Mind Up! – Spielkritik

Welche Karte biete ich an und welche Karte möchte ich mir holen? Mind Up! ist ein stetes Geben und Nehmen, um an die richtigen Farben zu kommen, die viele Punkte bringen. Nicht jede Karte ist schlecht, doch einige machen am Ende den Unterschied aus.

Mind Up!

Zentral im Spiel sind die 60 Zahlenkarten von 1 bis 60, die es in 5 unterschiedlichen Farben gibt. Diese Karten sammelt man einerseits, man bietet sie aber auch an, um an ausliegende Karten zu kommen. So wechseln die Zahlen in jeder Runde die Position, vom Gebot zum Angebot. Alle erhalten in der ersten Runde 7 Karten auf die Hand. Mit einer Karte pro Person bildet man eine offene Auslage auf dem Tisch

Zum Sammeln der Karten besitzen alle 5 Wertungskarten. Die mischt eine Person gut durch und legt sie in einer beliebigen Reihenfolge vor sich auf den Tisch. Alle Mitspielenden machen es ihr nach. Gespielt werden bei Mind Up! drei Runden. Wer sich in dieser Zeit die meisten Punkte holt, gewinnt das Spiel.

Und so wird gespielt:

Das Spielprinzip von Mind Up! ist nicht neu. Alle wählen aus ihren Handkarten eine Karte für das aktuelle Gebot. Die Karte legt man verdeckt auf den Tisch und zeigt sie erst, wenn alle bereit sind. Danach geht es ans Aufteilen der ausliegenden Karten. Wer den tiefsten Wert geboten hat, muss auch die niedrigste Karte aus der Mitte zu sich nehmen. Die restlichen Karten verteilt man weiter nach ihren aufsteigenden Werten. Die eben gebotenen Karten kommen in die Auslage und bilden sofort das Angebot für die nächste Runde.

Mind Up!

Eine erhaltene Karte legt man vor sich auf den Wertungskarten ab. Ist es eine neue Farbe, kommt sie auf die nächste, freie Wertungskarte. Ist es eine Farbe, die man bereits besitzt, legt man sie an die bestehende Sammlung. So spielt man Angebot für Angebot durch, bis nur noch eine Karte auf der Hand übrig bleibt. Diese letzte Karte legt man direkt auf seinen Wertungskarten ab.

Nun geht es an die Rundenwertung. Die Punkte der jeweiligen Wertungskarte multipliziert man mit der Anzahl der dort ausliegenden Karten. Einzelne Karten bringen Plus- oder Minuspunkte, die man dazurechnet. Für die nächste Runde nimmt man ganz einfach die Karten aus dem eigenen Wertungsbereich auf die Hand und zieht zusätzlich eine Karte vom Nachziehstapel. Damit bestreitet man die nächste Runde mit einer Karte mehr.

Mind Up!

Auch der Wertungsbereich wird neu gemischt und ausgelegt. Mit neuen Geboten geht es weiter. Nach der zweiten folgt noch eine letzte Runde, bevor man sämtliche Wertungspunkte addiert.

Als Variante besitzt das Spiel einige Zielkarten, die man vor der Partie auslegen kann. Dadurch lassen sich verschiedene Ziele verfolgen, die weitere Punkte liefern. Bei den Zielen muss man bestimmte Vorgaben erfüllen, Farben sammeln, oder eine gewisse Anzahl an Karten erreichen. Bis zu 5 Karten nimmt man so ins Spiel auf und setzt weitere Schwerpunkte bei Mind Up!


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Fazit zu Mind Up!

Es kann manchmal ganz einfach sein. Mind Up! erinnert an 6 nimmt! mit seinen Geboten und der daraus resultierenden Reihenfolge beim Karten anlegen. Was dort funktioniert hat, gelingt natürlich auch hier. Alle Personen sind jederzeit am Spiel beteiligt und versuchen die aktuelle Lage einzuschätzen. Am liebsten würde man seine guten Wertungskarten füllen. Das möchten die Mitspielenden aber auch und so stehen bestimmte Farben plötzlich hoch im Kurs. Was machen die Anderen? Und welche Kartenwerte sind überhaupt noch im Spiel?

Besonders elegant ist der Übergang von einer Runde zur nächsten gelöst: Man nimmt die eigenen Wertungskarten auf und weiter geht’s! Mit den Zielkarten lassen sich zusätzliche Ziele setzen, mir gefällt auch das schlanke Grundspiel schon gut, weil man ganz simpel die Farben auf freie Wertungskarten legt und Punkte sammelt.

Je grösser die Spielrunde, desto unberechenbarer wird das Sammeln der Karten. Lebt das Spiel nur vom Zufall verliert es für mich an Attraktivität. Daher ist eine Spielrunde für 3 oder 4 Personen für mich ideal, um auch noch ein wenig um die ausliegenden Karten zu pokern. Ein kurzweiliges und unterhaltsames Spiel, das seine Spannung aus den verdeckten Geboten zieht.

Fakten zu Mind Up!

Autor: Maxime Rambourg | Illustration: Christine Alcouffe | Verlag: Pegasus Spiele

Spielerzahl: 3 – 6 Personen
Spieldauer: 15 – 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Wertvolle Farben
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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