Unsere Freundin Sam ist verschwunden und wir machen uns auf die Suche nach ihr. Ein Rucksack und ihre Tarot-Karten sind die einzige Spur, die wir haben. Bei The Light in the Mist, einem Escape-Rätsel, begeben wir uns in eine mystische Welt.

Ein kleines Buch liefert uns sämtliche Informationen zum Spiel. Wir erhalten die Einleitung, die kurzen Regeln und einen Lösungs-Index. Viel wichtiger sind allerdings die Tarot-Karten. 22 Karten bilden die „Grosse Arkana“. Es sind die Kapitel zu den einzelnen Rätsel. Weitere 56 Karten der „Kleinen Arkana“ zieht man zu den einzelnen Kapiteln hinzu, um die Rätsel zu lösen. Im Hintergrund folgt man allerdings einer Geschichte, die von mehreren Erinnerungen lebt.
Und so wird gespielt:
Auf der Suche nach Sam betreten wir eine kleine Holzhütte am Waldrand und treffen eine alte Frau. Sie ermutigt uns, im Nebelwald den Spuren von Sam zu folgen. Die Tarot-Karten führen uns durch Sams Leben und lassen Erinnerungen aufblitzen, wenn wir es schaffen, sie zu aktivieren. Mit dem Lösen der einzelnen Rätsel erhalten wir regelmässig neue Hinweise.

Mit einer ersten Karte erlernt man den Spielmodus. Im kleinen Buch findet man „Weise Worte“ zu jeder Kapitel-Karte. Die muss man zuerst lesen, um erste Hinweise zu erhalten. Mit sämtlichen Karten der „Grossen und Kleinen Arkana“, erkennbar am Symbol am oberen Kartenrand, kombiniert man sich durch die Aufgaben. Die sind insgesamt eher im knackigen Bereich, auf einem guten Niveau. Als Lösung erhält man ein englisches Wort, mit dem man im Lösungs-Index weiterlesen kann.
Wichtige Hinweise notiert man auf dem Rucksack, eingesammelte Gegenstände ebenfalls. Nach der ersten Karte ist die Reihenfolge der Kapitel frei. Man wählt eine beliebige Karte der „Grossen Arkana“ und rätselt weiter. Immer mehr erfährt man aus dem Leben von Sam und kommt ihrer Geschichte langsam auf die Spur.
Die Story behandelt auch sensible Themen des Lebens. Daher ist das Spiel erst ab 14 Jahren.

An manchen Stellen kann man verschiedene Abzweigungen nehmen. Alle führen zum Ziel und man darf trotzdem sämtliche Aufgaben lösen.
Bei Problemen erhält man über einen QR-Code Hilfe. Nach mehreren Hinweisen kann man sich auch die Lösung holen, wenn man zu sehr auf dem Schlauch steht. Und wie erwähnt: Nicht alle Lösungen liegen sofort auf der Hand.
Das Spiel kann man jederzeit unterbrechen. Die Spieldauer beträgt insgesamt über 5 Stunden. Das ist zu lang, um es an einem Stück durchzuspielen. Dafür erhält man ein längeres Rätsel-Abenteuer mit einer mysteriösen Story.
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Fazit zu The Light of the Mist
Das Spiel mit den Tarot-Karten ist ein äusserst stimmiges Abenteuer. In einem mysteriösen Setting durchforscht man das Leben von Sam, mit dem Ziel, sie selber wiederzufinden. Auf den Tarot-Karten sucht man nach Hinweisen, Zeichen und Lösungen. Die Story ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels, daher gibt es auch immer neue Teile zu lesen. Der Tisch füllt sich immer mehr mit den schönen Illustrationen der vielen Karten. An den einzelnen Rätseln hat man schön zu knabbern. Die Mischung stimmt, das Niveau ist knackig.
Das Spiel wurde aus dem Englischen übernommen. So sind die Lösungswörter alle in Englisch. Da hätte man wohl zu viel ändern müssen für eine gesamte deutsche Auflage. Englisckenntnisse sind klar von Vorteil.
Über 5 Stunden kann man an dem Abenteuer verweilen, es auch in mehreren Kapiteln lösen. Einen Zeitdruck gibt es nicht. Wer die Geschichte aber kennt, kann sie nicht erneut lösen.
Fakten zu The Light of the Mist
Autoren: Rita Orlov, Jack Fallows | Illustrationen: keine Angaben | Verlag: TOPP
Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Spieldauer: ab 300 Minuten
Altersangabe: ab 14 Jahren
Benötigt: Den Rätselblick
Wiederspielreiz: gross
Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 4 Personen
Richtet sich an: Kenner



