Suisse Toy 2011

Vom 28. September – 2. Oktober 2011 öffnet in Bern die Suisse Toy ihre Tore. Die grösste Spielzeug-Ausstellung der Schweiz präsentiert auch Brett- und Kartenspiele. Was die Schweiz rund einen Monat vor der Spiel 11 in Essen zu bieten hat, verrät Bruno Zaugg –Bereichsleiter Messen Spiel & Hobby und Gastveranstaltungen von BERNEXPO. Denn Brettspielblog.ch hat nachgefragt:

Welchen Stellenwert hat die Suisse Toy im Messekalender von Bern?
Bruno Zaugg (B.Z.): Die Suisse Toy läutet das Weihnachtsgeschäft in Bern ein. Und viele Kinder, Jugendliche und Familien freuen sich die Herbstferien mit der Suisse Toy einzustimmen. Aber auch national gesehen, ist die Suisse Toy der grösste Spielevent der Schweiz.

Was erwartet die Besucher an der Suisse Toy dieses Jahr an Neuheiten?
B.Z.: Die Suisse Toy ist bekannt, dass sie Spiele, welche in den nächsten Wochen oder gerade eben im Handel erschienen sind, präsentiert. Im Schweinwerferlicht stehen in der neuen Halle für Gesellschaftsspiele aktuelle Spiele des Jahrgangs 2011, wie die Preisträgerspiele «Qwirkle» (Spiel des Jahres), «Da ist der Wurm drin» (Kinderspiel des Jahres) oder «7 Wonders» (Kennerspiel des Jahres). Zudem widmet sich die Suisse Toy dank dem neuen Bereich CREAKTIV erstmals Liebhabern des kreativen Gestaltens und Werken Raum für das Arbeiten mit diversen Werkstoffen.

Spielautoren lassen sich dieses Jahr bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken. Können sich die Besucher auch aktiv daran beteiligen?
B.Z.: Ja! Die Besucher können mit den Spielautoren ins Gespräch kommen und mit deren neuesten Prototypen spielen. Vielleicht schnappen die Spielautoren die eine oder andere Idee der Besucher auf.

Welche Angebote im Bereich der Brettspiele sind bei Besuchern besonders beliebt?
B.Z.: Besonders neugierig ist das Publikum jeweils auf das Spiel des Jahres und das Kinderspiel des Jahres. Grossen Anklang finden ebenfalls die Spiele im Grossformat oder die Demopulte an denen Kenner und Könner sämtliche Spiele direkt erklären.

Und zum Schluss noch eine persönliche Frage: Welchen Bereich der Brett- und Kartenspiele lassen Sie Sich dieses Jahr nicht entgehen?
B.Z.: Gespannt bin ich auf die Spielautorenzunft! Für einmal sehe ich den Entwickler eines Spieles und nicht einfach die Produktionsfirma. Bei meinem Rundgang durch die Halle der Gesellschaftsspiele werde ich bestimmt bei einigen Spieltischen «hängenbleiben» – ich lasse mich überraschen.

Bruno Zaugg, besten Dank für das Interview! Bald geht es los, ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Messe!

Suisse Toy, Gelände BERNEXPO, Bern
28. Sept. – 2. Okt. 2011 | Täglich 10 – 18 Uhr | www.suissetoy.ch

> Zum Messebericht

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Die Burgen von Burgund – Spielkritik

Das Burgund ist heute vor allem für seine Landwirtschaft bekannt. Speziell die Weinliebhaber werden dort an vielen Ecken fündig. Es gibt allerdings auch diverse Kulturdenkmäler. Als Fürst seines eigenen Fürstentums soll man nun bei Die Burgen von Burgund die Ländereien möglichst vielversprechend ausbauen. Bei diesem Brettspiel muss gebaut werden, denn das bringt Punkte und mit denen gewinnt man. Aber so einfach ist die Sache dann doch nicht…

In der Tischmitte liegt der Spielplan, wo sich alle Spieler bedienen können und die Punkte zählen. Jeder Spieler hat vor sich den Plan eines eigenen Fürstentums liegen und startet mit einer Burg. Das Spielfeld besteht aus vielen sechseckigen, farbigen Feldern mit Würfelzahlen drauf. Diese Fläche gilt es im Laufe des Spiels zu bebauen. Natürlich mit System und möglichst sinnvoll. So unterscheiden sich die Bauplättchen farblich nach verschiedenen Themen: Schiffe, Gebäude, Weiden, Burgen, Minen und Wissensplättchen. Sie liegen, der Mitspielerzahl angepasst, auf dem Spielplan. Gespielt werden 5 Durchgänge mit 5 Spielrunden. Danach wird abgerechnet.
Zusätzlich befinden sich Warenkärtchen im Spiel. Sie werden als Rundenzähler eingesetzt, bringen aber dem Spieler bei einem Verkauf Silberlinge ein, die wieder für den Plättchenkauf verwendet werden können.

Jeder Spieler besitzt 2 Würfel. Gleich zu Rundenbeginn würfeln alle ihre Zahlen, der Startspieler sogar noch einen zusätzlichen Würfel für die Warenkärtchen. Die beiden Würfelzahlen bestimmen die Aktionen der Spieler. Für jeden Würfel darf man eine Aktion durchführen. So kann man Plättchen nehmen, Plättchen in sein Fürstentum bauen, Waren verkaufen oder Arbeiterchips nehmen. A propos Arbeiterchips: Sie reduzieren das Würfelglück und können zur Auf- oder Abwertung einer Würfelzahl verwendet werden. Denn jedes Plättchen darf nur genommen, gebaut oder verkauft werden, wenn es mit der Würfelzahl übereinstimmt.

Jeder Anbau in seinem Fürstentum hat Folgen: Zusatzaktionen, Siegpunkte sofort oder bei Spielende, Silberlinge nach Rundenende, Warenkärtchen etc. Diese grosse Vielfalt belebt Die Burgen von Burgund. Es stehen so viele Möglichkeiten offen, man braucht nur noch die passende zu wählen. Besonders attraktiv sind die Wissensplättchen. Sie bringen regelmässige Vorteile ein. Mit den Silberlingen darf man in einem speziellen Plättchendepot einkaufen gehen.

Für jedes fertige Gebiet in seinem Fürstentum erhält man Punkte. Je eher man es beendet, desto mehr Punkte werden es. Hat man als Erster eine Farbe komplett gelegt, so liegen gar noch Bonuspunkte drin.

Wer seine eigenen Ländereien am optimalsten nutzt, gewinnt Die Burgen von Burgund nach Siegpunkten.

Fazit:
Die Burgen von Burgund ist ein faszinierendes Spiel. Obwohl man die meiste Zeit alleine vor sich hin werkelt, ist der Spielreiz sehr gross. Man hat eigentlich immer das Gefühl, es noch besser zu können. Der Drang zur Optimierung ist der Antrieb für die nächste Partie. Denn Die Burgen von Burgund ist auf keinen Fall perfekt. Die Spielzeit, gerade zu viert und mit grübelnden Spielern, zieht sich arg in die Länge. Farbwahl und Material des Spiels sind auch nicht optimal gewählt. Doch darüber sieht man locker hinweg. Der Spielablauf ist rund, die Möglichkeiten sind riesig und die Illustrationen sind so exakt, dass sich einem das Spiel irgendwie sofort erschliesst. Gerade auch zu zweit ist Die Burgen von Burgund sehr zu empfehlen. Die Spielzeit reduziert sich und das Brettspiel verliert nichts von seiner Attraktivität. Verschiedene Landschaften bringen ein immer wieder neues Spielerlebnis. Und so lässt die nächste Partie nicht lange auf sich warten…

Die Burgen von Burgund | Autor: Stefan Feld | Verlag: alea
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 60-120 Minuten | Benötigt: Die optimalen Plättchen im optimalen Fürstentum zum optimalen Punktgewinn | Wiederspielreiz: sehr gross

Besten Dank an Fata Morgana für den zuvorkommenden Service beim Erwerb von Die Burgen von Burgund!

> Interview mit Illustrator Harald Lieske

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Neues von Gameworks 2011

Ein kleiner Spieleverlag hat in den letzten Jahren immer wieder auf sich aufmerksam gemacht. Mit Jaipur ist ein kurzweiliges Kartenspiel für zwei veröffentlicht worden. Oder Sobek: Ein kleines Handelsspiel im Comic-Stil.
Daher schaue ich gespannt auf die Neuheiten dieses Verlages. Und das dürfte eine süsse Versuchung werden, denn die neuen Titel heissen Bonbons und Tschak!

Bonbons | Autor: Marc André
Wer kann dieser süssen, kleinen Bonbonschachtel schon widerstehen? Das Spiel um Bonbons benötigt ein gutes Gedächtnis, aber auch ein wenig Strategie, um an die Süssigkeiten zu kommen. Ein wunderschön illustriertes Spiel für 2-6 Personen, das höchstens 20 Minuten dauert.

> Spielkritik Bonbons

Tschak! | Autor: Dominique Ehrhard
In diesem abenteuerlichen Kartenspiel sollen möglichst viele Schätze geborgen werden. Gefährliche Kreaturen wollen dieses Vorhaben jedoch verhindern. Jeder Spieler spielt dabei mit den gleichen Karten und setzt daraus seine Abenteurer zusammen. Tschak! spielt sich in etwa 40 Minuten und ist für 2-4 Abenteurer.

Beide Spiele erscheinen Ende Oktober im Handel.

 

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1 Jahr Brettspielblog.ch

Im September wird Brettspielblog.ch ein Jahr alt. Eigentlich mag ich Rückblicke nicht so sehr. Denn Spieler schauen viele lieber nach vorne – das nächste Spiel wird sicher noch besser… Doch in diesem Jahr ist so viel passiert. Warum also nicht einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen?!?

Als Brettspielblog.ch vor einem Jahr startete, bekam eine Idee von mir langsam Farbe. Die Spielkritiken nahmen schnell einmal Form an. Und die Einsicht kam sofort: Die Spiele-Industrie produziert schneller Brettspiele, als dass ich sie alle spielen kann. Eine gut durchmischte Auswahl zu treffen, ist nach wie vor ein wichtiges Kriterium meines Hobbys.
Weitere wichtige Erkenntnisse: Die Vertriebskanäle in der Schweiz laufen ganz anders als in Deutschland. Das erleichtert den Kontakt zu einzelnen Verlagen ungemein. Die Wege sind kürzer und oft auch mehrere Verlage unter einem Hut. Ohne die wertvolle und wohlwollende Unterstützung der Verlage wäre das Angebot auf Brettspielblog.ch nicht in einem derartigen Umfang möglich. Besten Dank.

Immer wieder kamen auch Anregungen von aussen. Der monatliche Preisvergleich stammt aus so einer Idee. Und es ist immer wieder spannend, wie gross die Preisunterschiede eines Spieles sind. Die Interviewreihe stösst auf grosses Interesse. Als Stephan Brück (alea) in einem Interview die kommende Jubiläumsausgabe von Puerto Rico erwähnte, brachte mir der Artikel sogar Mails aus Spanien und Portugal ein. Nun muss ich mir wohl überlegen meine Seite noch übersetzen zu lassen…

Persönlich freue ich mich natürlich sehr, wenn die Artikel auf Brettspielblog.ch auch gelesen werden. Und das werden sie! Die Besucherzahlen steigen seit Beginn stetig an. Sehr erfreulich!
Seit kurzem ist Brettspielblog.ch auch bei Facebook und Twitter empfangbar. Ja, das ist dort, wo niemand rein darf und trotzdem alle drin sind. Eine weitere Möglichkeit also, um auf dem neuesten Spiele-Stand zu sein.

Aber der ganze Blog würde natürlich nicht funktionieren, wenn die Mitspieler nicht immer wieder bereit wären, neue Brett- und Kartenspiele zu testen. Das grenzt manchmal schon beinahe an Arbeit – aber eben schöne Arbeit.
Und da mir die Ideen noch lange nicht ausgegangen sind, freue ich mich sehr auf die kommende Zeit. Denn hier geht es natürlich weiter. Schliesslich soll es wieder einige neue Spiele geben, habe ich gehört…

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Neues von AMIGO 2011

Der AMIGO-Verlag hat einige Spielneuheiten für den Herbst 2011 angekündigt. Unter einigen bekannten Wiederaufnahmen in neuem Gewand (Hol’s der Geier, Regenbogenschlange) finden sich auch neue spannende Brett- und Kartenspiele. Hier sind einige AMIGO-Neuheiten kurz vorgestellt:

Die Brücke am Rio d’Oro | Autor: Frederic Moyersoen
Die Brücke für dieses Spiel wird über der offenen Spieleschachtel aufgebaut. Die Schatzsucher müssen in diesem Familienspiel den Weg über die Brücke antreten, auf dem einige Gefahren lauern. Wer am meisten Schätze sammelt, gewinnt.

> Spielkritik zu Die Brücke am Rio d’Oro

Carré | Autor: Günter Kralicek
Jeder Spieler baut sein eigenes Carré. Der Würfel entscheidet, welche Plättchen gelegt werden müssen. Dabei darf keine Lücke entstehen. Carré ist schnell erklärt und flott gespielt. Wer hat wohl als Erster seine Plättchen auf der Tafel verbaut?

Piraten-Abenteuer | Autor: Wolfgang Kramer
Ein Spiel für die Kleinen. Mit den Booten muss eine Insel umrundet werden, ohne sich vom Piraten erwischen zu lassen. Dieses Spiel kann nur gemeinsam gewonnen werden, denn alle spielen gegen den Piraten. Seefahrer ahoi!

The City | Autor: Tom Lehmann
In 20 Minuten wird eine ganze Stadt gebaut. Das ist doch einmal eine Vorgabe. In diesem Kartenspiel muss möglichst schnell und geschickt die eigene Stadt gebaut werden, um möglichst viele Einnahmen und Siegpunkte zu erringen. Eine gute Strategie ist also von Vorteil.
> Zur Spielkritik von The City

23 | Autor: Christoph Behre
Ein schnelles Kartenspiel mit einfachen Regeln. Zahlenkarten bis 23 sollen aufsteigend abgelegt werden. Gewisse Einschränkungen und die Mitspieler erschweren das Unterfangen aber eindeutig. Häufig sind es die einfachen Spiele, die grossen Spass machen.

  

 

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