Aller guten Dinge sind drei – wer sich bisher nicht genug merken konnte, schickt nun mit That’s not a hat Incognito neue Geschenke in die Runde und verbindet sie passend mit Personen. Damit kommt noch eine gehörige Portion Kreativität ins Spiel.

Die Pilone, das Warnhütchen, rückt im dritten Teil des Kartenspiels in den Mittelpunkt. Sie ist auf jedem Bild zu sehen und immer in einer Kombination mit einem Gegenstand. So merkt man schnell, dass die Pilone eigentlich die Rolle einer Person einnimmt. Und damit stecken wir mitten in einer Vorstellungsrunde. Alle nehmen sich eine Bilderkarte vom gut gemischten Stapel und legen sie offen vor sich hin.
Und so wird gespielt:
Wer das Spiel startet nimmt sich eine neue Karte vom Stapel und schaut sich das Bild genau an. Die Pilone trägt eine runde Brille: Harry Potter, schiesst es als Erstes durch den Kopf. Also ist der Fall klar, DIESE Karte ist ab sofort Harry Potter. Man wendet die Karte und sieht sich die Pfeile auf der Kartenrückseite an. Nach links muss die Karte weitergegeben werden. Also reicht man die nun verdeckte Karte nach links weiter und stellt sie laut vor: Hallo, ich bin Harry Potter!

Die Person, die die Karte erhält, entscheidet nun, ob sie das glaubt oder nicht. Natürlich ist man zu Beginn einverstanden. Die neue Karte behält man und bringt die eigene Karte in Verbindung mit einer Person ins Spiel. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Man kann beliebige Lebewesen verwenden, ob berühmt, bekannt, verwandt oder aus der Nachbarschaft. Bei That’s not a Hat Incognito schafft man Identitäten.
Spielerisch bewegt man sich im Bereich der Vorgängerspiele That’s not a Hat und That’s not a Hat Pop Culture. Man gibt Karten weiter, stellt Behauptungen auf und kann Behauptungen anzweifeln. Wird jemand ertappt bei einer Falschaussage oder beschuldigt man jemanden fälschlicherweise, erhält man zur Strafe eine Karte. Nach jedem Fehler kommt zudem eine neue Karte ins Spiel und damit eine neue Identität.

Die Kartenrückseiten geben die Richtung der Weitergabe an. Die kann sich mit jeder Karte ändern. Gerade in grösseren Spielrunden muss man so gedanklich flexibel bleiben. Wie schon beim zweiten Teil des Spiels ist es wieder möglich, einzelne Karten auch quer über die Spielrunde zu verschieben. Einige Karten lassen sich an jede Person weitergeben.
Hat jemand die dritte Strafkarte gesammelt, endet die Partie. Wer dann am wenigsten Strafkarten hat, gewinnt das Spiel.
Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
Fazit zu That’s not a Hat Incognito
Das lustige Kartenspiel hat in zwei Versionen bereits bewiesen, zu was es fähig ist. Das Verteilen der Geschenke deckt in wenigen Minuten jedes Goldfisch-Gedächtnis am Spieltisch auf. Doch das kann man gekonnt überspielen mit einem Bluff. Nichts anmerken lassen und einfach mal einen Behauptung aufstellen. Bei That’s not a Hat kann das gutgehen. Gerade in grösseren Spielrunden entfaltet das kleine Merkspiel mit seinen einfachen Regeln seine ganze Spielkraft und sorgt für überraschende und witzige Momente.
That’s not a Hat Incognito besitzt zwar dasselbe Spielprinzip, benötigt aber noch einen kreativen Input. Sieht man sich die lustig illustrierten Karten mit den Pilonen an, muss man ihnen einen Namen geben. Die kreative Freiheit ist gross, sollte aber natürlich in irgendeiner Form zur Karte passen. Das ist meist schnell geschehen. Oft erkennt man eine berühmte Persönlichkeit, einen gemeinsamen Freund, eine Verwandte oder einen Bekannten in der Karte und reicht sie mit einem Namen weiter. Der bleibt der Spielgruppe ab jetzt im Gedächtnis – ganz sicher! Nur wo befindet sich Onkel Alfred gerade und lag da nicht gerade noch Harry Potter? Es ist wie bei den ersten Hut-Spielen. Die Wahrheit liegt irgendwo auf dem Tisch – nur wo? Das sorgt für ganz persönliche, lustige Spielmomente.
Fakten zu That’s not a Hat Incognito
Autoren: Kasper Lapp, Yohan Servais
Illustrationen: Easy Draws ist
Verlag: Ravensburger
Spielerzahl: 3 – 8 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Ausserordentliche Merkfähigkeiten
Wiederspielreiz: sehr gross
Geeignet für 2 Spieler: kein 2er-Spiel
Beste Spielerzahl: ab 4 Personen
Richtet sich an: Familie




