Wildwuchs – Spielkritik

Eine Wiese mit Wildblumen ist gar nicht so einfach zu bepflanzen und braucht ein wenig Geduld. Bei Wildwuchs klappt das bedeutend schneller. Wer Bienen, Ameisen, Schmetterlinge und Marienkäfer optimal nutzt, lässt die Blumen spriessen.

Wildwuchs

Auf einem allgemeinen Tableau legt man eine zufällige Auswahl an Wildblumen bereit. Es gibt sie in 5 unterschiedlichen Farben und Arten. Die Felder auf dem Auswahltableau besitzen eine der 5 Blumenfarben. Alle erhalten für ihre Sammlung eine erste Blume, dazu einige Samen. Einen der Samen platziert man auf das unterste Feld der Startblume. Eventuell erhält noch jemand einen Regenbogen-Chip. Alle restlichen Materialien bilden den Vorrat.

Und so wird gespielt:

Wildwuchs ist ein Spiel, bei dem man oft gleichzeitig agiert und auch regelmässig zum Zug kommt. Das Ziel: Die Blumen sollen wachsen und eine möglichst bunte Wiese bilden. Gespielt wird reihum. Die spielführende Person löst einen Spielzug aus, an dem alle teilnehmen können.
Wer am Zug ist, nimmt sich eine der ausliegenden Wildblumen vom Auswahltableau und legt sie vor sich aus. Diese Blume erhält sofort einen Samen auf ihr unterstes Wachstumsfeld.

Wildwuchs

Durch die Blumenwahl wird eine Blumenfarbe auf dem Tableau freigelegt, die man laut in die Runde ruft. In der Wachstumsphase wachsen jetzt sämtliche Blumen dieser Farbe um einen Schritt. Das heisst, alle dürfen ihre Samen bei der gewählten Blumenfarbe einen Schritt nach oben bewegen. Sollten einmal keine freien Samen im eigenen Vorrat liegen, muss man trotzdem eine Blumenfarbe nennen, um das Wachstum einer Farbe zu beschleunigen.

In der zweiten Phase überprüfen alle ihre Pflanzen auf mögliche Effekte. Denn im Wachstumsstadium jeder Pflanze gibt es einige spezielle Momente, die mit einem Pfeilfeld gekennzeichnet sind. In dieser Phase dürfen wiederum alle gleichzeitig ihre Samen, die auf Pfeilfeldern liegen, um eine Position vorantreiben und die Effekte auslösen. Kommt ein Samen ganz oben in der Blüte an, so ist die Blume ausgewachsen. Man räumt den Samen und allfällige Bewohner der Blume ab und stellt sie in den eigenen Wiesen-Aufsteller. Der Samen steht ab sofort für weitere Bepflanzungen zur Verfügung.

Wildwuchs

Es gibt einige Effekte in Wildwuchs. Raupen oder Schmetterlinge lassen die niedrigsten oder die höchsten Blumen wachsen. Bienen und Ameisen bevölkern die Pflanzen und sorgen für weniger Wachstumsfelder auf den Wildblumen. Grashüpfer lassen richtige Wachstumssprünge zu und ein Marienkäfer bringt sofort eine weitere Wildblume.
Ein Regenbogen-Chip lässt einen zusätzlichen Schritt auf einer Pflanze zu. Hat man auf seiner Wiese ein Set aus 5 unterschiedlichen Pflanzen, bekommt man einen neuen Regenbogen-Chip.

Sind alle Wildblumen weggespielt, endet die Partie. Wer die meisten Wildblumen auf seiner Wiese im Aufsteller hat, gewinnt. Das ist besonders schön und bunt anzusehen auf dem Tisch.


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Fazit zu Wildwuchs

Eigentlich geht es bei Wildwuchs gar nicht so wild zu und her. Vielmehr muss man seine Blumenarten sorgfältig auswählen, damit ein regelmässiges Wachstum drin liegt. Mit der Auswahl einer neuen Pflanze wählt man zugleich die Blumenfarbe für das Wachstum. Da die Blumen zufällig auf dem Tableau liegen, ist das in den meisten Fällen nicht einheitlich. Das Schöne an Wildwuchs ist aber die kurze Downtime. Alle sind ständig auf ihrer Wiese aktiv und profitieren von der Wahl der Mitspielenden. Man muss also jederzeit präsent sein. Die Spielzüge sind einfach gehalten, die Effekte übersichtlich. Am schwierigsten ist es, seine Samen so zu verwalten, dass sie nicht ausgehen. Schliesslich will man am Ende möglichst viele Blumen auf seiner Wiese haben.

Wildwuchs ist ein buntes Management-Spiel mit einfachen Effekten und kurzen Entscheidungen und damit ein perfektes Familienspiel.


Fakten zu Wildwuchs

Autor: Kasper Lapp
Illustrationen: Fachri Maulana
Verlag: Kosmos

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Eine grosse Wildblumenwiese
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

gutes Spiel

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