Kinderspiel des Jahres 2011 – Da ist der Wurm drin

Da ist der Wurm drin ist das Kinderspiel des Jahres 2011. Das Spiel von Carmen Kleinert aus dem Zoch-Verlag macht wirklich ganz grossen Spass. Das Wettrennen der Würmer findet nämlich in diesem Spiel auch unterirdisch statt und bietet neben dem Würfeln, dem Nachschieben der Wurmteile und dem Tippen auf den schnellsten Wurm eben auch ganz viel Spannung.
Kinder mögen das Spiel sehr, nicht zuletzt auch wegen der tollen Illustrationen von Heidemarie Rüttinger. Und sogar Erwachsene spielen immer wieder gerne mit.

Kinderspiel des Jahres 2011
Da ist der Wurm drin | Autorin: Carmen Kleinert | Wurmrennen für 2-4 Spieler | Verlag: Zoch

Herzlichen Glückwunsch!

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Schwarz Rot Gelb – Spielkritik

Schwarz Rot Gelb ist ein Kartenspiel, bei dem alles möglichst schnell gehen sollte. Schnell ziehen, schnell lesen, schnell anlegen, schnell abschliessen und schnell ärgern. Freunde von Geschwindigkeitsspielen erhalten aber ein Kartenspiel, das die Gehirnhälften ganz schön fordert.

Schwarz Rot Gelb besteht aus 80 Farbkarten. Sie sind beschriftet mit Farbnamen: Schwarz, Gelb, Grün etc. Nur sind die Farbwörter immer in einer anderen Farbe geschrieben und immer zwischen ein- und viermal auf die Karten gedruckt.
Diese Farbkarten werden umgedreht in der Tischmitte verteilt – für alle Mitspieler gut erreichbar.

30 Punktekarten werden gut gemischt und als Nachziehstapel neben das Spielfeld gelegt. Sie sind mit Werten von -4 bis + 10 beschriftet. Man legt so viele Karten offen aus, wie Spieler teilnehmen. Die offenen Punktekarten sind die Prämien der ersten Spielrunde.

Aus den Farbkarten zieht sich jeder Spieler eine Startkarte. Sie bildet den Beginn einer Reihe. Und das war’s dann mit der Gemütlichkeit. Mit dem Startzeichen dürfen alle Spieler gleichzeitig Karten umdrehen und nachsehen, ob sie in ihre Reihe passt. Passt sie, so darf man sie anlegen. Passt sie nicht, so lässt man sie offen in der Tischmitte liegen.
Was aber ist passend? Ganz einfach, die neue Karte darf weder in der Farbe, dem Farbwort noch in der Anzahl der Wörter mit der Vorgängerkarte übereinstimmen. Im allgemeinen Farben-Wirrwarr ist das ein ziemlich schwieriges Unterfangen.

Schwarz Rot Gelb endet, wenn ein Spieler seine Kartenreihe auf eine bestimmte Anzahl aufstocken konnte. Er darf „Stopp!“ rufen und beendet damit die Sucherei. Der Sieg ist ihm allerdings noch nicht sicher, denn nun beginnt die Kontrolle. Bei einem Lege-Fehler wird die Reihe sofort bis zur letzten richtigen Karte reduziert.

Erst nach der Kontrolle werden die Punktekarten verteilt. Wer die längste Reihe geschafft hat, darf sich die grösste Punktekarte nehmen usw. Mit neuen Punktekarten beginnt eine neue Runde. Nach 5 Spielrunden steht der Sieger nach Punkten fest.

Fazit:
Schwarz Rot Gelb ist eines dieser Hektikspiele, die man eben gerne spielt oder nicht. Das allgemeine Farbendurcheinander trägt seinen Teil zum Spielspass bei. Immer wieder finden sich am Ende einer Runde Fehler und sicher geglaubte Sieger werden zu Verlierern. So lebt Schwarz Rot Gelb auch vom Ärgerfaktor und der Schadenfreude. Schnell zu sein, bringt nicht immer den Sieg ein. Und eine gute Spielrunde braucht vor allem auch ganz viel Konzentration. Die Spielgestaltung und die Regeln sind einfach, der Spielspass in einigen Spielrunden trotzdem unerwartet gross. Schwarz Rot Gelb ist daher ein gutes, schnelles Absackerspiel.

Schwarz Rot Gelb | Autor: Günter Burkhardt | Verlag: AMIGO
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Benötigt: Flinke Finger und die richtigen Farben im Kopf | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und AMIGO für ein Rezensionsexemplar von Schwarz Rot Gelb! 

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Der Kletter-Retter – Spielkritik

Der gemeine Zauberer hat die Prinzessin oben in seinem Turm eingesperrt. Nun soll Ritter Ronald sie befreien. Dabei muss der Ritter natürlich auf den Turm. Der Kletter-Retter ist ein schönes Kinderspiel in einer ungewöhnlichen Verpackung. Der Kletterturm ist zugleich die Verpackung des Spiels.

Nicht nur der tolle Turm fällt auf. Die Figuren sind aus Holz und sehr ansprechend bemalt. Ritter und Zauberer werden an eine Kletterschnur gebunden und am Turm befestigt, die Prinzessin wartet oben auf dem Turm. Nun werden viele Pappschlüssel auf dem Tisch um den Turm verteilt. Sie sind auch der Schlüssel zum Erfolg. Mit dem richtigen Schlüssel klettert der Ritter eine Etage höher. Ein gemischter Stapel mit Schlüsselkarten kommt ebenfalls auf den Spieltisch, dann startet die waghalsige Rettungsaktion.

Der Kletter-Retter ist ein Gemeinschaftsspiel. Alle sollen den Zauberer besiegen und die Prinzessin befreien. Ein Spieler dreht eine Schlüsselkarte. Jetzt dürfen alle Spieler den passenden Schlüssel auf dem Spieltisch suchen. Dabei darf ein Schlüssel nicht ausprobiert werden. Hat man sich für einen Schlüssel entschieden, nimmt man ihn in die Hand. Wenn alle Spieler einen Schlüssel gewahlt haben, kann mit der Schlüsselkarte kontrolliert werden, ob er passt.
Bei einem passenden Schlüssel, klettert Ritter Ronald in das nächste Stockwerk des Turms. Passt keiner der Schlüssel, so steigt der Zauberer eine Etage höher. So liefern sich die beiden Rivalen ein Kletter-Wettrennen zur Prinzessin.

 
Auf der Turmseite des Ritters bewachen aber Turmwächter den Turm. Erreicht der Ritter einen Turmwächter, muss er würfeln. Würfelt er einen Zauberer, hat ihn der Wächter erfolgreich aufgehalten und der Zauberer klettert ein Stockwerk höher. Würfelt er eine Prinzessin, so war er leise genug und wurde nicht erwischt.
Gelingt es dem Ritter die Prinzessin zu befreien und den Zauberer zu besiegen?

Für Profi-Retter gibt es eine Spielvariante, in der ein Spieler die Rolle des Zauberers einnimmt. Dann steht die Schlüsselsuche unter Zeitdruck. Die Ritter dürfen den passenden Schlüssel nur so lange suchen, bis der Zauberer fünf Mal den Zauberer gewürfelt hat.

Fazit:
Der Kletter-Retter fällt zuerst natürlich durch seine originelle Verpackung und das tolle Material auf. Das Spielthema ist sofort klar und sehr kindgerecht umgesetzt. Gerettet wird ziemlich schnell, schliesslich wartet die Prinzessin im Turm. Die geringe Spieldauer lässt bei einem Misserfolg auch sofort eine Revanche zu. Bei häufigem Spielen bekommen die Kinder ein gutes Auge für die Schlüssel. Dann lohnt sich eine Erhöhung des Schwierigkeitsgrades. Das ist mit der Spielvariante möglich und kann auch selber noch gesteigert werden. So ist der Kletter-Retter ein spassiges und ausbaufähiges Kinderspiel. Also los, ihr Ritter, befreit die Prinzessin!

Der Kletter-Retter | Autor: Christoph Behre | Verlag: Kosmos
Kinderspiel für 2-4 Retter | Spieldauer: ca. 20 Minuten | Benötigt: Ein gutes Auge bei der Suche nach dem rettenden Schlüssel | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Kosmos für ein Rezensionsexemplar von Der Kletter-Retter!

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Neue Kosmos-Spiele 2011

Der Kosmos-Verlag hat bereits seine neuen Spiele für den Herbst angekündigt. Darunter sind einige Titel, die man gespannt erwarten darf. Hier ein Auswahl der Herbst-Neuheiten 2011 von Kosmos:

Der Hobbit
Ein raffinierter Spielmechanismus soll dieses Spiel von Reiner Knizia zu einem einzigartigen Erlebnis für die ganze Familie machen. Im Spiel werden der Hobbit Bilbo und die 13 Zwerge auf der abenteuerlichen Reise durch Mittelerde begleitet. Der Hobbit soll im September erscheinen.

Die Siedler von Catan – Aufbruch der Händler
Echt CATAN, aber doch wieder ganz anders! Ein neues Siedler-Spiel um Kontore und Handelswege erwartet uns im September. Autor ist natürlich Klaus Teuber.

> Spielkritik zu Die Siedler von Catan – Aufbruch der Händler

Helvetia
Leute verkuppeln in einem Schweizer Bergdorf. Was nach Bauer sucht Frau klingt, ist Teil des Dorflebens, das im neuen Spiel von Matthias Cramer im Zentrum steht. Für alle Schweizer ein Pflichtkauf im September.
Dazu hier das Interview mit Matthias Cramer zu Helvetia.

> Spielkritik zu Helvetia

Rapa Nui
Die Osterinsel mit ihren imposanten Steinstatuen gibt den Namen für das Spiel von Klaus-Jürgen Wrede. Als Stammeshäuptling gibt es wichtige Entscheidungen zu treffen, um zu ewigem Ruhm zu kommen. Ab September.

> Spielkritik zu Rapa Nui

Turmbauer
Alles beginnt mit nur einem Grundstein. Würfel bestimmen, welche Bauteile eingesetzt werden. Die eigene Figur soll dabei möglichst hoch hinaus. Das Spiel von Matt Mette soll ebenfalls im September erscheinen.

     

 

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Super Rhino! – Spielkritik

So ganz neu ist die Idee hinter Super Rhino! nicht. Alle Bierdeckel-Kartenhaus-Stapler werden sich nun aber freuen. Endlich dürfen sie ihr ganzes Können in einem Kartenspiel demonstrieren. Und dabei können sie erst noch SuperRhino unterstützen im Kampf gegen das Böse. Der Superheld muss nämlich die höchsten Häuser erklimmen und braucht dabei dringend Hilfe!

Super Rhino! besteht aus zweierlei Karten: Dachkarten und Hauswänden. Die Dachkarten werden an die Mitspieler verteilt. Die Hauswände werden in der Mitte gebogen und dürfen von allen Spieler benutzt werden.
Das Spiel beginnt mit dem Fundament. Dort und auf den Dachkarten ist eingezeichnet, wie die Wände gestellt werden müssen. Der folgende Spieler baut immer zuerst die entsprechenden Wände und legt eine seiner Dachkarten oben drauf. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Logisch, dass es mit zunehmender Höhe immer schwieriger wird zu bauen. Es sind aber noch weitere Gefahren zu beachten: Ein folgendes Stockwerk muss manchmal auf nur eine Mauer gestellt werden. Wenn es auf einer Dachkarte eingezeichnet ist, muss der Held des Spiels, SuperRhino, auf das Stockwerk gestellt werden. Dadurch wird das Gebäude natürlich instabil.

Auf den Dachkarten stehen zudem noch Hinweise für die folgenden Spieler: Richtungswechsel, aussetzen oder eine zusätzliche Dachkarte nehmen. Wenn man selber etwas Glück hat, darf man gleich ein Doppeldach legen und wird so zwei Dachkarten in einem Zug los.

Als Grundregel gilt dabei immer: Man darf nur die Wand oder das Dach berühren, das man gerade platzieren will. So nimmt das Spiel seinen Lauf. Entweder wird ein Spieler alle seine Dachkarten los und gewinnt oder es kommt zum grossen Einsturz. Dann gewinnt der Spieler mit den wenigsten Dächern.

Fazit:
Super Rhino! ist ein einfaches und kurzes Kartenspiel. Die Idee vom Karten stapeln wurde dabei witzig umgesetzt und zieht noch immer. Wer baut schon nicht gerne möglichst grosse Kartenhäuser? Klar kommt es dabei auf die Geschicklichkeit an. Trotzdem kann man seine Mitspieler, gerade bei schon höheren Häusern, mit Spezialaufgaben vor richtig knifflige Aufgaben stellen. Spätestens wenn SuperRhino in den 11. Stock gestellt werden soll, ist die Schieflage vorprogrammiert. Super Rhino! ist also ein richtig gutes Absackerspiel – nicht nur für die Kleinen!

Super Rhino! | Autoren: Steven Strumpf & Scott Frisco | Verlag: HABA
Stapelspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: 5-15 Minuten | Benötigt: Ein ruhiges Händchen beim Hochstapeln | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und HABA für ein Rezensionsexemplar von Super Rhino!

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