Farbe, beissen sie zu. Je höher die Anzahl ist, desto mehr Pflaster werden benötigt. Die Pflaster-Marker gibt man sofort ab, entfernt dafür die Piranha-Karten der bissigen Farbe.

Im schlimmsten Fall werden gleich mehrere Farben aktiv. Dann muss man für alle Bisswunden Pflaster abgeben.
Nach jeder ausgespielten Karte zieht man wieder eine vom Nachziehstapel nach. Muss eine Person ihr letztes Pflaster weggeben, endet die Partie. Wer dann noch am meisten Pflaster besitzt, gewinnt. Bei einem Gleichstand teilen sich mehrere Personen den Sieg.

Fischfutter

Mit einer kooperativen Variante spielt man gemeinsam gegen die Piranhas, die in diesem Fall noch viel bissiger sind. Dafür erhält man vier Schutzkarten, von denen man eine pro Runde einsetzen darf. In dieser Variante entfernt man keine Karten vom Tisch legt jedoch in jeder Runde eine weitere dazu. Die Challenge besteht darin, möglichst lange im Spiel zu bleiben, ohne gebissen zu werden. Am Ende einer Runde beisst die Farbe mit den meisten Fischen zu. Hat man vorgängig die passende Schutzkarte gewählt, darf man weiterspielen.


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Fazit zu Fischfutter

Das geht alles ganz flott bei Fischfutter. Die Frage, um die sich alles dreht: Was befindet sich hinter den Karten? Fischfutter ist ein knallhartes Merkspiel, bei dem man sich Farben und Anzahl der Fische merken muss. Zumindest bei der Anzahl geht das einfacher, da man sich am Würfel orientieren kann und die gegenüberliegenden Seiten die Summe 7 ergeben müssen. Die Farben sind unberechenbarer, es bleibt aber mathematisch immer eine Wahrscheinlichkeit von 33 %.

Für mich ist Fischfutter ein kompetitives Spiel. Das Grundspiel gegeneinander gleicht einem Memory mit ständig wechselnden Bedingungen. Die Karten wenden schneller, als man sich die Farben merken kann. Zumindest dann, wenn sich die Auslage langsam füllt. Trotzdem ist mit der Zahl 10 immer ein Schnittpunkt drin, an dem man wieder Karten entfernen kann. Das Entfernen macht die Aufgabe natürlich auch nicht leichter. Ist man wieder an der Reihe, hat sich die Ausgangslage verändert. Oder besser: Das Blatt hat sich gewendet. Das kleine Kartenspiel ist nahe an den Emotionen, denn Freude und Ärger liegen nur eine Kartendrehung voneinander entfernt.


Fakten zu Fischfutter

Autor: Michael Modler
Illustrationen: Bernhard Speh
Verlag: AMIGO

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Nicht zu viele Piranhas
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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