Pergamon

Bei eggertspiele erscheint 2011 das Brettspiel Pergamon. Stefan Dorra und Ralph zur Linde haben ein Spiel für Archäologen erfunden, bei dem man möglichst wertvolle Fundstücke bergen muss.

Pergamon verläuft über 12 Runden mit einer Spielzeit von etwa 60 Minuten. Mit Forschungsgeldern muss man seine Ausgrabungen finanzieren. Die so geborgenen Fundstücke lassen sich zu Sammlungen zusammenstellen, die im Museum ausgestellt werden. Je besser die Sammlung, desto mehr Besucher werden angelockt. Denn die Anzahl der Besucher entscheidet, wer das Spiel gewinnt.

Pergamon soll an der Messe Nürnberg vorgestellt werden.

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Voll in Fahrt – Spielkritik

Was ist ein Kinderspiel und wo beginnt das Erwachsenenspiel? Bei Voll in Fahrt ist das eine schwierig zu beantwortende Frage. Wohl auch darum hat sich AMIGO zum Begriff Familienspiel durchgerungen. Und liegt damit nicht einmal schlecht. Voll in Fahrt ist ein Rennspiel mit Lokomotiven, das sowohl Kinder wie auch Erwachsene anspricht.

Beim Wettrennen können bis zu 4 Spieler um den Titel des Weltmeister kämpfen. Jeder Spieler muss dabei 3 seiner 4 Dieselloks ins Ziel bringen. Wer das als Erster schafft, gewinnt.

Voll in Fahrt spielt auf einem Schienenrundkurs mit 3 Gleisen. Das Schienennetz hat jedoch vier grosse Lücken. In diesen Lücken liegen 3 Rangierbrücken, die durch einen Farbenwürfel bei jedem Spielzug verschoben werden. So ist man nie sicher, ob der gerade noch vorhandene Weg nicht plötzlich das Gleis wechselt oder in einem Prellbock endet. Jede Fahrt neben die Schienen oder in den Prellbock wird sofort bestraft – die Lok muss zurück an den Start.

3 Würfel bestimmen das Spielglück beim Wettrennen. Der Farbenwürfel wählt die zu verschiebende Rangierbrücke, die beiden Zahlenwürfel zeigen die Punkte an, die man vorwärts fahren darf. Prallt man beim Fahren in eine andere Lok, so nimmt diese Fahrt auf und fährt die Würfelzahl zu Ende. Auf diese Weise kann man seine eigenen Loks vorwärts treiben oder aber auch die Loks seiner Gegner ins Aus stossen, so dass sie wieder von vorne beginnen müssen. Bei einem Würfelpasch darf man mit der gleichen Lok sogar noch einmal fahren – und hoffen, dass der Weg frei ist.
Wer mit der eigenen Lok ins Ziel fährt, darf sie in den Lokschuppen stellen. Bei 3 gleichfarbigen Loks im Schuppen endet das Spiel sofort. Achtung: Eine ins Ziel geschubste Lok muss wieder zurück an den Start.

In der Schachtel inbegriffen sind zudem Reparaturkärtchen, die eine Spielvariante ermöglichen, mit der eine Lokomotive gezielt auf die Rennstrecke geschickt wird.

Fazit:
Voll in Fahrt ist ein lustiges Rennspiel – wer am besten würfelt, gewinnt. Es läuft einiges und wenig ist weit voraus planbar. Das Spiel ist schnell erlernt. Je mehr Spieler mitmachen, desto grösser wird die Schubserei auf den Schienen. Und die ist ein wichtiges taktisches Mittel in diesem Spiel. Kinder spielen Voll in Fahrt gerne. Die Lokomotiven sind schön anzusehen, das Spiel wirkt. Und selbst Erwachsene haben Spass an diesem einfachen Spiel mit Ärgerfaktor.

Voll in Fahrt | Autor: Bob Lindner | Verlag: AMIGO
Familienspiel für 2 – 4 Personen | Spieldauer: 30-45 Minuten | Benötigt: Würfelglück beim Schienengeplänkel | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an AMIGO und Carletto für ein Rezensionsexemplar von Voll in Fahrt !

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Cargo Noir

Ab März 2011 soll das neue Spiel von Days of Wonder erhältlich sein. Cargo Noir heisst es, ist von Serge Laget und spielt in den 50er Jahren. Die Spieler handeln mit Schmugglerware in verschiedenen Häfen und müssen Frachtschiffe aussenden um verschiedene Waren zu erhalten.

Cargo Noir soll schnell erlernt sein und viele Wege zum Sieg bieten. Spannend auch das Versprechen: Cargo Noir ist eines der seltenen Handelsspiele, das mit 2 Spielern genau gleich gut funktioniert wie mit mehreren.

Schon sehr gelungen finde ich aber den Comic-Stil, mit dem Cargo Noir gestaltet wurde. Die Figuren wirken lebhaft und machen neugierig auf mehr. Auf der Homepage von Days of Wonder findet man in einem kleinen Film schon einmal einen Vorgeschmack zu Cargo Noir. Zudem gibt es dort jede Menge Bilder und Infos zur Entstehung des Spieles.

> Spielkritik Cargo Noir
> Link zu Cargo Noir

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Geschenkt ist noch zu teuer – Spielkritik

Wie einfach kann ein Kartenspiel eigentlich sein? Oder wie einfach darf es sein? Geschenkt… ist noch zu teuer versucht den Rekord der Einfachheit zu erstellen. Das Spiel besteht aus Zahlenkarten und Chips. Los geht’s!

Die Zahlenkarten mit den Zahlen zwischen 3 und 35 werden gemischt. 9 Karten werden aus dem Spiel genommen, die restlichen Karten bilden einen Stapel in der Mitte. Zudem bekommt jeder Spieler 11 Chips.

Der Startspieler deckt die oberste Zahlenkarte auf und entscheidet, ob er sie zu sich nehmen will oder doch lieber dem nächsten Spieler überlassen soll. Behält er sie nicht, legt er einen seiner Chips als Abfindung drauf. Dann soll der nächste Spieler entscheiden. Der Wert der gesammelten Karten zählt als Minuspunkte, die beigelegten Chips sind Pluspunkte. Wenn keine Karten mehr übrig sind wird mit Minus und Plus der Sieger ermittelt.

Eine Chance hat jeder Spieler aber noch: Kann er mit seinen gesammelten Karten eine Reihe bilden (egal wie lange), so zählt nur noch die tiefste Karte für die Minuspunkte. Reihen bilden ist also super, aber Vorsicht – es sind ja nie alle Karten im Spiel. So kann es also vorkommen, dass man auf eine Karte wartet, die nie kommt.

So einfach ist Geschenkt… ist noch zu teuer. Ich hoffe, es wurde nicht noch extra ein Grafiker für die Spielkarten engagiert. Denn selbst die Karten könnten nicht einfacher sein. Das Spiel hat also wirklich System.

Fazit:
Geschenkt… ist noch zu teuer ist schlicht, einfach, sehr schnell erklärt, dauert nicht lange und macht trotzdem Spass. Einfache Spiele können eben auch gut sein. Ein gewisser Glücksfaktor ist sicher dabei, bei der Kürze des Spieles stört er aber nicht – man spielt einfach. Und so beginnt schnell noch eine Partie und noch eine… Ein einfaches Spiel, um den Abend ausklingen zu lassen.

Geschenkt… ist noch zu teuer | Autor: Thorsten Gimmler | Verlag: AMIGO
Kartenspiel für 3 – 5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Benötigt: Eine einfache Taktik mit ein wenig Chips | Wiederspielreiz: gross

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Spielwarenmesse Nürnberg 2011

Die Spielverlage arbeiten oft auf  2 Höhepunkte im Jahr hin. Im Frühjahr die Spielmesse in Nürnberg, im Herbst die Spiel in Essen. Bei grossem Zuschauerandrang lohnt es sich Neuheiten vorzustellen. Und die Spiele können von vielen Spielern ein erstes Mal getestet werden. Die Spielmesse in Nürnberg ist aber ausschliesslich für ein Fachpublikum bestimmt. Vor allem Einkäufer und Journalisten können sich dort ein Bild der Spieleneuheiten machen. Und lange nicht jedes Spiel, das in Nürnberg vorgestellt wird, kann gleich danach schon gekauft werden. Manchmal zieht sich die Veröffentlichung noch etwas dahin, da nicht jedes Spiel schon fertiggestellt wurde.

Was für Neuheiten erwarten die Spieler aber im Jahre 2011. In Nürnberg werden einige neue Brett- und Kartenspiele vorgestellt. Hier ein kleiner Auszug daraus:
Irgendwie scheint das Mittelalter im Trend zu liegen. Wie schon im Artikel Neue Spiele von alea angekündigt, werden in Nürnberg Die Burgen von Burgund und König Artus und die Tafelrunde vorgestellt. Aber auch Castelli von Queen Games wird sich wohl mit der gleichen Thematik befassen. Ebenfalls von Queen Games kommt der Showmanager, eine Neuauflage des Brettspiels aus dem Jahre 1997 (Spielkritik hier). Hans im Glück präsentiert Erweiterungen zu bekannten Spielen. Carcassonne – Das Würfelspiel bringt das Spiel des Jahres 2001 in Kontakt mit dem Spielwürfel. Dazu kommt noch die nächste Erweiterung zum Brettspiel: Carcassone – Das Gefolge. Auch Dominion -Fans dürfen sich freuen. Dominion – Das Füllhorn bringt einen neuen Teil für das Kartenspiel. eggertspiele liefert eine Erweiterung  für Die Speicherstadt – Der Münzspeicher, und mit Pergamon kann man in die Welt der Archäologie abtauchen. Der Verlag Days of Wonder rührt schon kräftig die Werbetrommel für Cargo Noir, das wohl in den 50er Jahren spielt.

Und das sind noch längst nicht alle Spiele. Ich habe mich bemüht, einen interessanten Querschnitt aufzuzeigen. Und der verbreitet doch schon ziemliche Vorfreude auf den Spielejahrgang 2011.

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