Hier will man unbedingt arbeiten, denn im Morty Sorty Magic Shop gibt es sämtliche zauberhaften Zutaten und schwarze Katzen, die bei der Arbeit helfen. Am Ende sollen alle Gläser ganz ordentlich in den Regalen stehen, um bei der Ausbildung so richtig zu punkten.

Bei Arbeitsbeginn schnappen wir uns alle ein Regaltableau, auf dem wir im Laufe der Partie bis zu drei Regale fein säuberlich einordnen sollen. Zudem erhalten wir 2 Katzen als tierische Helfer für Notfälle. Bei der Spezialglasleiste platzieren wir zwei zufällige Abzeichen, die wir uns verdienen können und im Grundspiel die grosse Wertungsrolle. In einem Beutel befinden sich sämtliche Gläserplättchen – unsere Arbeit.
Und so wird gespielt:
Die Gläserplättchen müssen in unsere Regale. Dort darf man sie nicht einfach so reinstellen, nein, alles muss seine Ordnung haben. So sind in den drei Regalreihen nur Gläser mit passenden Farbdeckeln erlaubt. Während es in der obersten Reihe nur goldene Deckel sein dürfen, ist die unterste Reihe komplett offen in der Farbwahl. Für alle Reihen gilt aber: Die Zahlen auf den Gläsern müssen aufsteigen eingeordnet werden.

In jeder Spielrunde gibt es höchstens ein neues Glas zu holen. Die aktive Person zieht blind eine bestimmte Anzahl an Plättchen aus dem Beutel und wirft sie auf den Tisch. Weshalb werfen? Mit einem guten Wurf bestimmt man gleich die Zutaten, die im Glas sind. Die doppelseitigen Plättchen besitzen auf jeder Seite eine andere Zutat. Besitzt eines der Gläser einen blauen Deckel mit Sternen, legt man das Glas an die Spezialglasleiste. Es sind Joker-Gläser, die in alle Reihen passen. Doch man muss sie sich erst verdienen. Für jedes Glas mit blauem Deckel zieht man in der Wurfphase ein Glas nach, so lange, bis nur noch Gläser mit goldenen, silbrigen oder schwarzen Deckeln auf dem Tisch liegen.
Beginnend mit der aktiven Person, nehmen sich nun alle ein Glas aus der Auslage und stellen es an eine beliebige Position, passend in ihr Regal. Die Deckel müssen zu den Regalen passen und die Zahlenwerte aufsteigend sein. Kann oder will man kein Glas nehmen, erhält man eine Katze. Katzen setzt man ein, um ausnahmsweise einen gleichen Zahlenwert benachbart anzulegen oder ein Glas auf die andere Seite zu wenden, um die Zutat zu wechseln – magische Helfer eben.

Nun gibt es noch einen tollen Kniff bei Morty Sorty Magic Shop. Gelingt es, in einer Spalte unterschiedliche Zutaten zu platzieren, darf man sich ein Glas mit blauem Deckel von der Spezialglasleiste nehmen und sofort platzieren. Das kann zu kleinen Kettenreaktionen führen, wenn erneut eine Spalte gefüllt wird. Mit den blauen Deckeln kommt man eventuell an längst erwartete Zahlenwerte ran.
Mit einem Wurf an neuen Gläsern geht es in die nächste Runde. Hat man nicht mehr genügend Gläser im Beutel, um eine Auswahl zu erstellen, endet die Partie.
Punkte gibt es für vollständige Regalreihen, eine grosse Anzahl gleicher Zutaten in den Gläsern, passende Zahlenwerte bei Regalschildern und übriggebliebene Katzen. Bei den Abzeichen bringen erfüllte Ziele weitere Punkte. Wer die meisten Punkte sammelt, wird zum besten Lehrling im Shop.
Die Wertung lässt sich im Spiel beliebig verändern. Während im Grundspiel ein einheitliches Ziel für alle Zutaten gilt, kann man die einzelnen Zutaten auch einzeln gewichten. Dann erhält jede Zutat ein eigenes Sammel- oder Punkteziel, was das Sammeln und Sortieren kniffliger macht.
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Fazit zu Morty Sorty Magic Shop
Das Cover ist ja ein wenig Geschmackssache und manch einer hat nach dem Anblick auf ein ganz anderes Spiel getippt, als schliesslich auf dem Tisch lag. Doch Morty Sorty Magic Shop ist ein Sammel- und Sortierspiel, bei dem man in jeder Runde kleine, oft effiziente Entscheidungen trifft. Man wählt immer nur ein neues Zutatenglas, würde aber oft gerne mehrfach ein Glas ziehen. Um gut zu punkten, achtet man auf Regalschilder, die Deckel und aufsteigende Zahlen. Zudem locken die Spalten mit attraktiven, zusätzlichen Jokergläsern, mit denen man richtige Kettenreaktionen auslösen kann.
Der einfache Mechanismus löst sich in einer vielschichtigen Knobelaufgabe beim Sortieren der Gläser auf. Noch kniffliger wird es mit den unterschiedlichen Wertungen für Pilze, Wolken, Augen oder Alraunen. So manch eine Katze hat die Sammelleidenschaft erst richtig in die Punkte geführt. Man sollte sich also vom Cover auf keinen Fall blenden lassen, denn die Lehre in Morty’s Shop ist knifflig und sehr unterhaltsam.
Fakten zu Morty Sorty Magic Shop
Autor: Markus Slawitscheck
Illustrationen: David Cochard
Verlag: Schmidt
Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gläser in Regalen
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie




